Mitglied inaktiv
Hallo! Mein Sohn ist jetzt seit fast einer Woche ein halbes Jahr alt und wir haben am Sonnabend mittags mit Karottenmus zu füttern angefangen.Nun sagt man doch das jeden Tag ein Löffelchen mehr gegeben werden soll und dafür die Milchmenge reduziert werden soll.Ist das richtig und wenn wieviel lasse ich ihn dann noch trinken?(habe bis jetzt voll gestillt) 2Frage:Wenn dann mal das abstillen beendet ist ,wie merkt man ob noch Milch in der Brust vorhanden ist oder nicht? Und noch eine letzte Frage:Ich habe das Gefühl das meine Brüste immer mehr wachsen,vor allem die rechte Seite .Der Umfang ist mindestens drei Nummern größer geworden.Ist das normal? Habe ich die Chance das er sich nochmal etwas zurückbildet oder bleibt er so groß? Vielen Dank für déine Hilfe!
? Liebe Sandra, es stimmt, dass Du die Menge der Beikost allmählich steigern kannst, aber dennoch kann und soll weiterhin nach Bedarf und auch in Zusammenhang mit der Beikost gestillt werden. Die Einführung der Beikost sollte langsam erfolgen. Es ist am günstigsten mit einem Nahrungsmittel zu beginnen, zunächst nur eine geringe Menge anzubieten (jeweils nur mit ein paar Löffeln beginnen) und diese dann langsam zu steigern. Am Anfang sollte nur eine neue Nahrung, ein- oder zweimal am Tag gegeben werden und etwa eine Woche gewartet werden, bevor wieder etwas Neues angeboten wird. (Also nur Karotte, nur Kartoffel, nur Banane, nur geriebener Apfel usw.). Der Sinn dieser Vorgehensweise ist folgender: Falls sich eine allergische Reaktion zeigt, kann man auf diese Art leichter feststellen, was sie verursacht hat. Auch wenn das Risiko einer allergischen Reaktion nach dem ersten halben Jahr nicht mehr so groß ist, besteht die Möglichkeit dass eine Speise eine allergische Reaktion auslöst (Ausschlag, Durchfall, Erbrechen). Wurde immer nur ein neues Nahrungsmittel eingeführt, dann lässt sich leichter feststellen, welches Nahrungsmittel nicht vertragen wurde. Die betreffende Speise sollte dann aus dem Speiseplan gestrichen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder angeboten werden. Bereits eingeführte Nahrungsmittel, die gut vertragen werden, können miteinander gemischt werden. Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Wenn Du allerdings bald ganz abstillen willst, dann ist es sehr wichtig, dass dein Kind zusätzlich zur Beikost weitere Flüssigkeit (am besten einfaches Wasser) bekommt. Nach dem Abstillen wird noch einige Zeit (Wochen bis Monate) Milch gebildet wird. Solange Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. hast, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Sobald Du jedoch Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommst, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Du brauchst deine Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern kannst und sollst weiterhin entsprechend deinem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Widersteh der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Die Brust vergrößert sich bereits in der Schwangerschaft und bei manchen Frauen bleibt sie während der ganzen Stillzeit größer als vor der Schwangerschaft. Auch eine ungleiche Brustentwicklung ist nicht selten. Manchmal kommt sie auch daher, dass eine Brust beim Stillen bevorzugt wird. Nach dem Abstillen erlangt die Brust bei den meisten Frauen wieder die gleiche Größe wie vor der Schwangerschaft und auch die Größenunterschiede gleichen sich wieder aus. Es kommt auch häufig vor, dass die Brustwarzenhöfe dunkler als vor der Schwangerschaft bleiben und die Montgomerydrüsen zurückweichen. Die Brüste mancher Mütter werden weich und etwas schlaff. Nach einigen Menstruationszyklen gewinnen sie aber allmählich ihre Festigkeit wieder zurück. In seltenen Fällen verlieren einige Mütter vorübergehend die Fettschicht, die vor der Schwangerschaft in ihrer Brust vorhanden war. Diese Fettschicht bildet sich im Laufe der Zeit allmählich wieder. Die Veränderungen der Brust sind jedoch durch die Schwangerschaft bedingt und nicht durch das Stillen. Es lässt sich an der Brust einige Zeit nach dem Abstillen nicht feststellen, ob die Frau jemals gestillt hat, wohl aber ob sie einmal schwanger war. Ich hoffe, deine Fragen ausreichend beantwortet zu haben. LLLiebe Grüße Biggi
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