Hasi2405
Guten Abend! Ich wollte Ihnen ein paar Fragen stellen. Ich musste jetzt aus medizinischen Gründen (Mastitis, Milchgang versopft, Entzündung...) abstillen. Seit dem 06.03. nehme ich Abstilltabletten Bromocripin ein und musste heute beim duschen feststellen, dass ich immer noch ein paar Tropfen Milch habe, ein mal kam sogar was festes raus, wie Quark. Ist das normal? Ich musste heute eigentlich meine letzte Tablette trinken, aber wenn die Milch noch da ist, muss ich die Tabletten weiter trinken? Ich dachte eher, dass die Milchreste vom Körper ausgeschieden werden. In den Brüsten verspüre ich auch ein leichtes Brennen und Stechen, ist das die Ausscheidung der Milch? Ich bin gerade etwas überfragt und verzweifelt, da mein Arzt heute nicht da war und meine Hebamme ist im Urlaub. Über Ihre Hilfe bin ich Ihnen sehr dankbar. Liebe Grüße
Liebe Hasi2405, Sie MÜSSEN sicherlich nicht abstillen, wenn Sie das nicht möchten, bei einer Entzündung ist es sogar besser, wenn weiter gestillt wird und die Milch am Laufen gehalten wird. Wenn jetzt eingedickte Milch aus der Brust kommt, ist das normal, keine Sorge. Bromocriptin ist mehr als umstritten und wirkt keineswegs so, dass sofort die Milchbildung unterbunden wird. Im Gegenteil: Außerhalb der unmittelbaren Neugeborenenperiode kann er sogar gar nicht wirken, so dass nur die nicht unerheblichen Nebenwirkungen bleiben können. Auch unter Bromocriptin muss die Brust immer so weit entleert werden, dass die unangenehme Spannung nachlässt. Anschließend empfiehlt es sich die Brust zu kühlen (20 Minuten). Wichtig ist, dass die Frau weiß, dass es nach dem Absetzen des Medikamentes wieder zu einer erneuten Milchbildung kommen kann. Das Stechen könnte auf einen Soorbefall hindeuten, haben Sie in letzter Zeit Antibiotika genommen? Die Diagnose Soor muss von einer Ärztin/Arzt gestellt werden. Mögliche Symptome für eine Soorinfektion bei der Mutter sind: starke Schmerzen der Brustwarzen oder der Brust, die seit der Geburt auftreten, während der gesamten Stillmahlzeit anhalten und durch verbesserte Stillpositionen und Anlegetechniken nicht gelindert werden können, plötzlich einsetzenden Schmerzen der Brustwarzen und/oder Brust nach Ablauf der Neugeborenenperiode, juckende oder brennende Brustwarzen, die rosa oder rot, glänzend und fleckig aussehen und/oder mit einen Ausschlag aus kleinen Bläschen bedeckt sind, offene Brustwarzen, stechende Schmerzen in der Brust während oder nach dem Stillen, schmerzende Brustwarzen und/oder Brüste bei korrektem Gebrauch einer vollautomatischen elektrischen Milchpumpe, Infektionen der Scheide mit Hefepilzen (Monilia). Mögliche Symptome für eine Soorinfektion beim Baby sind: Windelausschlag, cremige, weiße Ablagerungen auf der Innenseite des Munds, der Wangen oder der Zunge des Babys, das Baby wendet sich wiederholt von der Brust ab, ein klickendes Geräusch beim Stillen oder Brustverweigerung (weil es einen schmerzempfindlichen Mund hat), Blähungen und Quengeln in seltenen Fällen kann Soor mit zu einer langsamen Gewichtszunahme beitragen. Das Baby muss keine sichtbaren Symptome haben. Wenden Sie sich am besten an Ihre Ärztin/Arzt und lassen Sie Ihre Brust anschauen. LLLiebe Grüße, Biggi
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