Mitglied inaktiv
Meine Tochter Flora ist jetzt genau 9 Monate alt. Ich habe sie 6 monate voll gestillt und dann ganz langsam und behutsam zuzufüttern begonnen. Seit ca. 1 Monat ißt sie mittags ein gemüse/Fleisch-gläschen, nachmittags einen fertigen Milchbrei (da sie Obst nicht mag und anscheinend auch die säure nicht verträgt) und abends einen frisch zubereiteten Michlchbrei. Danach, ca. 1/2 bis 1 Stunde später wird sie noch gestillt. Auch nachts möchte sie noch 1-2 mal trinken, wobei sie da nicht mehr viel trinkt. Nun habe ich seit ca. 1 Woche das probelm, daß am Morgen keine bzw. kaum mehr Milch da ist.Abends ist die Brust meist noch voll und auch tastber gefüllt, doch am morgen ist sie butterweich und leer. Die Kleine möchte dann am liebsten alle Stunden nuckeln bzw. trinken, aber im unterschied zum abend spüre ich am morgen nicht einmal mehr den ausgelösten milchspendereflex, der bei mir immer sehr stark ausgeprägt war. Nun versuche ich seit einigen Tagen, daß sie nachts nur mehr 1X und nur an einer Brust trinkt, damit in der früh ein bißchenmehr da ist, aber das führte zu keinem ergebnis. Fläschchen nimmt sie - natürlich - auch keines:-) ich weiß jetzt nicht, wie ich weiter vorgehen soll, denn morgends im Bett noch mit ihr zu kuscheln und sie liegend zu stillen war immer so herrlich und ich hätte das gerne noch ein bißchen länger gehabt!! Danke für ihre antwort!! Tina und Flo
Liebe Tina, die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stilmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Es gib Frauen, die mit einmaligen Stillen innerhalb von 24 Stunden problemlos die Milchmenge weiter bilden, die sie für Ihr Kind benötigen, bei anderen Frauen reicht eine nur mehr ein oder zwei Mal tägliche Stimulation der Brust nicht mehr unbedingt aus, um die Milchproduktion weiterhin auf dem erforderlichen Niveau aufrecht zu erhalten. Wie dies im Speziellen bei Ihnen ist, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Sie versuchen, Ihr Baby wieder öfters anzulegen, damit sich die Milchmenge wieder steigert. Möchten Sie auch Kontakt zu einer Kollegin vor Ort aufnehmen? Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi
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