Mitglied inaktiv
Liebe kristina heindel, mein sohn ist jetzt neun monate, er wird nach bedarf gestillt, d.h. am tag ca. aller 2 stunden und in der nacht kommt er ca. 3x. seit vollendeten 6. mo biete ich beikost an, er probiert und kostest hier und da mal, manchmal auch mal mehr, aber keine vollständigen mahlzeiten. Mir scheint manchmal, er wartet noch auf das, was ihm wirklich schmeckt?!? Eigentlich dachte ich ja, das ich dadurch nach und nach abstillen kann, aber das scheint bei meinem sohn nicht der fall zu sein. Auch wollte ich nicht erst mit flaschenmilchnahrung anfangen, aber langsam geht es bei mir an die substanz und der permanente schlafmangel ist auch nicht so das wahre. Deswegen würde ich mich über ein paar praktikable abstilltipps freuen. So das er dann spätestens mit einem jahr „abgekoppelt“ ist. Vielleicht können sie mir auch eine stillgruppe in der nähe empfehlen (02699), weil gleichgesinnte, die so lange stillen, treffe ich selten, vielleicht lässt es mich dann auch wieder gelassener mit den thema umgehen. Vielen dank. saritsch
Kristina Wrede
Liebe Saritsch, so ganz in der Nähe ist leider keine LLL-Beraterin, die nächste sitzt in Weißwasser, Anja Schöbel, Telefon 03576 - 24 11 19. Die AFS-Beraterinnen sind auch nicht näher dran (Nieschütz/Oberseifersdorf/Hörnitz). Vielleicht "wagen" Sie also doch den Anruf bei Anja Schöbel... Ja, das mit der Beikost ist so eine Sache. Wenn ich mich zurück erinnere... mein 2. hat erst mit etwa 2 Jahren "richtig" gegessen, was bedeutet, mehr als einen Eierbecher voll fester Nahrung. Am liebsten hatte er Nudeln, einfach nur nackte Nudeln... da konnte er alle 3 bis 4 Tage mal einen Teller voll wegfuttern. Ich war dann doch froh zu wissen, dass der durch die MuMi noch wichtige Nährstoffe erhielt. Aber wenn man an der Grenze ist, dann ist das auch nicht einfach... und es ist absolut legitim, wenn eine Mutter dann sagt: Ich mag nicht mehr. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Je weniger Beikost ein Baby zu sich nimmt, desto mehr Milchmahlzeiten sind erforderlich. Wenn Sie weniger als diese "Mengen" Stillen möchten, werden Sie bis zum vollendeten ersten Lebensjahr zwangsläufig auf künstliche Säuglingsmilch zurück greifen müssen, und auch die Flasche oder ein Schnuller könnten nötig sein, um das Saugbedürfnis Ihres Sohnes zu befriedigen. Konkret müssten Sie so vorgehen, dass Sie einzelne Stillmahlzeiten wegfallen lassen bzw. durch eine Flaschenmahlzeit ersetzen. Das können Sie erreichen durch Ablenkung, wenn Sie zum Beispiel wissen, dass Ihr Baby immer, wenn Sie telefonieren, an den Busen möchte, sollten Sie die Telefonate möglichst dann erledigen, wenn Ihr Baby sie nicht mitbekommt. Weitere praktische Hinweise zum allmählichen Abstillen bietet das "Handbuch für die Stillberatung" der La Leche Liga: Die meisten Kinder haben bestimmte Zeiten und bestimmte Orte, wo sie gestillt werden wollen. Überlegen Sie, welche Möglichkeiten es gibt, Ihren Tagesablauf so zu verändern, dass Ihr Baby nicht so oft an das Stillen erinnert wird. Ein Beispiel: Will Ihr Kind gewöhnlich gestillt werden, wenn Sie in ihrem Lieblingssessel sitzen, könnten Sie es vermeiden, sich in diesen Sessel zu setzen, während Sie Ihr Kind abstillen. Auch Väter können in den Abstillprozess eingebunden werden. Will Ihr Kind am Morgen nach dem Aufwachen gestillt werden, könnte Ihr Partner es aufwecken und mit ihm frühstücken. Dabei ist natürlich wichtig, dass dann etwas passendes zu essen und zu trinken für Ihr Kind bereit steht (seine Lieblingsspeisen können dabei helfen, diese Veränderung leichter zu akzeptieren). Dem Stillen zuvorkommen und einen Ersatz anbieten oder das Kind ablenken. Manche Kinder neigen dazu, zu bestimmten Tageszeiten gestillt werden zu wollen. Wenn Sie das Stillverhalten Ihres Kindes einigermaßen kennen, können Sie ihm eine besondere Speise oder ein Getränk anbieten kurz vor dem Zeitpunkt, zu dem es üblicherweise gestillt werden will. Anschließend können Sie mit dem Kind zu seinem Lieblingsplatz, einem Spielplatz oder der Wohnung eines Freundes gehen, um es zusätzlich abzulenken. Werden Nahrungsmittel als Ersatz für das Stillen eingesetzt, sollten Sie gesunde, vollwertige Nahrungsmittel auswählen, von denen Sie gerne möchten, dass Ihr Kind sie isst. Ablenkungsmanöver sind bei einigen Kindern erfolgreicher als bei anderen. Einige Kleinkinder neigen dazu, häufiger gestillt werden zu wollen, wenn sie zu Hause sind und nichts Bestimmtes zu tun haben, als wenn sie sich in einer neuen Umgebung befinden und dadurch abgelenkt sind. Bei diesen Kindern kann die Mutter beschließen, so viel Zeit wie möglich in einer für das Kind interessanten Umgebung außerhalb des eigenen Zuhauses zu verbringen. Andere Kleinkinder wollen öfter gestillt werden, wenn sie sich von ihrer Umgebung überfordert fühlen. Für solche Kinder kann es besser sein, wenn sich die Mutter dazu entscheidet, häufiger zu Hause zu bleiben und die Ablenkungen auf ein Minimum zu beschränken. Durch das Stillen wird eine besondere emotionale Nähe zwischen Mutter und Baby gefördert. Wichtig ist daher, bei einem geplanten Abstillen dem Baby zusätzliche Aufmerksamkeit und Körperkontakt zu geben, um den Verlust des Stillens auszugleichen. Das geplante Abstillen eines älteren Babys oder eines Kleinkindes kann zu einer positiven Erfahrung werden, wenn Sie während des Abstillprozesses die Gefühle Ihres Kindes beachten. Auch wenn das ältere Baby oder das Kleinkind weiterhin von den ernährungsphysiologischen Vorteilen der Muttermilch profitiert, kommt mit zunehmendem Alter der physischen und emotionalen Nähe, die durch das Stillen entsteht, eine höhere Bedeutung zu. Diese sollte auf anderem Weg befriedigt werden, wenn das Baby abgestillt wird. Ich hoffe, dass diese Hinweise Ihnen weiter helfen... Herzlichen Gruß, Kristina Heindel
Mitglied inaktiv
Hallo! Auch mein Sohnemann war ein echter "Beikostverächter". Das gibt sich mit der Zeit, manche brauchen da was länger. Wenn du ihm gern an etwas Brei gewöhnen möchtest, kannst du folgenden Trick versuchen (stammt von unserem Kinderazt, hat bei uns ganz gut geklappt): Vor jedem (!) stillen (außer natürlich nachts) gibst du ihm 2-3 Löffelchen Brei. Muss zunächst gar nicht mehr sein, und vor allem nicht dauernd die Sorte wechseln. Ziemlich bald wird der Kleine dann nicht mehr denken"Aha, Brei, dann gibt es jetzt also nicht die Brust" sondern:"Fein, jetzt gab es Brei, und nachher noch lecker Brust". Zur Mittagszeit versuchst du dann etwas mehr Brei. Ziemlich bald konnten wir so dann mittags zunächst ein Drittel, später ein Halbes oder ganzes Gläschen füttern (dann natürlich nicht mehr vor jedem Stillen auch noch Brei!), und irgendwann musste ich danach auch nicht mehr stillen. Aber vor allem stress dich nicht, dein Kleiner ist mit deiner Milch noch lange Bestens versorgt, wer was anderes sagt will dir Brei verkaufen oder hat keine Ahnung! Mittlerweile isst mein Sohn übrigens begeistert alles, was ich ihm vorsetze, und es ist auch kein "Mäkelesser" aus ihm geworden. Leider gilt das nicht für Nachts, so dass ich immer noch "Nachtschicht" schiebe. Hoffe, bei dir ist das dann anders. Wünsch dir Glück! Gleichgesinnte findest du übrigens auch im Stillforum.
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