Mitglied inaktiv
Hallo! Mein Sohn ist nun 8 Monate alt und ich habe ihn bis zu dem Tag als er 8 Monate alt wurde noch morgens gestillt. Da er so vor zwei Wochen schonmal morgens die Brust nicht wollte, er sie wegschob und anfing zu weinen, wollte ich schon ein Fläschen machen aber ich versuchte nochmal die andere Brust - die nahm er dann... Ich gab´ ihm immer nur eine Brust - (bis auf ein zwei Tage da gab ich ihm beide - ich wollte ja abstillen...) - und dachte, auch weil er vormittags noch 1/2-1 Gläschen Obst aß, daß er durch die Brust nicht mehr genug bekommt. Aus diesen Gründen (auch weil ich dachte ich hätte jetzt lange genug gestillt und mir würde es reichen) wollte ich dann abstillen... Vor ca. einer Woche fing ich dann an. Ich wollte ihm erstmal 50ml Folgemilch geben und dann in den nächsten Tagen bis auf 200ml steigern, damit er danach noch etwas zum "entwöhnen" von der Brust trinkt. Allerdings habe ich trotzdem 200ml zubereitet - wg. der Mangenangaben. Mein Sohn gab sich dann auch nicht mit den geplanten 50ml zufrieden und trank gleich die ganze Flasche leer. Wenn ich ihm zwischendurch die Brust gab, hat er mal kurz dran genuckelt und wollte wieder die Flasche... Seit ungefähr 4 Tagen bekommt er nun nur das Fläschen. So, nun dachte ich eigentlich - abstillen wäre kein Problem und wußte auch nicht warum sich da Frauen drüber aufregen aber jetzt bin ich selbst so durch den Wind ... Ich wünschte nun, ich könnte die Zeit nochmal zurückdrehen - zumal ich leider, leider keine Fotos von meinem Sohn und mir beim Stillen habe, da ich mich damals nicht beim Stillen fotografieren lassen wollte - warum auch immer... gestern haben wir dann nochmal welche nachgestellt aber lange blieb er nicht an der Brust, da er anscheinend kein Interesse mehr daran hat... diese Zeit kommt (mit ihm) leider nie mehr wieder... Jetzt denke ich mir - vielleicht hätte ich doch noch nicht mit dem Fläschen anfangen sollen - vielleicht hätte ich ihm einfach beide Brüste geben sollen, damit er satt wird - vielleicht... Wollte ER evtl. selbst nicht mehr? Oder bin ich selbst daran schuld, daß jetzt Schluß damit ist? Ich mache mir manchmal ganz schöne Vorwürfe und ärgere mich über mich selbst - wegen den Fotos und vielleicht hätte ich es noch etwas hinauszögern können...? Wäre es nicht besser für ihn / uns gewesen, wenn ich noch weiter gestillt hätte? Er allerdings macht einen zufriedenen satten Eindruck - doch mir geht es nicht so gut und mache mir Gedanken. Kann ich es eigentlich wieder rückgängig machen und versuchen, ob er doch wieder von der Brust trinkt? Geht das jeder Mutter beim Abstillen so? Es wäre schön, wenn sie mir bei dem Ordnen meiner Gedanken weiterhelfen könnten... Vielen Dank schonmal Gruß Daiana Hahn
? Liebe Daiana, es sind sicher nicht alle Mütter traurig, wenn die Stillzeit zu Ende geht, aber es gibt viele Mütter, die das Ende der Stillbeziehung mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten. Das endgültige Abstillen ist ein Abschied und in der Regel ist mit einem Abschied Trauer verbunden, selbst dann, wenn der Abschied der Beginn einer neuen Zeit ist, die sehnsüchtig erwartet wurde. Dass Ihr Kind nicht mehr an deiner Brust trinkt bedeutet ja nicht, dass eure Beziehung schlechter wird, sie wird anders, aber nicht zwangsläufig weniger innig und schön. Einigen Müttern macht auch die Hormonumstellung beim Abstillen zu schaffen, denn schließlich fällt dann die beruhigende und ausgleichende Wirkung des Prolaktions weg. Es ist jetzt auch absolut nebensächlich über „Wenns" und „Vielleichts" nachzudenken. Sie haben Ihr Kind abgestillt, weil Sie der Meinung waren, dass dies nun ihr Weg ist. Falls Sie nun zu dem Schluss gekommen sind, dass es doch nicht der richtige Weg für Sie und Ihr Kind war, könnten Sie theoretisch versuchen, Ihr Kind wieder an die Brust zu führen, doch es muss Ihnen bewusst sein, dass dies kein leichtes Unterfangen sein wird und dass es eventuell auch nicht klappen wird. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Vielleicht hilft Ihnen ein direktes Gespräch mit einer Stillberaterin, sich über Ihre Gefühle klar zu werden und dann zu entscheiden, ob Sie es tatsächlich mit einer Relaktation versuchen mögen. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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