Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen?

Frage: Abstillen?

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Liebe Biggi, mein Sohn ist 11 Monate alt und ich hatte eigentlich vor, ihn ab dem 6. Monat langsam abzustillen. Er hat erst mit 10 Monaten die ersten Zähne bekommen und ist letztlich bis zum Ende des 8. Monats voll gestillt worden, weil er nichts anderes wollte. Dann habe ich versucht, langsam weniger zu stillen. Er trinkt tagsüber dreimal und nachts - wenn es so geht, wie er möchte - auch. Jetzt hatten wir ihn (allerdings nicht ohne Weinen) nachts auf eine Mahlzeit morgens ab 5 Uhr gebracht. Nach ein paar Tagen Urlaub, in denen wir im selben Zimmer geschlafen haben, ist es aber nachts wieder mehr geworden. Auch mittags und häufiger zwischendurch will er unbedingt trinken, bekommt aber nichts. Irgendwann beruhigt er sich dann. Ich fange in sieben Wochen wieder an zu arbeiten und könnte dann höchstens morgens und abends stillen. Ich mag auch nicht mehr richtig, weil es so anstrengend ist. (Wir haben noch eine Tochter von 2 Jahren). Ich möchte gern nachts ein paar Stunden am Stück schlafen und ohne so viel Streß anfangen zu arbeiten, aber ich komme nicht weiter. Viele Grüße, Karin.


Biggi Welter

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? Liebe Karin, es ist eine Sache, dass Du nicht mehr stillen magst und eine andere, dass die Nächte ruhiger werden sollen, denn abstillen ist keineswegs gleichbedeutend mit Durchschlafen und ruhigeren Nächten. Stillen ist ja auch nicht wirklich anstrengender als andere Strategien ein Kind nachts zu beruhigen. Eine Möglichkeit nachts abzustillen ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. LLLiebe Grüße Biggi


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