Libelle39
Hallo liebe Experten!
Meine kleine Maus (19 Monate) liebt das Stillen. Sie geht seit Juli 2021 in die Krippe. Obwohl sie daheim am Tage immer gern Mal zum Stillen kommt, hat sie sich in der Krippe schnell an die anderen Umstände gewöhnt. Lediglich das Einschlafen ist immer wieder ein Problemthema. Sie verweigerte sich im Schlafraum zu schlafen und da musste ich mir schon von einer Erzieherin immer wieder anhören, so lange das Einschlafstillen stattfindet, wird es hier nicht funktionieren. Jedoch hat sich eine andere Erzieherin (die eine enge Bezugsperson geworden ist für meine Kleine) auf das Einschlafen in der Karre eingelassen. Jedoch mit schaukeln. Daran hat sie sich schnell gewöhnt und mit dem Schlafen hat es geklappt. Jedoch wollen sie, dass die Kleine im Schlafraum schläft, da sie es sonst personell nicht schaffen. Die Bezugserzieherin hat es nach drei weitere Anläufen geschafft, dass meine Maus tatsächlich zwei Tage hintereinander dort eingeschlafen ist. Dann wurde die Maus krank und war eine Woche daheim.
Seit Montag geht sie wieder hin, aber es klappte nicht mit dem Schlafen und ich musste sie mittags abholen. Gestern wurde mir dann wieder von der einen Erzieherin sehr direkt Nahe gelegt, abzustillen, sonst wird es nichts. Dann könne ich auch nicht ab Januar wieder arbeiten gehen.
Ich fühle mich total unter Druck gesetzt! Und das alles nur, weil die personell es nicht hinbekommen individuell bezogen zu arbeiten. Zudem wurde noch unterstellt, sie würde einen Schnupfen haben, weil einmal mehr als gewöhnlich aus der Nase quoll. Ich bekam das Gefühl, meine Kleine macht etwas Probleme und schon muss man sie irgendwie als Störenfried raus bekommen, da Mama noch daheim ist.
Gerade durfte ich meine Kleine schon wieder nach zwei Stunden abholen. Wieder hieß es, sie muss sich anders beruhigen lernen, als an der Brust. Schnuller nimmt sie aber nicht. Daheim versuchen wir es auch mit Ablenkung. Funktioniert derzeit in der Krippe nicht ausreichend, da Eingewöhnungen stattfinden und man sie nicht immer gleich bespaßen kann. Sie muss öfters warten. Zudem wird sie wohl noch getriggert durch die Eingewöhnung, so dass sie dann Heimweh hat.
Schluss endlich, was soll ich da jetzt machen? Mir wurde dann noch vorgeschlagen ein gemeinsames Gespräch mit der Leitung und dass ich später mit der Arbeit wieder anfangen soll. Ich war echt sauer eben und hab das Gespräch abgebrochen, sonst wäre ich geplatzt. Ich bin sauer und überfordert mit der Situation.
WAS SOLL ICH TUN?
Wie soll ich mit den Erziehern weiter arbeiten?
Soll ich Abstillen bzw. diese Beruhigung gänzlich abweisen und was gibt es als Alternative?
Wie Stelle ich das an? Bei meinem großen Sohn war das alles anders...
Abstillen will ich eigentlich schon, aber anderseits auch noch nicht. Ich habe auch Angst vor ihrer Reaktion, da sie sehr energisch sein kann und dann viel und lange schreit.
Vielen Danke fürs lesen!
Liebe Libelle39, gerade jetzt ist es wichtig, dass zu Hause nicht auch noch Veränderungen kommen, Dein Kind braucht Sicherheit, die Kita ist aufregend genug! Es ist immer gut, sich auch seine eigenen Gedanken zu machen und aufs Mutterherz zu hören... tatsächlich macht es keinen Sinn, Dein Baby abzustillen, denn es tut ihm wirklich gut, in der Zeit, die ihr zusammen seid, "Normalität" tanken zu können. Leider lässt uns unser Alltag wirklich wenig Alternativen, und für viele kleine Kinder ist die intensive Fremdbetreuung und das Leben in der Gruppe einfach eine riesige Herausforderung. Ich bedauere es sehr, dass manche Erzieherinnen Mütter so verunsichern und irgendwelche Empfehlungen aussprechen, die nur ihre eigene Meinung spiegeln :-(. Weißt Du, was ich auch erschreckend finde: Dass wir Mütter uns immer so schnell verunsichern lassen. Und das meist noch von Leuten, die überhaupt keine eigene Erfahrung vorweisen können, sondern nur aus dem Vorurteil heraus! Geh doch noch mal in der Kita selbst vorbei und stelle das klar: Ihr stillt und werdet das auch weitermachen. Und dass Du sie darum bittest, das zu respektieren, auch wenn sie selbst das für völlig verquer halten. Also: Angriff blasen. Ich gehe davon aus, dass danach alles ruhig sein wird (na ja, vermutlich werden sie dir schon bei passender Gelegenheit unter die Nase reiben, dass Dein Kind das Einzige ist, das dies oder jenes nicht kann oder macht. Auch dann: Bleib locker und denk Dir: Daraus können die Erzieherinnen ja wieder was dazu lernen, Dein Kind auf jeden Fall wird es schaffen, denn unsere Kleinen sind Weltmeister im anpassen!!!). Manche Mütter gehen auch den einfacheren Weg und sagen einfach, dass sie abgestillt haben….. Wie soll Dein Kind es verstehen, wenn es nicht nur von den Betreuerinnen, sondern auch noch von Dir abgelehnt wird? Es ist ja nicht so, dass Dein Kind auf einmal keine Nähe mehr braucht, wenn es abgestillt ist, im Gegenteil, es wird das Kuscheln noch viel mehr einfordern. Dein Kind wird sich daran gewöhnen, dass es nur bei Dir an die Brust darf und das WIRD es auch lernen, wenn die Betreuerinnen liebevoll und konsequent sind, aber das erreichen sie nicht damit, dass Du abstillst. Für mich sieht es auch ein wenig so aus, dass der scheinbar einfachste Weg gesucht wird und das würde ich auch klären. Sprich mit den Erzieherinnen, erkläre ihnen Deinen Weg und steh für Dich und Dein Kind ein. Frag sie doch mal, was sie sich erhoffen, wenn Du nicht mehr stillst, denn Dein Kind wird ja dadurch nicht weniger Nähe brauchen….. Wichtig ist, dass Du klar bist und auch den Erzieherinnen zuhörst, dass ihr gemeinsam einen Weg findet, der für alle passt! Ich wünsche Dir von Herzen, dass es ein gutes Gespräch wird und würde mich wirklich sehr über eine Rückmeldung von Dir freuen. Ganz liebe Grüße Biggi
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