Mitglied inaktiv
Ich weiss nicht genau wie ichs sagen soll, meine Maus ist nun 20 Monate, wurde bis zum ende 8. Monat komplett gestillt und jetzt wird sie noch 3x am tag gestillt! Morgens nach dem Aufstehen, mittags zum mittagsschlaf und abends vorm zubettgehen. Ich möchte eigentlich abstillen, weil ich irgendwie nicht mehr kann. Morgens stillen ist ok aber meistens wacht meine tochter sehr früh auf und benutzt dann meine brust zum weiterschlafen, so das ich dann so 1-2std. mit ihr im sessel sitze und mir der rücken weh tut, der ehrlichkeitshalber will ich noch sagen das ich ich selber meist auch weg döse! Mittags schläft sie immer sehr schnell ein und ich kann sie ins bett legen! Find ich klasse, ohne brust macht sie aber keinen mittagsschlaf und ist abends total durch kann aber meistens nicht schlafen. Abends bekommt sie die brust und lässt dies meistens nach 20 min. los und dann kommt papa und bringt sie ins bett, klappt aber nur wenn sie bei papa auf dem Arm einschlafen kann. Bis vor 2 Monaten ist sie auch hier in stindenlanger stillarbeit nur an meiner brust eingeschlafen. Nachts schläft sie durch oder aber schläft alleine wieder ein, schlimmstenfalls auf dem arm aber nicht an der Brust! Ich glaub das ist alles ein wenig verwohren, mein problem ist einerseits will ich weiterstillen, weil meine kleine Mittagsschlaf bekommen soll und weil sie es genisst und ich es auch toll finde, die nähe und das es was ganz besonderes ist was nur ich und sie teilen können und auch noch weil es bei bereits zwei durchgemachten magen-Darm Infekten das einzigste war was den KH aufenthalt verhindert hat! Andersherum möchte ich morgens auch mal liegen bleiben können(WE) und papa geht zu ihr, möchte mal nen tag weg, ohne immer auf die Uhr schauen zu müssen (wann muss ich stillen z. B. mal einkaufen), mitnehmen geht auch nicht immer. Bin ich jetzt egoistisch? Auch tut mir bereits der rücken weh von im sessel sitzen beim stillen, die Brustwarzen tun teiweise auch weh, meine tochter hat ja scho zähne, ist zwar sehr vorsichtig aber so beim einschlafen....! Na ja , vielleicht können sie mir weiterhelfen, bin ziemlich hin und her und durcheinander
Kristina Wrede
Liebe Punti1, ich lese aus deinen Zeilen, dass du gern abstillen würdest, aber meinst, dass das deinem Kind schaden könnte. Abstillen an sich schadet keinem Kind, doch es spürt ganz genau, wenn Mama gemischte Gefühle hat, oder vielleicht sogar Gewissensbisse. Diese Unsicherheit überträgt sich auf das Kind, es klammert umso mehr. Nicht, weil es brustfixiert wäre (das sind manche Erwachsene, aber keinesfalls ein kleines Kind!), sondern weil seine Instinkte ihm immer noch signalisieren, dass Mutters Brust = Sicherheit bedeutet. Er hat nicht viele Alternativen, und ganz klar fehlt ihm die intellektuelle Reife zu begreifen, was Abstillen bedeutet. Mach es deiner Tochter leichter und glaub daran, dass es ok ist, ein Kind abzustillen, wenn man nicht weiter stillen MAG. Ja, es ist wirklich ok! Es heißt ja nicht, man MUSS so oder so lange stillen, um eine gute Mutter zu sein. Sondern nur: Wenn Mutter und Kind es genießen, dann KÖNNEN sie weiter stillen ohne Angst davor, dass es einem von ihnen schaden könnte. Konkret: Entscheide, was du WILLST. Teile das mit, akzeptiere die Reaktionen deines Kindes als das, was sie sind: Ausdruck davon, dass es anderer Meinung ist, und halte an deiner Entscheidung fest in der Überzeugung, dass es ok ist. Allein die Veränderung der zu Grunde liegenden Einstellung bewirkt Wunder, glaub mir! Abstillen IST NICHT DRAMATISCH. Wir machen es nur dazu, wenn wir unsicher sind und uns vor den Gefühlsäußerungen unserer Kinder fürchten (vielleicht, weil mit unseren eigenen in diesem Alter lieblos umgegangen wurde?). Sonst würde ich wirklich jeder Mutter empfehlen, so früh abzustillen, dass ihr Kind das noch nicht "mitbekommt" - was ich ja nicht tue... Tatsache ist aber auch, dass du nicht von heute auf morgen abstillen solltest, da das für dich und dein Kind negative Auswirkungen haben kann. Allmähliches Abstillen ist da wirklich die beste Lösung, in dem du z.B. erst tagsüber abstillst und dann nachts. Mit der "nicht anbieten, nicht ablehnen"-Methode oder der Ablenk-Methode kommst du tagsüber sicher schon ein gutes Stück voran. Ein radikaler Brustentzug wird für dein Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedes Mal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. Lieben Gruß und nur Mut! Kristina
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