Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, erstmal bedanke ich mich ganz herzlich für deine ratschläge mit deren hilfe ich heute noch (mein sohn wird am samstag 1 jahr alt), nach den ganzen schwierigkeitem (später milcheinfluss, keine beratung im kh und und und) erfolgreich stille........ schweres herzens aber langsam kann ich nicht mehr (will bis mitternacht halbstündlich und dannach alle 2 std an die brust- war schon immer so) möchte ich abstillen ich hatte es geschafft ihm mittags keine brust zu geben, aber dazwischen tat er mir leidt denn er trinkt nichts anderes ( ich bitte immerwieder was an) essen : morgens joghurt, mittags halbes mittagsmenü, nachmittags obst und abend keks, vom tisch ab und zu dies und jenes( kein grosser esser) aber sehr lieb brav und aufgeweckt..bin ganz stolz in der arztpraxis wurde mir geraten 3 tage zu verreisen und ihm von dem papa te wasser oder schnuller nachts anzubieten bis er die brust vergessen hat... meine fragen an dich : -was und wie würdest du mir raten abzustillen -was hälst du von der harten methode?.. -müsste ich dann eine abstilltablette nehmen oder abpumpen -könnt ich ihn drei tage nachts mit dem papa lassen und tagsüber doch da sein und die brust verweigern wie soll ich vorgehen um uns beiden zu helfen danke dir nocheinmal (hoffentlich) für deine hilfe p.s. mamas stillt und habt geduld wenn es nicht gleich klappt, ärzte raten zu schnell , flasche und beikost zu geben
Kristina Wrede
Liebe rena75, könnte es eine Möglichkeit sein, dass du ihn nachts abstilst und ihm morgens früh und abends zum Einschlafen noch das Stillen lässt? Erfahrungsgemäß fällt es Kindern leichter, auf einen Teil des Stillens zu verzichten, wenn sie es nicht gleich ganz aufgeben müssen. Wenn das für dich eine Möglichkeit wäre, helfen euch vielleicht unsere Tips zum Thema "Stillfreie Zeit in der Nacht": Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das erst im Herbst auf Deutsch erschienen ist und das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Wenn du doch lieber ganz abstillen möchtest, dann lieber nicht auf die "harte Tour". Sie beendet nämlich nicht nur die Stillzeit, sondern auch das Vertrauensverhältnis, das ihr bislang hattet. Denn dein Kind wird nicht verstehen können, warum es dich plötzlich nicht mehr hat. Das führt zu Verlust- und Trennungsängsten. Es gibt wirklich bessere Wege... auch wenn die Geduld erfordern - es lohnt sich allemal! Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt „biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass du deinem Kind die Brust nicht von sich aus anbietest, aber auch nicht ablehnst, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, die Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Du musst die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass ihr viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmt, die deinem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn du dein übliches Verhalten in bestimmten Situationen veränderst. Wenn du zum Beispiel sitzen bleibst anstatt dich hinzulegen, wenn du dein Kind zum einschlafen bringst. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal ist es sinnvoll, wenn der Vater das abendliche Zubettbringen übernimmt. Manchmal bringt es das Abstillen auch weiter, wenn du das Stillen immer dann, wenn dein Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschiebst. Das kannst du flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Du kannst auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst dein Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir, dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedesmal deinem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Du kannst dein Kind ja in der ersten Zeit zuerst stillen und dann deinem Partner übergeben. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist einNachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Mit Geduld, Ruhe und viel Liebe, werdet ihr das schaffen. Ob dein Baby noch einen Ersatz für die Brust braucht, hängt von deinem Kind ab. Wie so ziemlich alles, ist auch das Saugbedürfnis etwas, was individuell unterschiedlich ausgeprägt ist. Wenn ein Kind keinen Schnuller nimmt und nach dem Abstillen aus einem Glas oder Becher trinkt, aber noch ein ausgeprägtes Saugbedürfnis hat, dann wird es sich irgend etwas suchen, um dieses Bedürfnis zu befriedigen (Finger, Lutschtuch, Kissenzipfel ...). Bei einigen Kindern ist das Saugbedürfnis jedoch nicht mehr so stark ausgeprägt und sie können nach dem Abstillen problemlos ohne einen "Saugersatz" auskommen. Ich hoffe, diese Antwort hilft dir weiter! Lieben Gruß, Kristina
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