dhif83
Hallo, unsere Kleine wird am Nikolaustag 6 Monate. Wir möchten dann mittags mit der Beikosteinführung beginnen. Bisher wird sie wie folgt voll gestillt (6 Mahlzeiten): Ihre erste Stillmahlzeit bekommt sie ca. halb 7 (linke Brust) - je nachdem, wie sie aufwacht. Dann geht sie nochmal ins Bett bis ca. 8.30 Uhr (rechte Brust). Ab mittags hat sie dann feste Essenszeiten (12 Uhr - links, 15 Uhr - rechts, 18 Uhr - links und 20.15 Uhr - rechts). Das hatte mir meine Heilpraktikerin empfohlen, da ich die ersten zwei Monate große Probleme mit der Brust hatte (blutige entzündete Brustwarzen, diverse Milchstaus, Entzündung mit 40 Fieber und Antibiotika...). Mussten die abgepumpte Milch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus mit der Flasche geben und haben es dann geschafft nach und nach wieder auf die Brust umzusteigen. Seit Anfang August klappt es recht gut mit dem Stillen - zum Glück, gibt meiner Meinung nach nichts Praktischeres... Sie bekommt, da ich viel Milch habe, immer nur eine Brust (außerdem ist sie ein Schnelltrinker: ca. 5 Minuten). Nachts stehe ich halb eins auf und pumpe beide Brüste etwas ab. In den letzten Wochen habe ich hier die abgepumpte Menge auf jeweils ca. 50 ml reduzieren können. Morgens ist die Brust dann aber schon super prall. Ich versuche in ein paar Tagen weiter zu reduzieren. Fragen: Wie gewöhne ich meine schwerfällige Brust jetzt am Besten an die Beikosteinführung? Zu Anfang gebe ich ja nur ein paar Löffel Möhre (oder so) und stille dann im Anschluss bis sie satt ist. Also müsste sich die linke Brust (welche für die Mittagsmahlzeit verantwortlich ist) ja an den langsam sinkenden Bedarf gewöhnen, wenn ich die Breimenge langsam und allmählich steigere. Aber was mache ich, wenn die Mittagsmahlzeit komplett ersetzt ist. Lasse ich dann die linke Brust bei der 15 Uhr Mahlzeit außen vor und gebe wie vor der Beikosteinführung die Rechte? Das würde ja bedeuten, dass sie dann vormittags und nachmittags die Rechte trinkt - geht das? Oder wie mache ich das am Besten? Vielen Dank im Voraus und eine besinnliche Adventszeit!!! MfG dhif 83
Liebe dhif83, sicher ist es richtig und gut, einem sechs Monate alten Baby, das Interesse an fester Nahrung zeigt, diese dann auch anzubieten. Doch diese Einführung der Beikost sollte langsam erfolgen und keinesfalls kann die feste Kost die Muttermilch jetzt bereits in größerem Maße ersetzen. Ich weiß, dass fast überall steht: "zunächst wird die Mittagsmahlzeit ersetzt und im Abstand von etwa vier Wochen ersetzen Sie die nächste Mahlzeit usw". Gleichzeitig wird "eine Mahlzeit" als die Menge definiert, die in ein Gläschen passt und zwar für alle Kinder gleich. Doch dieses Schema, das leider immer noch oftmals propagiert wird verursacht in vielen Fällen nichts weiter als Stress und Tränen. Es ist einfach zu sehr in den Köpfen vieler Menschen verwurzelt, dass eine Stillmahlzeit "ersetzt" werden müsse, dabei stimmt das gar nicht. Schon der Begriff BEI Kost drückt doch aus, dass es sich bei dieser Nahrung um eine ergänzende Nahrung und nicht um einen Ersatz für die Muttermilch handelt. Wäre es ein Ersatz, dass würde es ANSTATT Kost heißen. Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Im gesamten ersten Lebensjahr sollte Muttermilch das Hauptnahrungsmittel des Kindes sein. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichen häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Bei der Vorgehensweise, dass langsam als ergänzende Nahrung Beikost angeboten wird, hat die Brust Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen, das Kind hat ebenfalls mehr Zeit für die Umstellung und die Nährstoffe aus der Beikost können in Zusammenhang mit bei der gleichen Mahlzeit angebotener Muttermilch besser verwertet werden. Wenn Ihr Kind irgendwann nach der Beikost nicht mehr gestillt werden möchte, können Sie die Brust ausstreichen. Sie können dann immer gerade so viel Milch ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und sich ihre Brust wieder gut anfühlt. Anschließend können Sie Ihre Brust kühlen. Allmählich streichen Sie immer weniger Milch aus (oder pumpen immer weniger ab), kühlen weiterhin die Brust und schließlich wird die Milchbildung ganz versiegen. Naturheilkundliche und homöopathische Mittel können diesen Prozess unterstützen. Lassen Sie sich dazu von Ihrer Hebamme oder einer entsprechend ausgebildeten Ärztin beraten. LLLiebe Grüße, Biggi
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