khaki
Guten Tag, mein Sohn (18 Mo.) wird seit 6 Mo. nur noch 1x nachmittags gestillt. Ich hätte mit dem Stillen längst aufgehört, traute mir aber nicht, da es ihm sehr wichtig zu sein schien. Nie wirkt er sonst so glücklich, wie beim Stillen, um nichts kämpft er so vehement… Das Problem: 1x täglich reicht ihm oft nicht (auch findet er beim Stillen kein Ende). Wenn ich ihm nicht entgegenkomme, wird er sehr zornig. Diese Auftritte belassten mich sehr und möchte u.a. deswegen abstillen. Ich mache diesen Schritt ungern, möchte dem Kleinen noch nicht die schönsten Augenblicke des Tages (resp. Nähe, Geborgenheit, Sicherheit…) wegnehmen und befürchte Folgen für seine Seele. Ist es berechtigt? Wie löse ich diese Situation? Kann er die dadurch entstandenen Defizite ausgleichen? Er hat nie einen Schuller, einen Kuscheltuch oder ähnliches genommen, auch keine Flaschenmilch. Ansonsten ist er ein offenes, neugieriges Kind, nicht schüchtern oder ängstlich. Vielen Dank!
Kristina Wrede
Liebe khaki, darf ich dirmit einer Gegenfrage antworten? Wenn du siehst, dass ihm das stillen so wichtig ist, und dass es ihm so gut tut, ihm aber das eine Mal am Nachmittag zu wenig ist, warum gibt es dann nicht die Alternative, dass ihr wieder öfter stillt? Du wirst jetzt sicher sagen, dass du froh bist, dass es mit einem Mal am Tag so gut geklappt hat, und dass häufigeres Stillen jetzt doch ein eindeutiger Rückschritt wäre, eine Falle, aus der es kein Entkommen mehr gibt... Tatsache ist, das Stillen IST für kleine Menschen im Alter deines Sohnes wichtig und GUT. Und dabei geht es gar nicht so um deine Milch, sondern um deine Bereitschaft, seine Bedüfnisse zu erkennen und zu befriedigen. DAS hilft unseren Kindern enorm zu einem stabilen Selbst-Bewusstsein, denn sie sehen sich selbst in dem, was WIR von ihnen BEWUSST machen. Und so möchte ich dich heute vielmehr ermutigen, vielleicht doch einen bewussten Schritt zurück zu machen und dich deinem Sohn und seinen Bedürfnissen ohne Furcht, etwas falsch zu machen, zu öffnen und ihm zu geben, was er braucht. Glaub mir (und ich war auch einmal gaaaanz anderer Meinung...): Du wirst es nicht bereuen, denn DIES ist der richtige Weg, nicht das Unterdrücken dessen, was wichtig für eine gesunde Entwicklung ist :-) Natürlich lassen sich diese Bedürfnisse auch ohne Stillen befriedigen, nur ist das einfach von der Natur der Sache her dann viel "aufwändiger", das spürst du ja auch schon... Ich hoffe, diese Antwort hilft dir, auch wenn sie vielleicht anders ausgefallen ist, als du gehofft hast :-) Lieben Gruß, Kristina
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