Oppacher123
Hallo liebe Biggi, ich habe schon viel in den Foren gelesen und weiß einfach nicht weiter. Eigentlich wollte ich meine Tochter schon nach dem 6. Monat abstillen, aber sie verweigerte die Flasche (einen Nucki nimmt sie). Auch abgepumpte Milch nahm sie nicht aus der Flasche. Also habe ich fleißig weitergestillt. Nun wird sie in 2 Wochen schon 1 Jahr und ich möchte nun wirklich abstillen. Sie bekommt nur noch gegen 19 Uhr vorm Schlafen die Brust und nachts ca. 2 mal (gegen 1 Uhr und gegen 5 Uhr). Sie möchte die Flasche immer noch nicht. Milch aus einem Becher klappt auch nicht, sie will die Brust. Wir haben vergangene Nacht versucht, dass mein Mann sie versucht zu beruhigen und die Flasche zu geben - sie nimmt sie nicht und lässt sich auch von ihm einfach nicht beruhigen. Im Gegenteil, sie fängt an zu kreischen wenn er ins Zimmer geht. Das geht so lange, bis ich komme - dann wird sie erst ruhig und meckert etwas, bis sie wieder gestillt wird. Ihr Essensplan zieht wie folgt aus: -8 Uhr Frühstück: Milchbrötchen und Joghurt, etwas Obst -11.30 Uhr Mittag: 1 Gläschen oder Familienessen und etwas Kompott -15 Uhr: Croissant/Kuchen o. halbes Obst-Getreide-Glaschen -18 Uhr Abendbrot: etwas Schnitte mit etwas Wiener o.ä., paar Löffel Hipp Milchbrei 19 Uhr: Stillen vorm Einschlafen Wie gehen wir jetzt am Besten vor? Vielen Dank im Voraus.
Kristina Wrede
Liebe Oppacher123, MUSS es denn wirklich schon sein, dass du sie abstillst? Ich frage, weil ich selbst damals wie du dachte. Ich hatte vor, 6 Monate zu stillen weil ich dachte, das ist gut und genügt. Mein Baby sah das anders, weil sie klüger war als ich :-) Im Ernst: Deine Milch ist und bleibt das Beste, was deine Kleine bekommen kann und das weiß sie. Natürlich ist es dein gutes Recht, ihr stattdessen Pre zu geben (das wäre auf jeden Fall die richtige Alternative), aber wenn es nicht wirklich sein MUSS, dann machst du nichts falsch wenn du weiter stillst! Leider kann ich dir keinen 100%ig sicheren Tipp geben, wie du deiner Tochter den Nuckel oder Sauger schmackhaft machen kannst - denn wenn sie ihn so vehement ablehnt, dann hat das seinen guten Grund. Das Saugen an der Brust schenkt deiner Kleinen nicht nur Milch, sondern auch Geborgenheit und Sicherheit, und das ist für viele Babys ebenso wichtig wie die Milch selbst. Da sich die Techniken des Trinkens an der Flasche und an der Brust deutlich unterscheiden und sich ein Flaschensauger ganz anders anfühlt als die Brust, lehnen viele Stillkinder die Flasche ab. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt „Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Wenn aber deine Maus jetzt schon eine 'Allergie' gegen den Papa entwickelt, dann sollte ER es vielleicht nicht sein, der die Flasche gibt. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrößen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Die Becherfütterung ist mit der richtigen Technik keineswegs aufwändiger als die Flaschenfütterung und deshalb durchaus eine Alternative zur Flasche und gerade bei einem Kind ab sechs Monaten lässt sich der Becher gut einführen und die Flasche muss nicht mehr in jedem Fall unbedingt eingeführt werden. Wichtig ist, dass Du wirklich geduldig bleibst. Und vielleicht wäre es ja auch ein akzeptabler Mittelweg, wenn du deine Kleine nur nachts abstillst??? Lieben Gruß, Kristina
Oppacher123
Nachtrag: womit soll ich in diesem Alter überhaupt abstillen, pre oder Folgemilch?
Oppacher123
Ja, für mich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo ich wirklich abstillen möchte - ich habe nun 1 Jahr durchgehalten, doppelt so lange als ich mir eigentlich vorgenommen habe. Ich möchte nun auch mal wieder nach über 1 1/2 Jahren ausgehen. Aber da das junge Fräulein keine Flasche mit abgepumpte Milch annimmt, möchte ich nun endgültig abstillen. Und wer könnte nachts nich die Flasche geben, außer mein Mann? Leider niemand... Können wir denn irgendetwas tun, damit sie sich auch mehr an ihn hinsichtlich nächtliches Trösten gewöhnt?
Kristina Wrede
Liebe Oppacher123, es hilft, wenn das Vertrauen möglichst groß ist, wenn die Bindung sehr stark ist. Also denke ich, dass es sinnvoll wäre, wenn der Papa viel Zeit mit eurer Kleinen verbringt, und nicht nur der "Böse" ist, der zwischen ihr und der Brust steht :-) Lieben Gruß, Kristina
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