Mitglied inaktiv
Liebe Biggi Welter, ich bin zur Zeit beim Abstillen (d.h. mein 7 Monate alter Sohn bekommt seit 2 Tagen keine Brustmahlzeit mehr). Da meine Brust sehr spannt, mache ich 2x am Tag einen Quarkwickel. Jetzt kommt aber auch noch ein Schweissausbruch dazu. Kann das alles mit dem Abstillen zusammenhängen ? Was könnte ich noch tun ? Wie lange dauert es, bis keine Milch mehr in der Brust ist ? Vielen Dank für Ihre Antwort. Birgit
? Liebe Birgit, es ist absolut normal, dass nach dem Abstillen noch einige Zeit weiterhin Milch gebildet wird, wobei „einige Zeit" zwischen einigen Monaten und auch einem Jahr bedeuten kann. Viele Frauen haben auch nach dem Abstillen sogar noch einige Zeit einen Milchspendereflex, der einsetzt, wenn sie ihr Kind oder auch ein anderes Baby schreien hören. So lange die Brust nicht prall gespannt ist oder die Frau Verhärtungen (Milchstau) tasten kann, muss gar nichts unternommen werden. Ihr Körper wird die noch vorhandene Milch langsam resorbieren. Sobald die Brust anfängt zu spannen oder Verhärtungen tastbar sind, können Sie gerade so viel Mich ausstreichen, dass die unangenehme Spannung nachlässt bzw. die Stauungen sich auflösen. Nicht mehr Milch als unbedingt, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich können Sie Ihre Brust kühlen. Es ist nicht notwendig, dass Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr einschränken, trinken Sie entsprechend Ihrem Durst. Eine Einschränkung des Salzkonsums hat sich während des Abstillens als sinnvoll erwiesen. Die Schweißausbrüche könnten insofern mit dem Abstillen in Verbindung stehen, als sie auf eine beginnende Brustentzündung hinweisen könnten (nicht müssen), was gerade bei sehr abruptem Abstillen vorkommen kann. Sollten Sie weitere Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost usw. bekommen, wenden sie sich bitte an Ihre Ärztin/Arzt, da es sich dann tatsächlich um eine Brustentzündung handeln könnte. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Widerstehen Sie der Versuchung durch gelegentliches Ausstreichen oder Drücken auf Brust und Brustwarze „nachzuprüfen", ob da noch etwas kommt. Auf diese Weise können Sie die Milchproduktion auf geringem Niveau weiter aufrecht erhalten. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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