Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen?

Frage: Abstillen?

Mitglied inaktiv

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seit ca. 1 1/2 wochen nimmt meine Tochter (4Monate) nur noch ungern die rechte brust. Sie nuckelt nur noch ca. 2 Minuten dann fängt sie an zu weinen.kann es sein, daß nicht mehr genug milch drin ist ? dann habe ich das Gefühl, daß sie mit einer Brust nicht mehr satt wird. Habe aber auch am 8.12.01 angefangen bei der Nachmittagsmahlzeit Frühkarotten zugeben, die nimmt sie auch sehr gerne! Können sie mir helfen ?


Biggi Welter

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? Liebe Sue, Wir Menschen sind nicht symmetrisch und das gilt auch für die Brüste einer stillenden Frau. Es ist ganz normal, wenn eine Brust mehr Milch bildet als die andere und es ist auch ganz normal, dass ein Baby eine Lieblingsbrust hat. Gelegentlich hat auch die Mutter eine „Lieblingsseite". Bei einer eher plötzlichen Verweigerung einer Seite sollte das Baby in jedem Fall vom Kinderarzt angeschaut werden, um auszuschließen, dass eine medizinische Ursache (z.B. Ohrenschmerzen) dahinter steckt. Gelegentlich kommt es so weit, dass die Bevorzugung der einen Brust eine Verweigerung der anderen Brust nach sich zieht. Das ist aber auch nicht unbedingt ein Problem, da es auch möglich ist, ein Kind mit nur einer Brust zu stillen und die andere Seite abzustillen, falls sich das Kind nicht davon überzeugen lässt, doch wieder beide Brüste anzunehmen. Das einzige Problem, das auftauchen kann, besteht darin, dass die Brüste sehr ungleich in der Größe sein können. Doch dies ist ein eher kosmetisches Problem und nach dem Abstillen gleichen sich die Unterschiede wieder aus. Manche Kinder lassen sich überlisten. Sie können versuchen Ihr Baby zunächst an der bevorzugten Brust anzulegen und beim Seitenwechsel drehen Sie es nicht um, sondern lassen es einfach an die andere Brust hinüberrutschen, so dass es seine Lage in etwa beibehält. Auch im Liegen stillen und dabei das Kind nicht auf die andere Seite zu legen, sondern beide Brüste von einer Seite aus anzubieten kann ein Weg sein. Allerdings sind diese Methoden nicht immer erfolgreich und Sie müssen einfach ausprobieren, ob es bei Ihrem Kind klappt. Ob Ihr Baby satt wird, können Sie nicht daran erkennen, ob es eine Brust verweigert oder nicht, sondern an den folgenden Punkten: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme und es kann auch gelegentlich zu einer Stagnation des Gewichts kommen), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Sind diese Punkte alle erfüllt? Dann gedeiht Ihr Baby gut und bekommt auch die Milch, die es braucht, gleich wie kurz oder lange es trinkt und ob an einer oder beiden Seiten und es besteht keinerlei Handlungsbedarf. Die Empfehlung ist inzwischen eindeutig, dass ein Kind in den ersten sechs Wochen ausschließlich Milchnahrung erhalten sollte, entweder Muttermilch oder künstliche Säuglingsnahrung. Die Bereitschaft zur Beikost erkennen Sie an den folgenden Anzeichen. • es ist in der Lage aufrecht zu sitzen, • der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken und interessiert sich dafür, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt. Dies ist bei gesunden, voll ausgetragenen Kindern meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko und andererseits gibt die frühe Einführung der Beikost keine Garantie für längeren Schlaf und ruhigere Nächte. Vielleicht wenden Sie sich einmal an eine Kollegin vor Ort, die Sie in einem direkten Gespräch sehr viel gezielter beraten kann. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Liebe Sue, unser Sohn war 7 Monate alt, als er beschloß, nur noch rechts zu trinken. Es halfen keine Tricks(von links unter dem Arm her anlegen, so als ob es die rechte Seite wäre), so stille ich ihn halt nur rechts. Und es hat sich auch so eingepeglt, denn je intensiver er rechts trank und je weniger links, stieg auch die Milchmenge in ausreichendem Maße auf der rechten Seite. Liebe Grüße gabi


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