Mitglied inaktiv
Hallo Biggi! Habe jetzt angefangen bei unserem Sohn-6 MOnate- die Mittagsmahlzeit langsam umzustellen.(seit zwei Wochen ein kleines Gläschen Karottenmus und anschließend nochmal gestillt) Wie gehe ich am besten weiter vor und in welcher Menge kann ich zufüttern? Vater und Großmutter haben Heuschnupfenallergie und deshalb liegt eine Allergievorbelastung vor.Ist es ratsam hyppoallergene Nahrung zufüttern oder ist das am Ende doch egal? Wenn er eine allergische Reaktion zeigen sollte,wie äußert sich diese?
? Liebe Lisa, Die Einführung der Beikost sollte langsam erfolgen. Es ist am günstigsten mit einem Nahrungsmittel zu beginnen, zunächst nur eine geringe Menge anzubieten (jeweils nur mit ein paar Löffeln beginnen) und diese dann langsam zu steigern. Am Anfang sollte nur eine neue Nahrung, ein- oder zweimal am Tag gegeben werden und etwa eine Woche gewartet werden, bevor wieder etwas Neues angeboten wird. (Also nur Kartoffel, nur Banane, nur geriebener Apfel usw.). Am besten lässt Du dich vom Kind leiten, es weiß wieviel es will und braucht. Der Sinn dieser Vorgehensweise ist folgender: Falls sich eine allergische Reaktion zeigt, kann man auf diese Art leichter feststellen, was sie verursacht hat. Auch wenn das Risiko einer allergischen Reaktion nach dem ersten halben Jahr nicht mehr so groß ist, besteht die Möglichkeit dass eine Speise eine allergische Reaktion auslöst (Ausschlag, Durchfall, Erbrechen). Wurde immer nur ein neues Nahrungsmittel eingeführt, dann lässt sich leichter feststellen, welches Nahrungsmittel nicht vertragen wurde. Die betreffende Speise sollte dann aus dem Speiseplan gestrichen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder angeboten werden. Bereits eingeführte Nahrungsmittel, die gut vertragen werden, können miteinander gemischt werden. Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Ob die Gabe von hypoallergener Säuglingsnahrung nach der Einführung der Beikost noch Sinn macht, ist unter den Experten umstritten. Wenn Du jedoch häufig genug stillst, bis dein Kind am Familientisch mitessen kann und Kuhmilch bekommen kann (etwa ab dem ersten Geburtstag, vorausgesetzt es besteht keine Unverträglichkeit), dann braucht dein Kind keine andere Milchnahrung. Wenn Du dir vorgenommen hast, in absehbarer Zeit abzustillen, dann ist es sinnvoll, dass Du im Abstand von jeweils etwa einem Monat jeweils eine Stillzeit durch eine andere Mahlzeit ersetzt. Auf diese Weise kannst Du innerhalb von sechs Monaten alle Stillzeiten ersetzt und dein Kind abgestillt haben, Du kannst jedoch auch problemlos länger stillen. Im ersten Lebensjahr braucht ein Baby noch keine reichhaltige Speisekarte mit viel Abwechslung, weniger ist hier mehr. Es ist günstiger die Einführung eines neuen Nahrungsmittels nicht auf die Abendmahlzeit zu legen, da dann Unverträglichkeitsreaktionen in die Nacht fallen können und das ist einigermaßen ungünstig. Ganz wichtig ist es, geduldig zu bleiben und nicht gleich zu verzweifeln, wenn das Baby wieder weniger essen mag. Auch bei der Einführung der Beikost gibt es Aufs und Abs. LLLiebe Grüße Biggi
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