Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Abstillen

Frage: Abstillen

Mitglied inaktiv

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Hallo Ich möchte Abstillen...und will nach Möglichkeit ohne Tabletten abstillen. Wie kann ich das am besten? Unser Sohn bekommt von 15.30Uhr - 0.00Uhr schon die Flasche. LG und danke Suenn83


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Liebe Suenn83, wenn Du ganz allmählich abstillst, wirst Du keine Tabletten oder ähnliches brauchen. Die Brust merkt, dass weniger Milch gebraucht wird und stellt sich darauf ein. Hast Du einen festen Termin vor Augen, bis zu dem Du abgestillt haben möchtest? Wie alt ist Dein Baby? Herzlichen Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Hallo Da ich nächste Woche Donnerstag meinen Frauenarzttermin habe würde ich schon ganz gerne bis dahin abgestillt haben. Mein Sohn ist 5Wochen alt. Leider bekommt er trotz häufiges Stillen nicht genug Muttermilch und da ich nicht noch zusätzlich zufüttern möchte wegen der Saugverwirrung möchte ich lieber gleich komplett auf´s Fläschen umstellen. Liebe Grüße Suenn83


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Liebe Suenn83, ich habe nochmal die früheren Beiträge durchgeschaut und sehe, dass Sie schon ziemlich zu kämpfen haben mit dem Stillen. Ich kann so gut nachvollziehen, wie frustrierend es für Sie sein muss, dass Ihre Milch anscheinend nicht genügt, um ihr Kind ausreichend zu versorgen. Immerhin haben Sie sich ja schon in der Schwangerschaft Gedanken darüber gemacht, ob es wohl klappen wird. Wäre ich in Ihrer Nähe, würde ich Sie gern umarmen und Ihnen sagen, dass es ok ist, die Lust am Stillen zu verlieren, wenn es ja doch nicht zu klappen scheint! Trotzdem möchte ich Ihre Entscheidung noch einmal in Frage stellen und hoffe, Sie nehmen mir das nicht übel. Ihr Sohn ist noch so klein und Sie stehen grade noch am Anfang Ihrer Stillbeziehung, und die meisten Stillprobleme lassen sich WIRKLICH in den Griff bekommen, auch eine langsame Gewichtszunahme!! Haben Sie es denn probiert mit dem Abpumpen? Und Ihrem Sohn den Rahm Ihrer Muttermilch gefüttert? Waren Sie schon wieder bei der Kinderärztin zum Wiegen? Wieviel hat die Waage angezeigt? Nicht jedes Baby, das per Flasche UND Brust ernährt wird, leidet unter Saugverwirrung. Abgesehen davon gäbe es auch eine Vielzahl an Fütterungsmethoden ohne Flasche... Falls Sie der Stillbeziehung noch einen Versuch widmen wollen, würde ich Ihnen ans Herz legen, sich mit einer Still- und Laktationsberaterin IBCLC in Verbindung zu setzen. Wo Sie eine finden entnehmen Sie der Webseite www.bdl-stillen.de, dann auf Stillberatung klicken und in der Karte, die dann angezeigt wird, Ihr PLZ-Gebiet anklicken. Diese Frauen beraten zwar in der Regel nicht kostenlos, doch die gesundheitlichen Vorteile des Stillens (mal ganz abgesehen von den praktischen und finanziellen Aspekten) sind so groß, dass es sich "lohnt", eine Beratung in diesem Falle auch zu bezahlen. Vielleicht wäre auch Ihre Krankenkasse bereit, die Kosten zu erstatten... Wenn Sie jedoch auf jeden Fall abstillen möchten, hänge ich Ihnen unten einen ausführlichen Text über die verschiedenen Möglichkeiten an, die sich bei Ihnen bieten. Ich hoffe, die Informationen sind Ihnen hilfreich. Herzlichen Gruß, Kristina Aus dem „Handbuch für die Stillberatung“ der La Leche Liga Deutschland: Plötzliches Abstillen Auch wenn es manchmal unvermeidlich ist – zum Beispiel bei einer Mutter, die aufgrund einer Krebserkrankung unverzüglich mit einer Chemotherapie beginnen muss –, ist ein plötzliches Abstillen für Mutter und Baby meist schwierig. Dafür gibt es mehrere Gründe: Körperliche Beschwerden und mögliche gesundheitliche Komplikationen für die Mutter. Auch wenn die Mutter aufhört zu stillen, produziert ihr Körper weiterhin Milch. Wird diese Milch nicht teilweise entleert, werden die Brüste der Mutter übervoll und es kommt zu einer Brustdrüsenschwellung, die zu einer Brustentzündung oder einem Brustabszess führen kann. Plötzliche Hormonschwankungen bei der Mutter, die Depressionen auslösen oder verstärken können. Das beim Stillen freigesetzte Hormon Prolaktin steht im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden. Plötzliches Abstillen führt zu einem plötzlichen Abfall des mütterlichen Prolaktinspiegels. In den ersten Monaten postpartum, wenn der Prolaktinspiegel der Mutter am höchsten ist, können dadurch Trauergefühle und Depressionen ausgelöst werden. Diese Hormonschwankungen können besonders bei einer zu Depressionen neigenden Mutter äußerst stark ausgeprägt sein (Susman und Katz, 1988). Das Risiko ist unter Umständen bei Frauen mit ernsthaften psychischen Problemen noch höher. (...) Ein emotionales Trauma für das Baby. Stillen ist mehr als nur eine Art der Ernährung. Es stellt auch eine vertraute Quelle für Nähe und Trost dar. Plötzliches Abstillen kann beim Baby den Eindruck hinterlassen, die Mutter habe ihm mit der Brust auch die Liebe entzogen. Allmähliches Abstillen hingegen erlaubt der Mutter, den Verlust des Stillens für das Baby durch Allmähliches Abstillen Allmähliches Abstillen ist sowohl für die Mutter als auch für das Baby einfacher als plötzliches Abstillen. Allmähliches Abstillen – durch das Weglassen von einer Stillmahlzeit täglich alle zwei bis drei Tage – ermöglicht es, dass sich die Milchbildung der Mutter langsam verringert, ohne dass es zu Brustschwellungen oder anderen Unannehmlichkeiten kommt. Außerdem hat die Mutter so die Zeit, um sicherzugehen, dass sich ihr Baby gut an diese Veränderung anpasst und um ihm zusätzliche liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken, die es als Ersatz für die Nähe beim Stillen braucht. Ist das Baby jünger als neun Monate, besteht das Abstillen hauptsächlich darin, einige der Stillmahlzeiten durch Flaschenmahlzeiten zu ersetzen. Voraussichtlich wird das Baby nicht so oft eine Flaschenmahlzeit benötigen, wie es gestillt wurde.


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