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Abstillen zu Mittag

Frage: Abstillen zu Mittag

blah

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Ich bemüh mich schon ewig sanft abzustillen. Bisher hab ich es geschafft, nur noch beim Einschlafen/Aufwachen zu stillen, was aber auch schon 3x am Tag ist +Nacht. Unsere Nächte sind so besch*, dass ich nicht die Kraft habe, da abzustillen. Will mich eher auf das (Ab)Stillen zum Mittagsschlaf konzentrieren. Maus (16 Monate) isst nicht genug zu Mittag, dass ich sagen würde, ich dreh den Hahn komplett ab. So läuft es bei uns: 8 Frühstück, 10 Zwischenmahlzeit, Gegen 11:30 zu Hause, etwas essen, meist ein paar Nudeln&Obst. Mehr will sie nicht. Spätestens um 12 fällt sie mir beim Stillen im Bett um. Wenn sie früher müde ist, will sie auch früher Mumi und hat Null Geduld mit dem festen Essen. Dann schläft sie max. 1 Stunde, meist 40 Minuten mit einer kurzen Stillpause, dann noch 20 Min. Wenn ich ihr das Stillen im Schlaf verweigere, wacht sie sofort auf und ist den Rest des Nachmittags sehr schwierig. Gegen 13:30 will sie wieder essen. Diesmal Fleisch&Beilage, etwas mehr als um 11:30. Dann um 15 wieder Zwischenmahlzeit. usw. Mir fehlen die Ideen, wie ich ihr das Stillen in dem Kontext abgewöhnen kann. Wasser&Flasche&Schnulli mag sie nicht. Mehr am Stück essen funktioniert nicht, ich hab s probiert. Alles was mir sonst einfällt, ist sie um die Mittagszeit so schlimm auszupowern, dass sie mir erst um 14-15 umkippt und dann mit etwas Gebrüll auch ohne Stillen. Haben Sie ine bessere Methode?


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe blah, nein, habe ich leider nicht. Es ist absolut nicht ungewöhnlich, dass ein 16 Monate altes Kind noch gestillt wird, es ist lediglich in unserer Kultur nicht so verbreitet. Allerdings gibt es sehr viele Kleinkinder, die gestillt werden, aber ihre Mütter gehen damit nicht an die "Öffentlichkeit", um eben Anfeindungen aus dem Weg zu gehen. Eben so wenig ist es ungewöhnlich, dass ein Kleinkind nachts aufwacht. Wäre es übrigens sooo außergewöhnlich, dass ein Baby oder Kleinkind nachts aufwacht, dann gäbe es wohl kaum eine solche Flut von Ratgeberbüchern, was zu tun sei, um das Kind zum Durchschlafen zu bringen. Allein die Tatsache, dass Bücher zu diesem Thema in riesigen Mengen verkauft werden zeigt, dass es wohl der "Normalzustand" ist, dass kleine Kinder nun einmal nicht durchschlafen. Für ein Kind ist das Stillen viel, viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Das Abstillen bedeutet daher auch mehr als das reine Ersetzen einer Nahrung durch eine andere. Im Alter deiner Tochter ist es dem Kind auch sehr bewusst, dass Stillen mehr als nur Trinken bedeutet. Ich werde dir jetzt ein paar Möglichkeiten aufzählen, ein älteres Stillkind von der Brust zu entwöhnen. Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt "biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass Du deinem Kind die Brust nicht von dir aus anbietest, aber auch nicht ablehnst, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, deine Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Du musst die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass Ihr viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmt, die deinem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn Du dein übliches Verhalten in bestimmten Situationen veränderst. Wenn Du zum Beispiel sitzen bleibst anstatt dich hinzulegen, wenn Du dein Kind zum einschlafen bringst. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal bringt es dich auch weiter, wenn du das Stillen immer dann, wenn Dein Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschiebst. Das kannst Du flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Du kannst auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst dein Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Außerdem möchte ich dir das Buch "Wir stillen noch über das Leben mit gestillten Kleinkindern" von Norma J. Bumgarner empfehlen, das bei La Leche Liga und jeder La Leche Liga Stillberaterin (also auch bei uns) und im Buchhandel erhältlich ist. LLLiebe Grüße Biggi


blah

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