Mitglied inaktiv
Hallo, also meine Kleine ist jetzt 23 Wochen alt und ich stille bis jetzt noch voll. Ich würde gerne anfangen abzustillen, aber ganz langsam. Ich möchte jetzt erst mal mittags ersetzen und dann pro Monat eine weitere Mahlzeit. Nachts und morgens aber noch ganz lang stillen. Wenn ich ihr zum Essen (Gläschen) Wasser anbiete, reicht das dann oder muß ich ihr ne Flasche noch geben (eigentlich müßte doch die Mumi reichen?)? Ist das ok, wenn ich so vorgehe oder funktioniert das nicht? Wenn ich dann alle Mahlzeiten ersetzt hab (wenn sie so ca. 1 Jahr ist) braucht sie dann immer noch Milch oder Reichen dann die Gläschen etc. und Wasser? Findest du es zu früh jetzt schon damit anzufangen? Denn ich denke dass meine Kleine langsam auch mehr will, sie will ständig, so alle 1,5 Stunden gestillt werden auch nachts wieder und sie greift uns beim Essen auch immer dazwischen und schaut ganz interessiert zu. Danke für deine Antwort (auf ein etwas wirres Posting) Steffi & Emily
? Liebe Steffi, Interesse für Beikost bedeutet nicht automatisch, dass ein Kind nicht mehr gestillt werden will, sondern, dass es seinen Horizont auch auf weitere Nahrungsmittel erweitert. Mit 23 Wochen kann dein Kind so weit sein, dass es reif für Beikost ist. Schau sie dir an, ob sie die Kriterien für die Bereitschaft zur Beikost erfüllt und wenn ja, dann könnt ihr vorsichtig und langsam damit anfangen. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird entsprechend häufig gestillt benötigt das Kind keine andere Milch und auch keinen Milchbrei. Nach dem ersten Geburtstag benötigt ein Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Mehr sollte es dann auch zusätzlich zur Muttermilch nicht sein, wenn dann noch gestillt wird. Künstliche Säuglingsnahrung muss ab einem Jahr nicht mehr eingeführt werden. Im gesamten ersten Lebensjahr kann der Flüssigkeitsbedarf eines Babys vollständig über die Muttermilch gedeckt werden, vorausgesetzt, es wird weiterhin nach Bedarf gestillt. Dennoch ist es sinnvoll parallel zur Einführung der Beikost auch den Becher mit Wasser einzuführen. Biete deinem Kind zur Beikost einfach Wasser an (probiere einmal einen ganz normalen Becher). Wenn es durstig ist, wird es trinken, wenn nicht, wird es eben nichts trinken. Falls Du beim Beikostfüttern den Eindruck hast, dass dein Kind zu wenig Flüssigkeit bekommt und der Stuhl deshalb zu fest und der Urin zu konzentriert wird, kannst Du den Brei etwas flüssiger machen, dann gibt es eben Gemüsesuppe statt Gemüsebrei oder Du legst dein Kind wieder häufiger an. Insgesamt ist der Flüssigkeitsbedarf bei einem Baby meist noch nicht so hoch, da die Nahrung ja meist eher dünnflüssig ist und noch recht viel Flüssigkeit enthält. LLLiebe Grüße Biggi
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