Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Abstillen? Wenn ja, wie fang ich an.. ?

Frage: Abstillen? Wenn ja, wie fang ich an.. ?

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Hallo Kristina, ich bin mir momentan etwas unsicher, was das Stillen angeht. Mein Sohn (4,5 Monate - 7300g schwer) hat bis vor 3 Wochen sehr gut nachts geschlafen. Er wollte zwar tagsüber sehr viel trinken (alle 2 Stunden), aber nachts dafür hat er von abends 20 Uhr bis morgens 6 Uhr geschlafen. Nun ist es seit 3 Wochen so, dass er tagsüber immer noch sehr viel will und auch nachts alle 3 Stunden kommt !! Kriegt er einfach zu wenig? Sollte ich zufüttern ? Wenn ja, wie fange ich das an ? Mit welcher Mahlzeit ? Oder sollte ich noch warten mit dem Zufüttern, da er ja nun wirklich genug auf den Rippen hat... ? Allerdings würde ich auch gern mal wieder nachts schlafen wollen. Liebe Grüße Silke


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Liebe Silke, mit 4 1/2 Monaten ist dein Kleiner einfach noch zu jung für Beikost. Ob er "genug" Milch bekommt erkennst du daran, dass er 5-6 nasse Wegwerfwindeln pro Tag hat und weiterhin zunimmt (muss in dem Alter allerdings nicht mehr 120 Gramm die WOche sein. Gerade Babys, die am Anfang besonders gut zugenommen haben, machen das später sehr viel langsamer.). Im Alter deines Babys beginnen die Kinder, die Welt sehr konkret zu erleben, und ja, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten und all dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Der scheinbare Rückschritt im Schlafverhalten ist eigentlich ein Fortschritt, denn er zeigt, dass die Entwicklung des Kindes voranschreitet. Seit Jahrtausenden und in unzähligen Kulturen ist das Stillen und gemeinsame Schlafen eine bewährte Methode Kinder glücklich, gesund und zufrieden aufwachsen zu lassen. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses „natürliche" Verhalten des Babys nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem: Babys wissen nicht, was zur Zeit „Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben. Ich bin sicher, die unruhigen Nächte werden auch wieder vergehen. Versuche sie zu akzeptieren und such trotz aller Beschäftigung tagsüber nach Möglichkeiten, Dir tagsüber dafür mehr Ruhe zu gönnen. Dann erträgt sich die gestörte Nachtruhe etwas leichter. Herzlichen Gruß, Kristina


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