Vroni2019
Hallo,
Mein Sohn ist jetzt 9 Monate und wird neben Beikost noch nach Bedarf gestillt. Seit etwa 3 Monaten wird das Stillen zunehmend schwieriger, zum einen, weil er den Mund meist nicht mehr weit öffnet und so nicht mehr so viel Brust den Mund bekommt. Ich löse ihn dann sanft ab und versuche es nochmal, allerdings mit dem selben Ergebnis. Das Spiel wiederholt sich dann mehrfach und er wird immer zornig er und brüllt irgendwann nur noch und schließlich lasse ich ihn dann irgendwann unter Schmerzen trinken. Zum anderen zieht er den Kopf seit kurzem unterm Trinken oft ein Stück von der Brust weg, so dass meine Brust unter Spannung steht was ebenfalls schmerzhaft ist.
Ich möchte nicht abstillen wenn er noch gestillt werden will, habe aber seit Monaten schon nicht abheilende wunde Brustwarzen und das Gefühl, dass die Schmerzen va. Nach dem Stillen immer länger andauern und stärker werden.
Über Hilfe wäre ich daher sehr dankbar, meine Hebamme schlägt nur vor, dass ich ja nun nach 9 Monaten abstillen könnte.
Liebe Vroni2019, Dein Baby kann lernen, dass Dir das Trinken so weh tut und es kann auch lernen, den Mund weit zu öffnen! Wie so oft im Leben mit den Kleinen geht es hier nicht so sehr um das, was dein Kind macht, als um das, was du mit dir selbst machst. Uns Müttern fällt es oft schwer, auch für uns selbst da zu sein. Wie sehr achten, lieben und respektieren wir uns selbst? Wo sagen wir "STOP, du überschreitest eine Grenze und das lasse ich nicht zu!" Gerade wenn wir selbst (und das betrifft ja die meisten unserer Generation) nicht unbedingt mit liebevollen, einfühlsamen Eltern gesegnet waren machen wir oft den Fehler, davor zurückzuscheuen, unseren Kindern ein klares NEIN vorzugeben. Wir möchten sie ja nicht unglücklich machen! Nur machen wir sie auch nicht glücklich damit, dass wir sie alles machen lassen, alles ertragen und erdulden - oder dadurch, dass wir bestimmte Situationen vermeiden (so wie du das ja auch beschreibst), denn damit präsentieren wir ganz klar das Bild einer schwachen, hilflosen Mutter. Und das wiederum verunsichert unsere Kinder und gibt ihnen eine Macht, die sie nicht brauchen, nicht wollen und nicht haben sollten. Du solltest jetzt ganz konsequent immer wieder neu anlegen, Dein Kind wird mit der Zeit lernen, dass es so nicht an die Brust kann. Jedes Mal, wenn dein Kind die Zähne einsetzt oder zerrt oder die Brust lang zieht, solltest Du es abnehmen von der Brust und es bitten, "zart" zu trinken. Glaub mir, dein Kind WIRD es lernen, wenn Du konsequent reagierst. Das wird zwar ein paar Tage dauern, aber wenn dein Baby merkt, dass es keine Milch bekommt, wenn es Dir wehtut und wird darauf reagieren ;-). LLLiebe Grüße Biggi
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