Selda77
Hallo! Mein Sohn ist 5 Monate und wollte nach dem 6. Monat eigentl aufhören. Meine Hebamme meint ich sollte langsam damit anfangen die Brust Morgens und Abends zu geben, evtl mal kurz zwd. Aber mein Problem ist das über den Tag verteilt er ab und zu an die Brust möchte, ich es dann auch tue und er intensiv für 3 Minten ca trinkt. Nur denke ich mir so schaffe ich es mit dem Abstillen nie und für die "kleine" Menge jetzt ne Flasche gemacht zu haben geht ins Geld. Ich hab es halt noch nicht raus zu wissen ob er jetzt wirklich Hunger hat oder einfach nur zum kuscheln an die Brust möchte. Soll ich Ihm dann ein Gläschen mit zB Birne anbieten? Gläschen (Beikost) bekommt er ja schon über den Tag mal verteilt. Und auch die Flasche (Zwiemilch seit 3 Monaten) Aber wie gesagt ich weiß halt einfach nicht wie ich es schaffen soll nur Morgens und Abends ihm die Brust zu geben...Geschweige denn Ihm dann gar nicht mehr die Brust zu geben. Und wie verfahre ich dann Nachts wenn es soweit ist? Ab und an ist es so wenn er quängelt das ich Ihm die Brust anbiete. 50-50 Chance das er sie dann nimmt und sich beruhigt. Manchmal ist er aber so im Wahn das die Brust auch nicht mehr hilft. Nuckel nimmt er gar nicht. Aber man kann ja trotz alledem wenn man nicht mehr stillt Ihn an die Brust nehmen bei Angst etc?! Aber so hört die Milchproduktion ja nie auf oder? Ach ja ist das schwierig (für mich) :) Danke schon mal für Eure Antworten!
Liebe Selda77, dein Baby ist gerade erst 5 Monate alt, es braucht noch Milch und die Beikost sollte diese keinesfalls schon ersetzen! Wenn Du jetzt nicht mehr stillen magst, solltest Du zur Flasche hin abstillen und einfach kleinere Mengen anbieten. Du könntest aber auch einfach noch weiterstillen und langsam mit der Beikost beginnen und diese dann langsam steigern. Dein Baby hätte so noch deine wertvolle Muttermilch und Du könntest es weiterhin nach bedarf anlegen. Wenn Du jedoch dein Kind bis zum Alter von sechs bis sieben Monaten vollständig abgestillt haben willst musst Du zunächst zur Flasche hin abstillen, da das Kind noch zu jung für alleinige Beikost ist. Dabei gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Du beginnst, bleibt dir überlassen. Nach Möglichkeit solltest Du nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Besprich mit deiner Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Du verwenden solltest. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Du kannst verschiedene Sorten Ersatzmilch anbieten, vielleicht schmeckt deinem Baby die probierte Sorte nicht. Für das komplette Abstillen solltest Du in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Du Probleme mit der Brust vermeiden willst und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi
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