Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe meine Tochter 6 Monate voll gestillt. Jetzt ist sie 7,5 Monate, inzwischen habe ich schon mittags, nachmittags und abends Brei eingeführt. Dies tat ich so schnell, da ich sie seit ihrer Geburt alle 1,5 bis 2 Stunden rund um die Uhr gestillt habe und Schlafmangel mein ständiger Begleiter ist (habe noch zwei Kinder). Hoffte dass sie dann länger aushält, was am Tag auch der Fall ist. Außerdem hat sie Zähne bekommen und bekommt gerade welche, sie hat mich so gebissen wie ich es noch nicht kannte. Jetzt möchte ich nachts auch aufhören und sie nur noch morgens stillen, habe aber von den Depressionen gehört, die so schnelles Abstillen auslösen können, und Angst davor, da ich bereits zweimal unter Depressionen litt (1997 und 2005)- unabhängig von Geburten oder Stillen. Wenn Depressionen folgen, in welchem zeitlichen Abstand zum entgültigen Abstillen zählen sie noch als Folgen des Abstillens? Ist das Beschriebene aus Ihrer Erfahrung zu abrupt, sollte ich doch noch öfter stillen, allerdings habe ich das Gefühl das meine Erschöpfung - sollte es nächtens so weiter gehen ebenfalls eine erneute depressive Phase auslösen könnte. Sollte ich besser keine homöopathische Unterstützung wie Phytolacca nehmen um die Milchmenge zu mindern? Bis jetzt habe ich noch nichts genommen, nur weniger gestillt und Salbeitee getrunken. Vielen Dank LG Nicole
Liebe Nicole, beim Abstillen solltest Du dir schon Zeit lassen und pro Woche nicht mehr als eine Stillmahlzeit ersetzen. Ich zitiere dir aus einem Fachbuch zum Thema Postnatale Depression und Stillen: "Wenn irgend möglich, sollte ein abruptes Abstillen vermieden werden. Stillen ist kein physiologischer Entstehungsfaktor für postnatale Depressionen. Die hormonellen Veränderungen nach der Geburt verlaufen bei stillenden Müttern allmählicher. Der Abstillprozess bei Müttern mit postnataler Depression sollte als ein wichtiger Teil der Behandlung von stillenden Müttern mit postnatalen Depressionen betrachtet werden. Es gibt physische, hormonelle und seelische Veränderungen während des Abstillens, die die Depression der Mutter beeinflussen können. Ein plötzliches Abstillen erhöht das Risiko, dass die Mutter eine Brustentzündung und einen Brustabszess entwickelt. Diese Komplikationen können ihre Behandlung komplizieren. Plötzliches Abstillen kann auch das Hormongleichgewicht der Mutter verändern. Sollte ein Zusammenhang zwischen der Depression und dem Hormonhaushalt der Mutter bestehen, könnte die Depression dadurch verstärkt werden. Derartige Hormonveränderungen können besonders für eine zu Depressionen neigende Mutter überwältigend sein (Susman und Katz, 1988). Für eine Frau mit einem ernsthaften psychiatrischen Problem könnte das Risiko noch höher sein. Abstillen kann auch als ein emotionaler Verlust empfunden werden, da Stillen für die meisten Frauen mehr bedeutet, als ein Baby zu ernähren. Stillen ist auch eine Möglichkeit, Liebe und Trost zu geben und zu empfangen. Für viele Frauen ist Stillen das einzig Positive, was nur sie allein für ihre Babys tun können, selbst wenn sie gerade eine schwierige Zeit durchzustehen haben. Wird ihnen das plötzlich weggenommen, können sie sich als unnütz und unfähig, als durch jede andere Pflegeperson ersetzbar empfinden." Aus "The Breastfeeding Answer Book" revised edition 1997. Sprechen Sie doch einmal mit einer Beraterin vor Ort, die Ihnen weitere Tipps zum Abstillen geben kann. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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