Mitglied inaktiv
Hallo, mein Sohn (9 Wochen) schreit relativ viel (insbesondere ab 17 Uhr). Letztes Wochenende war meine Schwiegermutter zu Besuch und meinte, dass das arme Kind Hunger hat und ich ihm doch ein Fläschchen geben soll (an just dem Wochenende hat er auch tagsüber viel geweint). Nachdem ich zunächst kategorisch abgelehnt hatte, bin ich nun doch total verunsichert, auch weil er ein relativ großes Baby ist (6,5 kg bei einem Geburtsgewicht von 3,5 kg.). Ich bin gerade sehr verzweifelt, nicht zuletzt weil nun auch noch mein Mann auf mich einredet, dass ich zufüttern soll. Was allerdings meiner Meinung nach gegen den Hunger als Schreigrund spricht ist, dass, wenn er dann abends nach dem Gebrüll endlich eingeschlafen ist, er nachts nur einmal gestillt werden muss und ansonsten bis 7 Uhr durchschläft. Würde er das tun, wenn er so großen Hunger hat? Er schreit auch tagsüber oft, aber oft ist es dann auch so, dass wenn ich ihm die Brust anbiete, er nur kurz trinkt und dann wieder loslässt. Woran merke ich denn genau, dass er wirklich Hunger hat? Ich weiß nicht mehr weiter und bin total verunsichert! Viele Grüße, Conny
Liebe Conny, keine Sorge, dein Baby nimmt ganz wunderbar zu und bekommt ganz sicher genügend Milch! Babys in diesem Alter haben oft eine geradezu "klassische" Unruhephase am Abend. Nicht immer ist Stillen (und erst recht nicht die Flasche) dann die Lösung. Das Nervensystem eines Babys ist ständigen Reizen ausgesetzt und während des Tages sind das viel mehr Reize als in der Nacht. So ist es nicht erstaunlich, dass sich bis zum späten Nachmittag oder frühen Abend einiges aufgestaut hat und das Kind dann "über" reizt ist und sich wieder abreagieren und beruhigen muss. Dazu kommt, dass auch die Mutter nach einem langen Tag ebenfalls mehr oder weniger stark belastet und gestresst ist und sich die Gefühle und Stimmung der Mutter auf das Kind übertragen. Diese unruhige Zeit ist so verbreitet, dass es im englischen Sprachraum sogar einen Ausdruck dafür gibt: Omastunde, d.h. dass jetzt eine liebevolle Großmutter gebraucht wird, die nichts Dringenderes vorhat, als das Baby zu wiegen und im Arm zu halten, bis seine Unruhe vorbei ist. Leider ist so eine Großmutter nicht immer verfügbar und der Vater des Babys ist auch nicht unbedingt zu diesen Zeiten zuhause. Doch es kann für dich und das Baby eine große Erleichterung bedeuten, wenn jemand anderes dann einspringt. Der Wechsel in andere liebevolle Arme und eine andere liebevolle Stimme bewirken oft, dass sich ein aufgebrachtes Baby beruhigt. Vielleicht kannst Du dann in Ruhe unter die Dusche gehen, einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft machen oder sonst etwas für dich tun. Bei den meisten Babys legt sich dieses Verhalten Gott sei Dank, wenn sie etwa drei Monate alt sind. So schwer es auch fällt, es ist wichtig, in dieser Situation nicht in Hektik und Aufregung zu verfallen. Je mehr Du versuchst um das Kind zu beruhigen und je hektischer Du wirst, um so aufgedrehter kann auch das Baby werden und dann ist man schnell in einem Kreislauf, der nur mehr schwer zu durchbrechen ist. Weniger ist hier oft mehr. Der Punkt ist, dass der Fokus vom Kind genommen wird, dass sich nicht mehr alle Anspannung auf das Kind konzentriert und es so die Gelegenheit bekommt, sich wieder zu entspannen und zu beruhigen. Der Teufelskreis der Anspannung, die sich auch bei den Eltern aufbaut und so das Kind immer unruhiger werden lässt, muss durchbrochen werden. Das kann manchmal auch dadurch erfolgen, dass das Baby auf eine Decke gelegt wird und die Mutter oder der Vater es durch unaufgeregtes, leises Sprechen und sanftes Streicheln beruhigt. Manche Eltern setzen sich in dieser Situation sogar mit ihrem Kind ins Auto und fahren ein paar Kilometer : ). Wenn Du das Gefühl hast, dass dein Kind saugen möchte, aber keine Milch mehr mag, kannst Du entweder über einen längeren Zeitraum immer die gleiche Brust anbieten (aus der die Milch dann nicht so stark fließen wird) oder aber Du bietest ihm einen Finger (das muss nicht unbedingt dein Finger sein, Väter haben auch Finger und können Babys tragen) zum Saugen an. Ich wünsche euch, dass euer Baby bald aus dieser anstrengenden Phase herauswächst. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo, wir hatten mit unserem 2. Kind genau die gleichen Probleme. Was uns geholfen hat, war die Methode von Dr. Harvey Karp - "Das glücklichste Baby der Welt" (einfach danach googeln). Vor allem das Pucken, also straffe Einwickeln mit einem speziellen Pucktuch, hat unserer Tochte sehr geholfen. Tatsächlich hat sich die ganze Problematik mit drei oder dreieinhalb Monaten sehr gebessert. Heute ist sie knapp 5 Monate und ein total gut gelauntes, liebes, ruhiges, aufmerksames Baby. Sie schreit praktisch gar nicht mehr, außer natürlich wenn sie Hunger hat oder sehr müde ist. Das hätte ich mir noch vor 8 Wochen niemals vorstellen können! Zum Schlafen wird sie nach wie vor gepuckt, weil sie dann länger und ruhiger schläft (auch tagsüber). Lass dich nicht verunsichern, dass es am Stillen bzw. Nicht-Zufüttern liegt! Wie auch Biggy schon geschrieben hat, bei DER enormen Gewichtszunahme bekommt er bestimmt genügend Milch! Alles Gute für Euch! Caro
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