Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

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Hallo! Mein Sohn ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und ein richtiges Stillbaby. Das erste halbe Jahr habe ich nur gestillt, mittlerweile ißt Georg schon selbst brav mit und trinkt aus dem Becher. Ich arbeite seit einem halben Jahr wieder (ganztags) und mein Mann ist zu Hause. Georg trinkt jetzt nur mehr zum Einschlafen (am Abend kann er nur so einschlafen) und in der Nacht kommt er relativ häufig. Jetzt möchte ich aber schön langsam abstillen, da Georg mit 2 Jahren in die Krabbelstube kommt und ich nicht die Eingewöhnung in die Krabbelstube und das Abstillen zur selben Zeit "machen" möchte, bzw. länger als 2 Jahre möchte ich auch nicht stillen. Wie kann ich möglichst sanft abstillen? Mein Sohn kann in der Nacht sehr resolut werden, wenn er nicht bekommt was er will. Mit der Bitte um Hilfe, Danke Claudia


Biggi Welter

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? Liebe Claudia, Um das abendliche Stillen wegzulassen, bietet sich eine Veränderung des Abendrituals an. Als nächstes können Sie dann an die Verkürzen des Stillen gehen und auch den Vater am abendlichen Einschlafritual beteiligen. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. In diesen Gesprächen können Sie dann Ihr Kind immer wieder darauf hinweisen, dass Sie der Meinung sind, dass sich Ihre gemeinsame Stillzeit nun dem Ende zuneigt, dass Sie es aber weiterhin genau so sehr lieb haben, wie schon immer. Da Ihr Partner sicher sehr vertraut mit dem Kind ist, kann er dann auch für eine Weile die Nachtschicht übernehmen und Ihren Sohn nachts beruhigen und trösten, so dass er die „Milchquelle" beim Aufwachen nicht direkt vor der Nase hat. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sieallmählich und mit viel Liebe vorgehen und nicht zu schnell die Geduld verlieren. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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