Mitglied inaktiv
Hallo Das Problem beschäftigt uns schon länger, auch wenn es noch ein Weilchen dauert, bis es wirklich "ernst" wird. Meine Tochter, 9 Monate alt, wird noch fast voll gestillt (sie isst ein halbes Gläschen Brei mittags, rührt sonst keinerlei Beikost an, ganz egal, was wir ihr anbieten). Das Einschlafen, sei es abends oder beim Vormittags- oder Nachmittagsschläfchen, funktioniert ausschließlich beim Nuckeln an der Brust. Wenn sie nachts aufwacht (ca. 4-6x/Nacht), möchte sie an die Brust. Sie lässt sich durch keine anderen Maßnahmen beruhigen (nur wenn Papa sie schreienderweise durch die Wochnung schleppt, schläft sie irgendwann nach 30-60 Minuten ein, aber nur für sehr kurze Zeit). Manchmal dauert das Stillen nachts bis zu einer Stunde, wenn man sie zu früh zurück ins Bett legt (Babybalkon), ist sie sofort wieder wach und schreit - bis man sie wieder anlegt. Das alles würden wir, auch wenn wir an vielen Tagen vor Müdigkeit auf dem Zahnfleisch gehen, zum Wohle des Kindes sicher noch längere Zeit durchziehen. Aber nun zum eigentlichen "Problem". Ich muss ab September des nächsten Jahres (also wenn Antonia eineinhalb ist) wieder arbeiten. Ich habe ein extrem gutes Stellenangebot in Hannover erhalten, und wenn ich den Arbeitsbeginn hinauszögern würde, würden die sich jemand anderes suchen. Aber wir können es uns einfach auch finanziell nicht leisten, dass ich noch länger zu Hause bleibe. Ein weiteres, und wahrscheinlich auch das größte Problem ist, dass ich als Ärztin auch regelmäßig nachts arbeiten muss, in meinem Falle ca. 2x/Woche. Das heißt, dass ich in jedem Fall nachts abstillen muss und Antonia es irgendwie lernen muss, ohne Brust einzuschlafen. (Die Hoffnung, dass sie das in den nächsten Monaten von alleine lernt, habe ich schon lange aufgegeben, warum sollte sie auch, sie fühlt sich so wie es jetzt ist natürlich pudelwohl.) Die dringende Frage, die mir mittlerweile nachts auch noch die stillfreie Zeit zu einer schlaflosen Zeit macht, ist also: Wie schaffen wir das??? Wie kann ich mit sanften Mitteln erreichen, dass Antonia in ca. einem halben Jahr (ein bisschen Puffer eingerechnet) ohne großes Geschrei, auch wenn ich abends nicht da bin, alleine einschläft und nachts ohne Stillen auskommt? Was das nächtliche Stillen und das selbständige Einschlafen angeht, bin ich mitunter so verzweifelt, dass ich schon darüber nachdenke, doch die Ferber-Methode anzuwenden, auch wenn ich weiß, dass das eigentlich nur falsch sein kann, und die Angst, bei Antonia einen seelischen Schaden anzurichten, schlägt mir diesen Gedanken dann immer wieder aus dem Kopf. Und wie soll ich tagsüber das Stillen einschränken, wenn sie doch bis auf das o.g. halbe Gläschen jegliche Form der Beikost ablehnt? Ganz abstillen muss sicher gar nicht sein, ich stelle mir das so vor, dass ich sie, wenn ich dann wieder arbeite, z.B. immer dann stille, wenn ich nach Hause komme, egal wann das ist. Ich wäre Ihnen für einen hilfreichen Rat unendlich dankbar, denn ich bin wirklich schon am Verzweifeln und habe Angst, dass ich zum genannten Termin doch nicht wieder arbeiten kann (und wenn ich noch länger zu Hause bleiben würde, dann würde mich nach so lange Berufspause keiner gerne einstellen, abgesehen davon, dass das finanziell gar nicht machbar wäre). Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Antwort und Ihre Geduld zum Lesen dieses langen Textes. MfG Andrea
Kristina Wrede
Liebe Andrea, so unwahrscheinlich es klingen mag: Ein halbes Jahr ist eine lange Zeit für so ein kleines Kindchen, und die Chancen, dass es viel unkomplizierter wird als ihr denkt, sind groß. In dem halben Jahr, das euch noch bleibt, wird sich Antonia so viel weiter entwickelt haben... Es ist wirklich weder erforderlich noch nützlich, dass ihr jetzt schon Vorsorge trefft. Im Gegenteil: Je mehr ihr JETZT schaut, dass ihr Antonias Bedürfnisse wirklich befriedigt, wenn sie auftreten, desto weniger Schwierigkeiten werdet ihr später haben. Soll heißen: Wenn Sie jetzt noch nicht bereit ist, auf das nächtliche Stillen und die körperliche Nähe zu dir, vor allem in der Nacht, zu verzichten, dann schenk ihr die Nähe (z.B. in dem du sie ganz nah bei dir schlafen lässt, so dass sie Körperkontakt halten kann) und lass sie trinken. Gönn es ihr, an der Brust einzuschlafen, wie tausende von Babys in ihrem Alter es tun - und noch viel mehr es gern täten, weil es ganz einfach der Natur des Menschenkindes entspricht. Um ein "Umlegen" zu vermeiden kannst du dich z.B. auch tagsüber vor dem Nickerchen mit Antonia in dein Bett, oder auf eine Matraze auf dem Boden im Kinderzimmer legen. Sie kann sich in den Schlaf nuckeln und du kannst dich dann, wenn sie die Brust losgelassen hat, von ihr weg rollen. Der "Kinn-Trick" hilft in diesen Fällen auch oft: Wenn das Kind beim Schlafen wieder zu "suchen" beginnt, drückst man ganz sanft sein Kinn nach oben. Bei vielen Babys wirkt das Wunder und sie schlafen plötzlich auch ohne Brust weiter/wieder ein. Ich weiß, es klingt ziemlich paradox, doch die Erfahrungen von vielen vielen Müttern zeigen, dass dieser Weg wirklich in den meisten Fällen die besten Ergebnisse bringt. Vielleicht möchtet auch ihr ihn wagen? Etwa zwei Monate, bevor du zu arbeiten beginnst, könnt ihr tatsächlich daran gehen, die Nächte stillfrei zu bekommen. Bis dahin ist sie um einiges reifer, wird aller Voraussicht nach auch schon sehr viel mehr essen als jetzt, und hat noch ganz viel Nähe "getankt". Und die 2 Monate werden mehr als genug sein, dass auch deine Brust sich auf den veränderten Rhythmus einstellt, so dass du während der Arbeitszeit nicht zwangsläufig abpumpen musst, um einen Milchstau zu vermeiden. Und dann wirst du ziemlich sicher, so wie du es dir vorstellst, immer dann stillen können, wenn du mit Antonia zusammen bist, nd wenn du dann nicht da bist, wird sie auch ohne Stillen klar kommen. Vertrau darauf: Wenn es wirklich "ernst" wird, spüren die Babys das und lassen sich auch darauf ein. Ich hoffe, ich konnte dir Mut machen! Lieben Gruß, Kristina
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