Mitglied inaktiv
Hallo Biggi,ich hab folgendes Problem. Mein zweiter Sohn ist nunmehr ein halbes Jahr alt und ich würde gern abstillen,hab das auch schon mehrmals versucht. Mittags ist es kein Problem, aber am Abend nimmt Yannic auf keinen Fall Flaschennahrung, er ekelt sich förmlich davor und würgt. Milch oder Griesbrei mag er auch nicht. Ich hab schon die Flaschenmilch mit Karottensaft verfeinert, aber kein Erfolg. Ich weiß nu echt nicht mehr was ich machen soll. Denn Yannic braucht ja 2 Milchmahlzeiten am Tag denk ich. Und langsam mag ich auch nicht mehr, möchte wirklich abstillen. Bei meinem ersten Sohn war das gar kein Problem.
? Liebe Heike, Geduld ist wichtig, im Leben mit Kindern und gerade wenn das Kind erst ein halbes Jahr alt ist, dann braucht es einfach etwas Zeit und kann nicht von „heute auf morgen" vollständig auf andere Nahrung umgestellt werden. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Yannik braucht also jetzt noch mindestens drei Milchmahlzeiten und da er noch so klein ist, sollten diese auch nicht ausschließlich aus Milchbrei bestehen. Künstliche Säuglingsnahrung schmeckt ganz anders als Muttermilch und falls eine HA-Nahrung angeboten wird, so schmeckt die recht bitter, was viele Kinder nicht mögen. Es bleibt daher nur der Weg, verschiedenen Sorten auszuprobieren, bis Du eine gefunden hast, die deinem Kind schmeckt. Vielleicht ist es aber auch die Flasche, mit der dein Kind (noch) nichts anfangen kann. Ein Stillkind muss erst lernen, wie es aus der Flasche trinken muss. Ist eventuell das Saugerloch zu groß, so muss das Kind gegen die Milchflut, mit der es „überschüttet" wird ankämpfen, was ebenfalls zu Problemen bis hin zum Erbrechen führen kann. Deshalb muss unbedingt auf ein nicht zu großes Saugerloch geachtet werden. (Aus der auf den Kopf gestellten Flasche darf die Milch nur langsam tropfen und keinesfalls herausfließen). Versuche dein Kind doch erst einmal mit abgepumpter Muttermilch aus der Flasche an die neue Art des Trinkrns zu gewöhnen. LLLiebe Grüße Biggi
Liebe Stella, ich kann dir nicht sagen, wie Du deine Tochter zum Einschlafen bringen kannst, außer dass Du Geduld haben musst. Sicherlich kannst Du versuchen, dass Du deiner Kleinen erklärst, dass Du Abstand brauchst, vielleicht kann auch dein Mann ein paar „Schichten“ übernehmen, vielleicht kannst Du für einige Zeit wo anders schlafen, aber dein Kind wird es wahrscheinlich nicht verstehen. Ich kenne diese Situationen aus eigener Erfahrung, meine Tochter musste immer eine Hand in meinen Ärmel stecken. Vielleicht hört es sich jetzt komisch an, aber als Mutter kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass Du genau diese Momente irgendwann vermissen wirst. Diese intimen Momente sind zwar stressig, aber auch wichtig, weil deine Tochter spürt, dass Du bei ihr bist und sie zeigt dir ihre Liebe ja schon so sehr. Vielleicht solltest Du versuchen, diese Zeit nicht so negativ zu sehen, vielleicht kannst Du dich ja mittags noch einmal mit hinlegen. Bitte meine jetzt nicht, ich red so leicht daher, wie gesagt, ich kenne diese Situationen sehr gut :-),. Ich meine einfach, dass alles viel leichter wird, wenn man die Situation akzeptiert und versucht, immer etwas Gutes zu finden. Ein Milchstau kann vielfältige Ursachen haben: Stress (wobei eine Stunde Wachsein kaum zu einem Milchstau führt) einengende Kleidungsstücke (schlecht sitzende Bhs) oder einschneidende Schultergurte von einer Umhängetasche oder einer Tragehilfe, zu geringe Entleerung der Brust, wenn das Baby plötzlich durchschläft oder tagsüber eine Mahlzeit überspringt, bei manchen Frauen auch Kälte oder Zugluft. Es kommt auch vor, dass eine falsche Anlegetechnik dazu führt, dass einige Bereiche der Brust nicht richtig entleert werden (z.B. wenn die Mutter, wie leider immer noch oft empfohlen, beim Anlegen die Brust zwischen Zeigefinger und Mittelfinger klemmt, um die Nase des Babys freizuhalten). Bei einem Milchstau kannst Du die schmerzende Stelle vor dem Stillen wärmen (z.B. in einer Schüssel mit warmen Wasser oder in der Badewanne). Du kannst auch ein warmes feuchtes Tuch um die Brust legen. Manche Frauen empfinden es als angenehm, wenn sie zwischen den Stillmahlzeiten ein Heizkissen oder eine Wärmflasche über die Brüste legen. Andere wiederum finden Quarkwickel (bitte die Brustwarze und den Warzenhof aussparen) als hilfreich. Um die gestaute Stelle zu entleeren, solltest Du jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Du solltest alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Und wie immer gilt auch hier: auf korrektes Anlegen und eine gute Stillposition achten. Außerdem solltest Du Dir möglichst viel Ruhe gönnen. Wenn möglich leg Dich mit Deinem Kind ins Bett und überlass die Hausarbeit jemandem anderen. Falls Du plötzlich Fieber oder Schüttelfrost bekommst (die Symptome ähneln der einer Grippe), solltest Du zu einem Arzt gehen. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, ich danke dir für diese wertvollen Tipps. Liebe Grüße Yannic und Mama Heike
:-)))) Gern geschehen :-))) Biggi
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