NiLi7
Hallo Meine Kleine nun 15 Wochen alt, macht mir ein bischen Sorgen was das trinken angeht. Sie hat seit einer Woche angefangen (vorher nie ein Problem) durch den Tag immer zu weinen wenn ich sie stillen möchte bzw sie hunger hat. Das ganze läuft immer gleich ab; sie zeigt mir dass sie hungrig ist...ich bereite mich vor möchte sie anlegen und dann nimmt sie die Brust nicht und steigert sich mit weinen in ein Schreien....dann beruhige ich sie, möchte wieder ansetzen und es geht von vorne los... wenn sie beruhigt ist schläft sie meist für ca eine Stunde ein. Danach nimmt sie oft die Brust, trinkt aber nicht schön und erbricht danach seeehr viel wieder. Die Flasche nimmt sie jederzeit problemlos. Ich stille auch seit Anfangan mit Stillhütchen. Nun habe ich das Gefühl, dass ich sie eventuell komisch halte (aber habe das Gefühl nicht anders als vorher) , oder dass es diese Phase ist die es zu diesem Zeitpunkt gibt wie ich im Internet gelesenhabe wo die Babys streiken. Habe auch Angst dass die Milch zurück geht obwohl ich weiterhin stillen möchte. In der Nacht geht es aber Problemlos, da sie immer im Halbschlaf trinkt. Liebe Grüsse und besten Dank im Voraus für die Antwort.
Liebe NiLi7, ich glaube, dass dein Baby saugverwirrt ist und nicht mehr korrekt und effektiv trinken KANN. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Bei den Beruhigungssaugern handelt es sich um künstliche Sauger. Und unabhängig davon, ob sie auf einer Flasche oder als Beruhigungssauger Anwendung finden, können sich künstliche Sauger negativ auf das Stillen auswirken, Dies ist eines der Probleme, die sich aus dem Gebrauch von Beruhigungssaugern beim gestillten Baby ergeben können, insbesondere dann, wenn das Baby noch nicht gelernt hat, korrekt an der Brust zu saugen. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich wie bereits geschrieben grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Nun kann ich aber weder dich noch dein Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und dir auch nichts zeigen. Am besten wendest Du dich deshalb einmal an eine Stillberaterin in deiner Nähe und lässt dir beim Stillen zuschauen. Die Kollegin kann dir dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann dir erklären, woran Du erkennst, ob dein Kind korrekt saugt und dir überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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