Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

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Hallo Biggi! Mein Sohn wird am 29.04. sechs Monate alt,wird noch gestillt.Mittags bekommt er einen Gemüse Brei und Abends Milch oder Früchte Brei.Ende des Monats muß ich wieder arbeiten,wie soll ich bis dahin ganz abstillen,wie soll ich vorgehen?Welche Milch,wann und wieviel miß mein Sohn dann bekommen?Was genau soll er Tagsüber essen und was ist mit Nachts?Jetzt wird er noch Nachts ca 3 mal gestillt.Welche Getränke sind am besten,außer Tee(Lukas mag überhaupt kein Tee). Bitte um Ihren Rat! Ich bedanke mich im Voraus. MfG Katharina


Biggi Welter

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? Liebe Katharina, ist ausschließlich die Wiederaufnahme Ihrer Berufstätigkeit der Grund, warum Sie abstillen wollen? Wenn ja, dann müssen Sie keineswegs bis zum Ende des Monats abgestillt haben, denn Stillen und Berufstätigkeit sind keineswegs zwei Dinge, die sich gegenseitig ausschließen. Sie können zum Beispiel weitere Beikost einführen und ihr Kind weiterhin stillen, wenn Sie mit ihm zusammen sind. Eventuell können Sie während Ihrer Arbeitszeit abpumpen und diese Milch dem Baby zu Hause geben lassen. Wenn Sie sich näher über die Kombination von Stillen und Arbeiten außer Haus informieren wollen, bin ich gerne für weitere Fragen für Sie da. Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche oder Beikost anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung bzw. Beikost, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich während der gesamten Stillzeit immer dann, wenn die Brust zu voll wird und das Kind nicht trinken kann oder will. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann, ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Welche künstliche Säuglingsnahrung Sie als Ersatz für die Muttermilch verwenden, sollten Sie mir Ihrer Kinderärztin/arzt besprechen. Sie kann Ihnen sagen, ob eine HA-Nahrung sinnvoll ist oder eine normale Pre-Nahrung verwendet werden kann. Pre-Nahrung ist der Muttermilch am weitesten angeglichen und kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden. Sie ist für das gesamte erste Lebensjahr geeignet. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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