Mitglied inaktiv
Hallo, nachdem wir ja so hin und wieder Probleme beim Stillen haben / hatten, habe ich mich entschlossen, auf Flaschennahrung unzustellen. Die letzten drei Tage hat unsere Kleine täglich eine Flasche zusätzlich zur Brust bekommen. Ich habe sie noch nie so zufrieden gesehen! Nun meine Frage: Wie stillt man ab? Heute hatte ich schon einen leichten Milchstau, das möchte ich natürlich möglichst vermeiden. Sind Medikamente notwendig oder geht das auch "per Hand"? Wird die überschüssige Milch leicht ausgestrichen? Um Diskussionen zu vermeiden, möchte ich gleich anmerken, dass ich mich jetzt hundertprozentig fürs Fläschchen entschieden habe und -seitdem ich mich endgültig dazu durchgerungen habe- auch mit der Entscheidung zufriedener bin! Übrigens ist die Maus jetzt sechs Wochen alt. Gruß Flo
Liebe Flo, langsames Abstillen ist am besten für Mutter und Kind! * Abruptes Abstillen ist schwierig für beide, es kann physisches Unwohlsein und Gesundheitsprobleme bei der Mutter hervorrufen. Der Körper produziert weiterhin Milch, auch wenn die Mutter mit dem Stillen aufhört. Da diese nicht abgefordert wird, kann es zu Milchstau, Mastitis und Brust-Abzess kommen. Bromocriptin-haltige Mittel wie "Pravidel" haben sich hierbei nicht bewährt. In den USA wurden gefährliche Reaktionen auf diesen Stoff beobachtet, wie Schlaganfall, Anfälle sowie Todesfälle (FDA 1994). * Abruptes Abstillen verursacht plötzliche hormonelle Veränderungen, die Depressionen mit sich bringen oder verschlimmern können. Verursacht wird dies speziell durch den plötzlichen Abfall des Prolaktinlevels (das sogenannte Wohlfühlhormon). · Außerdem verursacht abruptes Abstillen ein emotionales Trauma beim Baby - es empfindet einen plötzlichen "Liebes-Entzug". Beim möglichst raschen Abstillen können Sie folgendermaßen vorgehen: ersetzen Sie ersten Tag eine Stillmahlzeit durch eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung. Gleichzeitig sollten Sie, sobald sich Ihre Brust voll anfühlt, soviel Milch ausstreichen oder abpumpen, bis Sie kein Spannungsgefühl mehr verspüren. Bitte nicht mehr ausstreichen oder abpumpen, denn sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich können Sie Ihre Brust kühlen. Am nächsten oder übernächsten Tag (besser wäre, Sie lassen sich ein klein wenig länger Zeit) ersetzen Sie die nächste Mahlzeit. Achten Sie auf Ihren Körper, wie er reagiert. Falls es zu Stauungen kommt, reagieren Sie bitte sofort und machen etwas langsamer. Denken Sie daran, dass das Baby wahrscheinlich nicht ebenso oft eine Flasche braucht, wie es gestillt wurde. Die Zahl der Flaschenfütterungen wird letztlich geringer sein als die Zahl der Stillmahlzeiten. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die den Abstillprozess unterstützen. Wenn Sie sich dafür interessieren, wenden Sie sich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. Da Kochsalz Flüssigkeit im Körper bindet, kann es vorteilhaft sein, die Salzaufnahme zu reduzieren, bis das Spannungsgefühl nachgelassen hat. Sie können entsprechend Ihrem Durst trinken. Ihr Baby wird den Verlust des Stillens als schmerzlich empfinden. Versuchen Sie ihm möglichst viel Aufmerksamkeit zu geben und halten Sie soviel Körperkontakt wie nur möglich. Bedenken Sie auch, dass ein Baby ein hohes Saugbedürfnis hat und bieten Sie ihm daher Ersatz (z.B. durch einen Beruhigungssauger oder den Finger an). LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo Flo! Ich weis, dass du das nicht hören willst,aber ich kann Dir nur eins raten: "Zähne zusammenbeißen". Bei mir war das ganz genau so. Unser Sohn war auch ca. 6 Wochen jung, da war ich mit den Nerven total runter, es nicht so toll geklappt. Ich hatte mich auch fest entschlossen abzustillen und habe die Hebamme angerufen. Die war natürlich nicht begeistert. Sie hat mich aber dann doch überzeugt, sie sagte: Warte mal ab, das wird schon besser! Und es bringt auch viele Vorteile! (aber die kennst Du ja sicherlich alle) Und wirklich, bis heute (unser Sohn ist fast 6 Monate) habe ich voll gestillt! Das hat sich alles wunderbar eingespielt, und ich geniesse es heute noch, wenn ich ihn stille! Im Moment fange ich mit Beikost an und gebe ihm auch die Flasche! Ich stille nur noch 1x früh und 1x spät abend. Und ich bin schon froh, dass ich durchgehalten habe! Ich will mit diesem Schreiben keine Diskussion anfangen, sondern Dir einfach sagen, dass es anderen auch so ergeht. Únd solltest Du bei Deinem Entschluss bleiben, dann kann ich Dich sehr gut verstehen. Wenn Du meinst, das ist besser für Dich und für Dein Kind, dann mach das auch!!! Es bringt auch nicht`s, wenn du die Kleine nur ungern stillst, das spürt sie ja dann auch irgendwie. Mach wirklich dass was Du für richtig hälst! Ich wünsche Dir, egal wie Du Dich entscheidest viel, viel Glück das es klappt. Liebe Grüsse Twix :-)))
Mitglied inaktiv
Hallo Flo, meine Tochter ist 13 Wochen und ich bin auch am überlegen, ob ich abstille. Sag mal, was für eine Flaschennahrung gibst du deínem Kind?? Hat es seitdem Probleme mit dem Stuhlgang? Und welche Mahlzeit hast du als erstes ersetzt, die Abendmahlzeit?? Gruß Sonja
Mitglied inaktiv
Hallo, wir haben die Mahlzeit "später Nachmittag/früher Abend" ersetzt. Ich möchte versuchen, die "morgens und abends" zuletzt beizubehalten. Wir geben Aptamil pre, von milupa. Und es gab Gott sei Dank keine Probleme! Viel Glück! Gruß Flo
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