Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

abstillen

Frage: abstillen

Mitglied inaktiv

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liebe kristina, mein sohn(geb.5.8.07)ist 69cm+9kg schwer.bis zur 20ten woche wurde er voll gestillt(nach bedarf)seit dem bekommt er brei mitlerweile ca 180g mittags+150g abends,am nachmittag haben wir vor kurzem angefangen(ca60g).zum einschlafen wird er gestillt(aus gewohnheit+weil er nur beim stillen oder im tuch einschläft)er trinkt gegen 19h,0h,3h,6h,9h,ab 6h ist er meist wach.am tag mag er meist gar nicht an die brust,lässt sich durch alles ablenken,nur leider trinkt er aus keiner flasche(egal welcher sauger).auch den schnulli mag er nicht..beisst nur drauf rum(hat schon 6zähne)ich würde gerne nachts abstillen weiss aber nicht wie odr ab wann.timm schläft bei mir im bett mein patner ist schon ins kinderzimmer umgezogen,was wir gern wieder ändern würden,haben sie rat?ich lebe auf fuerteventura(wo ich leider weder rat noch hilfe habe)wir ziehen aber noch diese woche um,in die nähe von kiel.mit sonnigen grüssen esther


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Liebe Esther, wenn jetzt eine Veränderung wie der Umzug bevorsteht, würde ich noch nicht abstillen. Dein Sohn kann die Geborgenheit und den Trost an deinen Brust gut gebrauchen, um mit der Veränderung klar zu kommen. Vielleicht magst du ihm doch noch ein paar Wochen schenken? Wenn du dann die Nächte stillfrei bekommen möchtest, erkläre Deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich Dein Kleiner dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste ihn und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim „Nein“, bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von Dir aus Deinem Kind die Brust anbieten – so lernt er, dass er sich auf Dein Wort verlassen kann. Gegebenenfalls kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", je älter sie sind, desto einfacher. Und nein, einen Knacks musst du nicht befürchten, denn du stehst ihm ja bei. Oft haben wir soviel Angst davor, dass unsere Kinder schreien oder wütend sind, dabei sind das ganz normale und auch wichtige Gefühlsäußerungen, die wir ihnen nicht nehmen und nicht vorenthalten sollten. Wichtig ist, wie wir damit umgehen: Zeigen wir dem Kind, dass es ok ist, und dass davon die Welt nicht untergeht, es nicht bestraft wird durch Trennung, Schimpfen, Vorwürfe oder gar Schläge, dann lernt es allmählich damit umzugehen. UND: Wir verstärken damit sogar die Vertrauensbande zwischen uns, viel mehr, als wenn wir aus Furcht vor einer heftigen Reaktion des Kindes alles nur erdenkliche unternehmen, um ihm alles recht zu machen... Damit machen wir uns schwach und sind unseren Kindern kein Halt! In Kiel kannst du meine Kollegin Angela Canal unter Tel. 0431 - 239 00 66 anrufen. Sie kann dich sicher gut beraten, wenn du Fragen hast und gern einen Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort hättest. Lieben Gruß, Kristina


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vielen vielen dank für die lange und ausführliche antwort!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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