sternenkoenig
Hallo Habe mich vor kurzem bei euch wegen einem kleinen Loch im Vorhof erkundigt. Zur Info meine Tochter ist jetzt 18,5 Monate und wir stillen Mittags bei Bedarf zum einschlafen. Sind wir aber unterwegs kann es auch sein das sie mir einschläft ohne zu stillen. Dann bekommt sie die Brust erst abends und nachts. Seit ca 5 Wochen habe ich am Vorhof ein Loch, das beim Stillen höllisch weh tut. Habe dann euren Rat befolgt und bevorzugt nur eine Seite gestillt. Und klar Pflege der Brust mit Lanolin. Hat auch für 2 Tage funktioniert und die Stelle war kurz gut abgeheilt. So sind wir dann nachts wieder in den normalen Stillrythmus gegangen. Aber nun stehen wir wieder da wo wir vor kurzem standen. Das Loch ist wieder da und ich habe nun beschlossen ab zu stillen. Könnt ihr mir einen Rat geben wie ich das am besten mache? Wie geht mein Kind ins Bett und schläft alleine ein? Denn bis jetzt habe ich sie ja immer gestillt und als sie schlief hab ich sie ins Bett gelegt. Sie muss im Prinzip jetzt erst einmal lernen alleine einzuschlafen. LG Sternenkoenig
Liebe Sternenkoenig, ich denke, auch in deinem Fall könnte die Idee einer stillfreien Zeit (die von Elizabeth Pantley stammt, der Autorin von "Schlafen statt Schreien") in der Nacht sinnvoll sein. Hier fasse ich dir kurz zusammen, wie es geht: Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird (sie verstehen es auch dann, wenn wir denken, sie seien noch viel zu klein um zu begreifen, was los ist!), und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du die stillfreie Zeit nicht zu lang ausdehnen solltest pro Nacht, oder vielleicht doch noch ein bisschen warten und durchhalten solltest. Ich hoffe, das hilft! LLLiebe Grüße Biggi
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