JM1983
hallo, mein sohn (fast 8 monate alt) ist nun nicht das typische stillkind würde ich mal sagen... er hat seit seiner dritten lebenswoche durchgeschlafen (ca. 8 stunden, später 12, nun wieder 10) und daher nur tagsüber gestillt...und das auch nur vier, max. fünf mal (ca. alle vier stunden). er hat sich auch nie gemeldet bei hunger, ich hab ihn meist spätestens nach vier stunden wieder angelegt. anfangs hat er ne viertel stunde pro brust getrunken, ab dem 4. monat dann nur noch jeweils die hälfte (ging anscheinend schneller). zum beruhigen oder einschlafen hat er nie die brust verlangt; probiert hab ichs...aber gerade beim schreien etc. konnte er sich nicht aufs stillen einlassen und dann wurde es nur schlimmer. er bekommt nun schon alle drei breimahlzeiten (mittags, kaffee und abendmahlzeit)...die mahlzeiten hab ich jeweils langsam eingeführt. da er immer, auch beim reinen stillen starke bauchprobleme hatte. da er aber nach startschwierigkeiten ein richtig guter esser ist, hat er dann auch ziemlich schnell auf das stillen zu den jeweiligen mahlzeiten verzichtet. d.h. wir stillen nur noch vormittags...eigentlich :-( nun ist es so, dass das stillen bei uns immer mal durchwachsen war...aber wir haben immer alles überwunden. wir mussten nur durchhalten. das fällt mir momentan schwer... er trinkt morgens ca. ne halbe stunde nach dem aufwachen an einer brust ca. drei minuten lang und verweigert dann; die andere will er gar nicht mehr.das finde ich schon komisch, sollte er nach der langen nacht nicht hunger haben? nun hab ich daher angefangen ihm nach ca. zwei stunden nochmals die andere brust anzubieten.manchmal nimmt er sie, aber auch nur kurz, manchmal nicht und dann nach zwei stunden wieder - die nimmt er so gut wie nie und um 11.00 gibts ja dann den mittagsbrei. zu den breichen und dazwischen bekommt er jeweils tee oder wasser, meist mit milchzucker (bauchgeschichten) aber vormittags verzichte ich wegen dem stillen darauf... das geht nun schon wochen so - also allein durchhalten reicht hier wohl nicht mehr aus :-( stillt er sich tatsächlich selbst ab? aber das bisschen milch morgens ist ja wohl nicht ausreichend oder? mach ich irgendwie was falsch? kann ich ihm die brust wieder schmackhaft machen? kann mir jemand sagen woran das liegt und ob wir ne chance auf besserung haben? was mach ich wenns tatsächlich nicht besser wird? LG und Danke schon vorab für die hilfe JM
Liebe JM, dein Kind bekommt schon sehr viel Beikost und in diesem Alter braucht es mehr Milch. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Ein acht Monate altes Kind stillt sich nicht selbst ab, es streikt eventuell an der Brust oder es ist saugverwirrt. Am besten wendest Du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Ich suche dir gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst. Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
JM1983
oje... so etwas hab ich mir schon gedacht...:-( :-( :-( für die beikost hab ich mir extra drei bücher besorgt...und laut denen bin ich gut im plan was das angeht...aber in verbindung zum stillen sind sie eher unzureichend an informationen. was mach ich denn jetzt. soll ich nun zwischen den breimahlzeiten wieder stillen. aber dann ist mein kleiner ja quasi immer am essen... wird das dann nicht auch zu viel. wenn er überhaupt trinkt? da unser stillen schon ab und an mal schwierig war, kenn ich die meisten der o.g. tipps schon. es ist immer wieder verschieden, ob sie helfen oder nicht. würde mich daher sehr über weitere hilfe in meiner nähe freuen... mein plzl ist die 16269 Wriezen. das ist leider sehr ländlich; gibt es denn hier überhaupt etwas? jetzt bin ich schon etwas erschrocken und traurig...und das, wo ich eh schon immer am zweifeln bin, ob ich was falsch mache... vielen dank JM
Liebe JM, ich würde vor der Beikost immer anlegen und dann weiterhin die beikost anbieten (wahrscheinlich werden einfach die Portionen kleiner). Wenn dein Kind die Brust nicht nimmt, kannst Du Säuglingsmilch zufüttern, allerdings würde ich diese nicht mit der Flasche geben, sondern eine alternative Fütterungsmethode wählen (Becher, Löffel). In deiner direkten Nähe gibt es leider keine Kollegin, am besten siehst Du selbst nach, wer für dich am günstigsten liegt. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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