Mitglied inaktiv
ich möchte meinen sohn simon (4 monate) nun abstillen. wie gehe ich es am besten an und wie lange dauert es normalerweise, bis ein baby vollständig abgestillt ist? meine tante hat mir erzählt, dass ich zitronensaft trinken soll, damit nicht mehr soviel milch produziert wird. hat sie damit recht? manchmal leidet er an vestopfung und ich habe gehört, dass ich ihm deshalb keine karotten zufüttern soll. stimmt das? lg margit krammer
? Liebe Margit, wenn Sie Ihr Baby jetzt abstillen wollen, dann werden Sie zur Flasche hin abstillen müssen, da es mit vier Monaten noch zu früh für Beikost ist. Der Organismus eines Babys ist in den ersten sechs Monaten auf eine ausschließliche Ernährung mit Muttermilch eingestellt und wenn diese - aus welchen Gründen auch immer - nicht oder nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, sollte ein Muttermilchersatzprodukt (künstliche Säuglingsnahrung) gegeben werden. Voll gestillte Babys haben so gut wie nie Verstopfung. Verstopfung (harter, trockener Stuhl) hat nichts mit den Zeitabständen zu tun, bis das Baby wieder volle Windeln hat. Solange das Baby gut gedeiht und einen zufriedenen Eindruck macht, sind seltene Stuhlgänge lediglich darauf zurückzuführen, dass die Muttermilch fast restlos verwertet wird und kein Anlass zur Sorge. Es gibt Stillkinder, die nur alle zwei bis drei Wochen Stuhlgang haben, ohne dass dies Probleme verursacht oder als Verstopfung zu bezeichnen wäre. Karotten wirken stuhlfestigend und können bei manchen Kindern Verstopfung verursachen. Ob das bei Ihrem Kind der Fall sein wird, kann ich Ihnen nicht sagen. Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche (oder auch deutlich länger) können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Mit der Beikost sollte erst mit einem halben Jahr begonnen werden. Auch für nicht (mehr) gestillte Kinder gilt, dass sie im ersten Lebenshalbjahr ausschließlich Milchnahrung bekommen sollten. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Ist das nicht noch ein wenig früh zum Abstillen ? Zufüttern sollte man nicht vor 7. Monat, und dann auch nur immer eine Mahlzeit ersetzen, das ist das Schonendste für Babys Darm. Wenn er jetzt schon Verstopfung hat würde ich eh ganz vorsichtig sein, gerade mit Pulvermilch kann das schnell noch schlimmer werden . Miri mir Marc
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