Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe da paar fragen. Meine Maus ist jetzt 2 wochen alt und wurde nur die ersten 3 tage angelegt, da sie meine Brustwarzen immer blutig gesaugt hatt. Habe dann versucht mit Stillhüttchen , aber das ging auch schief denn es hatt trotzdem geblutet. Die letzten Tage habe ich abgepumt mit Avent pumpe was auch anfangs gut geklappt hatt aber dann wurde die Milch immer weniger. Nun hab ich keine Milch , paar tropfen vielleicht , die ab und zu rauskommen. Ich habe auch angefangen zu rauchen und denke das es besser ist das ich nun keine Milch habe , da es schädlich für sie ist. Nun die Fragen. Wird mein Brust jetzt von nun an keine Milch produzieren? Ist es besser , da ich sowieso rauche? Wird sie damit klar kommen das ich ihr jetzt von nun an Hipp 1 gebe und sollte ich einfach nur von einen Tag auf die andere nur noch mit Hipp 1 füttern? Im Moment wird sie nur mit Hipp Pre gefüttert aber ich glaube das sie davon nicht grad satt wird. Ich bedanke mich schon im Vorraus fürs Antwort. LG Henny
? Liebe Henny, wunde Brustwarzen werden fast immer durch eine falsche Anlegetechnik und/oder falsches Saugen verursacht und dagegen helfen auch Stillhütchen nichts, denn sie korrigieren weder das Eine noch das Andere. Um durch Abpumpen die Milchmenge aufrecht zu erhalten, braucht eine Frau - neben der zu ihr passenden Pumpe - eine gute Beratung und Unterstützung und ich fürchte, daran mangelt es bei Ihnen, denn sonst hätte sich auch jemand darum gekümmert die Ursache für die wunden Brustwarzen herauszufinden und zu beseitigen. Am besten - gleich ob Sie sich jetzt für das endgültige Abstillen entscheiden oder nicht - wenden Sie sich an eine Kollegin vor Ort und besprechen mit ihr, welche Möglichkeiten Ihnen nun offenstehen: Wieder in Gang Bringen der Milchbildung mit korrigierter Anlegetechnik und Saugtechnik des Babys, weiterhin Abpumpen und dabei Steigerung der Milchmenge, teilweises Abstillen oder endgültiges Abstillen. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Stillen und Rauchen müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Natürlich ist es das Beste, wenn eine Mutter nicht raucht, darüber brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Wenn man sich die Situation mal objektiv anschaut, wird ein Kind einer Raucherin in einem Umfeld mit Zigarettenrauchs mit all seinen Nachteilen aufwachsen. Demgegenüber stehen die Vorteile des Stillens, auch wenn die Milch mit Nikotin belastet sein wird. Nikotin tritt rasch in die Muttermilch über. Cotinin, das wichtigste Stoffwechselprodukt des Nikotins, erscheint ebenfalls rasch in der Muttermilch. Mit zunehmender Zahl gerauchter Zigaretten steigen Nikotin- und Cotiningehalt in der Muttermilch an (Schwartz-Bickenbach et al., 1987). Neben Nikotin und Cotinin sind weitere hochgiftige und auch krebserregende Stoffe in der Muttermilch von Raucherinnen zu erwarten. So sind z.B. die Kadmiumkonzentrationen in der Muttermilch gegenüber denen von Nichtraucherinnen deutlich erhöht (Radisch et al., 1987). Mögliche Folgen des mütterlichen Rauchens können bei der Mutter ein niedrigerer Prolaktinspiegel und beim Baby ein höheres Risiko für Atemwegserkrankungen, ein höheres Risiko für den Plötzlichen Kindstod und bei extrem starken Rauchen Erbrechen, Durchfall und schneller Herzschlag sein. Diese kindlichen Probleme treten aber auch bei passivem Rauchen auf. Der Plötzliche Kindstod (SIDS) kommt häufiger vor bei Babys von Rauchern. Gestillte Babys von Rauchern haben ein SIDS Risiko, das dem von nicht gestillten (nicht gestillte Babys haben ein höheres Risiko als gestillte Babys) Babys von Nichtrauchern gleich ist. Babys von Rauchern haben häufiger Atemwegserkrankungen. Diese Auswirkungen des Rauchens werden abgemildert wenn das Babys gestillt wird. Im der neuen Ausgabe von „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" von Schaefer und Spielmann 6. Auflage, Juni 2001 steht: „Stillenden Müttern ist dringend zu raten, das Rauchen einzustellen und auch darauf zu achten, dass der Säugling nicht durch andere Raucher in der Umgebung mitrauchen muss. Wenn nicht bereits während der Schwangerschaft, sollte spätestens ab der Geburt der Haushalt zur Nichtraucherzone erklärt werden. Sollte der Mutter das Einstellen des Rauchens nicht möglich sein, muss zumindest versucht werden, die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten auf 5 zu begrenzen. Ob ab 10 oder 15 Zigaretten täglich empfohlen werden sollte (Anmerkung: andere Autoren geben eine Zahl von 20 an) ist müßig zu erörtern. Es gibt keine Studien, die belegen, ab welcher Zigarettenzahl die Vorteile des Stillens von den Nachteilen des Rauchens überwogen werden. Außerdem ist nicht nur die Anzahl relevant. Das individuelle Rauchverhalten wie Inhalieren, Verwerfen von Zigarettenresten und Markenwahl beeinflusst den Toxineintrag in die Milch ebenfalls erheblich. Einige Autoren empfehlen, wenigstens 2 bis 3 Stunden vor dem Anlegen nicht zu rauchen. Dies erscheint bei Vielraucherinnen wenig praktikabel. Es mag aber als Anreiz zum Wenigerrauchen dienen." Sie sollten, wenn Sie sich zum Weiterstillen entschließen - auch in Ihrem eigenen Interesse - versuchen, den Zigarettenkonsum möglichst gering zu halten und nicht neben dem Kind rauchen. Ein allmähliches Abstillen ist sowohl für Sie als auch für Ihr Kind empfehlenswert. Pre-Nahrung ist der Muttermilch am weitesten angenähert, kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist bis zum Ende des „Flaschenalters" geeignet. Bei einem allergiegefährdeten Kind sollte mit der Kinderärztin besprochen werden, ob eine HA-Nahrung gegeben werden sollte. „Lange Vorhalten" bedeutet keineswegs, dass eine Nahrung besser ist als eine andere.
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