Mitglied inaktiv
Meine Tochter Hannah ist jetzt 11/2 Jahre alt. Tagsüber will sie die Brust überhaupt nicht mehr, wenn ich sie frage, ob sie "Busitrinken" möchte, schüttelt sie energisch den Kopf und sagt "nein". Beim zu Bett und in der Nacht verhält es sich jedoch völlig anders: Kaum bin ich mit ihr im Zimmer fordert sie "Busitrinken, Busitrinken..". Das bekommt sie auch, als Eischlafhilfe, danach lege ich sie ins Bett, Hannah dreht sich zur Seite und schläft satt und zufrieden ein. Nachts wacht sie dann so zwischen 2-4 Mal auf, um an meiner Brust zu trinken. Ich denke schon seit längeren ans Abstillen, da sie es tagsüber überhaupt nicht mehr zu benötigen scheint. Wir haben auch vor einer Woche damit begonnen, daß mein Mann sie zu Bett bringt, was mit wütenden Geschrei einher ging und meistens über eine Stunde dauerte. Sie war sogar soweit, daß sie meinen Mann wenn er zu ihr ins Schlafzimmer kam, um sie zu beruhigen, die Tür vor der Nase zumachte, es vorzog alleine weiterzuschreien, bis ihr der Papa dann doch irgendwann recht wurde. Obwohl mich das wundert, ist er doch kein Wochendendvater...wir teilen uns die Betreuung unserer zwei Kinder, da wir beide studieren.. Sie schläft seit unseren ersten Abstillversuch auch schlechter, kommt öfter auf als sonst und will sofort an die Brust, was sie in der Nacht auch darf. Sie schläft dann aber auch schwerer ein, es ist als wäre ihr voll bewußt, um was es jetzt geht und sie will es auf jeden Fall verhindern. Ich weiß jedenfalls momentan nicht mehr weiter. Ich habe mir zuerst gedacht, daß wir ihr Abendritual verändern, also nicht mehr Stillen und ins Bett, sondern zum Beispiel ein Buch anschauen, kuscheln und dann ins Bett...nur besteht sie dann darauf, daß man bei ihr bleibt bis sie eingeschlafen ist. Das dazulegen als Einschlafhilfe möchti ich aber auf keinen Fall mehr einreiißen lassen. Ich habe damit bei meinen jetzt 3 jährigen Sohn keine gute Erfahrunge gemacht. Das dazulegen dauerte mitunter 11/2 Stunden, er konnte einfach nicht einschlafen, weil er Angst hatte, daß wir weggehen. Mit dem zweiten Kind is die Situation dann unerträglich geworden. Ich konnte Hannah, damals noch ein Babay ja nicht so lange alleine lassen, um mich zu meine zweijährigen Sohn dazuzulegen. Wir haben es im damals als er 2 Jahre alt war, dann abgewöhnt. Damals wußte ich mir auch keine besseren Rat als das ihn schlafen zu bringen, aus dem Zimmer zu gehen und ihm dann die Tür zuzuhalten, wiederrein zu gehen usw. die sehr umstrittene Ferber- Methode also. Am zweiten Tag ist er allerding ohne uns eingeschlafen, ist schneller eingeschlafen und hat mehr geschlafen als früher. Es war eigentlich für uns alle ein Gewinn. Und ich denke noch immer, daß es in diesem Fall die richtige Entscheidung war. Aber das ganze soll ja nur ein etwas ausgearteter Exkurs sein, um zu erklären, warum ich mich auf keine Fall zu Hannah dazulegen möchte. Sie hat übrigens noch eine ungute Gewohnheit. Wenn wir alle im Bett sind, Hannah ihre nächtlichen Stillmahlzeiten hat dann wieder neben mir einschlafen möchte (Meistens sind wir zu viert im Bett) hat sie es sich zur Gewohnheit gemacht an meinen Haaren herumzureißen, das scheint beruhigend auf sie zu wirken, auf mich natürlich gar nicht. Seit dieser ersten "Abstillwoche" ist das schlimmer geworden, dauert auch nicht mehr nur ein paar Minuten, sondern mitunder 2 (nervige)Stunden, in denen sie sich hin und her wälzt, über mich, besser gesagt über meinen Kopf herfällt, DAumnen im Mund während die andere Hand sich gerade in meinen langen Haaren verfängt und daran herumreißt. Ich verusche sie dann auf die Seite meines Mannes zu schieben, was mit lautem Protest ihrerseits einhergeht. Meistens landete sie dann doch wieder bei mir, allerding schon etwas erschöpfter vom Schreien, weshalb sie dann auch scheller einzuschlafen pflegt. Jedenfalls habe ich das Gefühl, daß ich diese Abstillphase ziemlaich falsch begonnen habe. Ich habe mir schon öfter verschiedene Möglichkeiten des Beginnens durchgespielt: Ein Wochenende mit meinen Sohn fortfahren, den Papa mit der Tocht alleine zu Hause lassen... und wenn ich zurückkomme? David meinen Sohn eine Woche bei den Großeltern unterbringen, was ihn sicher sehr freuen würde, damit wir uns in dieser schwierigen Anfangsabstillzeit umso intensiver mit Hannah beschäftigen könnten..eine Radikallösung, einfach von heute auf Morgen aufhören mit den Stillen??? Irgendwie weiß ich nicht mehr weiter.....jedenfalls habe ich heute diesen ersten Versuch einmal für beendet erkährt. Vielleicht könnten Sie mir einen Rat geben. Tut mir übrigens leid, daß das ganze jetzt so ausladend geworden ist. Liebe Grüße Marika!
? Liebe Marika, Sie haben selbst schon erkannt, dass Ihrer Tochter sehr bewusst ist, dass das Stillen viel mehr als nur Nahrung ist und da sie noch nicht so weit ist, von sich aus darauf zu verzichten, fürchtet sie jetzt, diesen wichtigen Teil ihrer Beziehung zu Ihnen zu verlieren. Deshalb ist es ein sehr weiser Entschluss, dass sie den Abstillversuch zunächst einmal beendet haben, um die Situation nicht noch weiter eskalieren zu lassen. Wenn es Ihnen möglich ist, dann warten Sie bis zu einem neuen Versuch solange ab, bis sich die Gemüter wieder beruhigt haben und Ihre Tochter nicht mehr so aufgebracht und verunsichert ist. Das Haarereißen ist verständlicherweise für Sie nicht angenehm und darüber sollten Sie mit Hannah sofort sprechen und ihr erklären, dass Sie das absolut nicht gut finden. Sie können beim Abgewöhnen dieser Angewohnheit ähnlich vorgehen, wie bei einem Kind, das beim Stillen beißt. Erklären Sie Ihrem Kind zunächst, dass es damit aufhören soll. Beim nächsten Mal, wenn sie an den Haaren zu ziehen beginnt, nehmen Sie ihre Hände aus Ihren Haaren, sagen „nein" und halten ihre Hände vielleicht auch fest. Hilft das alleine noch nicht, können Sie Ihre Tochter in Verbindung mit einer Erklärung, dass Sie das keineswegs lustig finden ein Stück von sich wegrücken oder Sie stehen auf. Mit liebevoller Konsequenz werden Sie Hannah diese Angewohnheit abgewöhnen können. Da Sie schreiben, dass sie sich in Ihren langen Haaren verfängt, ist ein Zopf (zumindest für einige Zeit) eine Möglichkeit, Hannah weniger Möglichkeiten zu geben in einzelne Haare oder Haarstränen zu greifen. Sobald sich die Situation insgesamt wieder beruhigt hat, können Sie einen neuen Abstillversuch unternehmen. Reden Sie mit Hannah darüber, das Sie die Stillzeit nun ausklingen lassen wollen, damit sie sich nicht überrumpelt fühlt. Auch Anderthalbjährige verstehen schon sehr viel, wenn wir mit ihnen sprechen. Treffen Sie zum Beispiel eine Abmachung mit ihr, dass Sie jeden Abend etwas kürzer stillen und dann eine Geschichte erzählen. Verändern Sie das Abendritual und beziehen Sie Hannahs Vater stark mit ein. Falls Ihr Sohn es wirklich toll findet einige Tage alleine mit den Großeltern zu verbringen, kann das eine Möglichkeit sein, dass Hannah ihre ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt und so leichter über das Abstillen zu bringen ist. Wichtig ist, dass Hannah spürt, dass Sie ihr zwar die Brust entziehen, nicht aber Ihre Liebe. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was machen Sie, wenn Hannah nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Außerdem möchte ich Ihnen das Buch „Wir stillen noch - über das Leben mit gestillten Kleinkindern" von Norma J. Bumgarner empfehlen. Das Buch ist im Buchhandel, bei der La Leche Liga und bei jeder LLL-Stillberaterin (auch bei uns) erhältlich. Zum Schluss noch etwas, was unter Umständen paradox klingt: einige Kinder stillen sich von alleine ab, sobald ihre Mutter die Abstillbemühungen aufgibt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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