Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Antibiotika & Stillen UND bei Streß weniger Milch??

Frage: Antibiotika & Stillen UND bei Streß weniger Milch??

sunnysue

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Hallo ihr Lieben, eigentlich klappt das Stillen bei meiner Kleinen (7 Monate) von Anfang an sehr gut. Jetzt habe ich aber zwei Probleme: Habe eine so schwere Mittelohrentzündung dass ich um eine Antibiotikabehandlung trotz stillen nicht rum komme. Meine Ärtzin meint, das Präparat kann ich nehmen, es kann sein dass die Darmflora von meiner Kleinen aber in Mitleidenschaft gezogen werden kann (Blähungen, Durchfall), keine tolle Aussicht Hab jetzt mit den Tabletten angefangen aber mit schlechtem Gewissen! Und dann habe ich zur Zeit viel Streß und das Gefühl, dass sich meine Kleine beim Trinken recht schwer tut (es dauert sehr lange bis ich den Milcheinschuß merke, habe auch das Geühl, dass sie manchmal nicht recht satt wird). Kann es sein, dass ich vom Streß weniger Milch habe?? Danke, sunny


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe sunny, keine Angst, deine Milch ist nicht plötzlich weg oder sehr viel weniger, es ist vielmehr so, dass eine Frau manchmal so angespannt oder seelisch aufgewühlt sein kann, dass der Milchspendereflex blockiert wird und die Milch deshalb nicht fließt. Wenn dies passiert, dann funktioniert in aller Regel das Abpumpen noch viel weniger, so dass der Eindruck entsteht, die Milch wäre weg. Leider entwickelt sich dann ganz schnell ein Teufelskreis: die Mutter glaubt, sie habe keine Milch mehr, dadurch ist sie noch angespannter und verzweifelter, was zu einer noch stärkeren Blockierung des Milchspendereflexes führt. Deshalb ist es jetzt ganz wichtig, dass DU DIR alle Ruhe und Entspannung gönnst, die Du bekommen kannst. Wenn möglich, lege dich mit deiner Tochter ins Bett und kümmere dich um nichts anderes, als um dein Kind, dich und das Stillen. Ruhe dich aus, gönne dir etwas Gutes (z.B. ein gemütliches Wannenbad mit einer schönen Tasse Tee und Musik, die dir gefällt). Falls Du einen Geburtsvorbereitungskurs besucht hast, setze die Entspannungsübungen, die Du dort gelernt hast gezielt vor dem Anlegen ein. Denke an etwas Schönes und Beruhigendes, zum Beispiel an einen Spaziergang an einem kleinen, plätschernden Bach oder am Meer. Versuche alle Störungen auszuschalten. Du solltest z.B. das Telefon aushängen, und alles was Du brauchen könntest bei der Hand haben. Dazu können ein Glas Wasser oder Saft, ein gesunder Imbiss oder etwas zu lesen gehören. Lass dich von deinem Partner verwöhnen. Wende dich auch einmal an eine Stillberaterin vor Ort und überlege dir, ob Du nicht ein Stillgruppentreffen besuchen magst. Der direkte Kontakt mit anderen stillenden Müttern und einer Stillberaterin ist ungeheuer hilfreich. LLLiebe Grüße Biggi


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