Helen
Ich weiß, in abgeänderter Form wurde die Frage schon tausend Mal gestellt, trotzdem bin ich ratlos. Ich habe eine schwere Autoimmung- Erkrankung, die ich in der Schwangerschaft und seit der GEburt meiner Tochter (8 Monate) nur schwer unter Kontrolle bringen konnte. Mit Cortison und anderen Medikamenten haben wir uns über Wasser gehalten und dabei auch einige leichtere Nebenwirkungen beim Kind in Kauf genommen. Ich habe 6 Monate voll gestillt, dann mit Beikost angefangen die begeistert mittlerweile mit drei Mahlzeiten angenommen wird. Getrunken wird ausschließlich an der Brust, alles andere (außer selten mal 1-2 Schluck Wasser) wird verweigert, egal ob aus Flasche, Becher oder co. Dazu kommt eine Kuhmilchproteinintoleranz, so dass die Kleine für die Zubereitung des Milchbreis eine Ersatznahrung bekommt (Neocate), in der Hoffnung sie an den Geschmack zu gewöhnen. GEstillt wird sie noch morgens und vormittags sowie ca 3x pro Nacht und selten mal nachmittags wenn ich das GEfühl habe bei warmen Wetter dass sie mehr Durst hat. Jetzt geht es mir selbst zunehmend schlechter. Ich habe massiv Gewicht verloren und die Entzündung wird immer schlimmer. Der Punkt ist einfach erreicht wo wir mit Immunsuppressiva behandeln müssen - und das ist mit dem Stillen wirklich nicht mehr zu vereinbaren (auch nach Embryotox nicht) dazu kommt dass wir uns durch die hormonelle Umstellung nach dem Abstillen erhoffen, dass die Erkrankung auch dadurch etwas abklingt. Es ist zum Heulen. Die Kleine war ein Schreikind und das Stillen war unsere einzige Chance ihr wenigstens minutenweise Sicherheit zu vermitteln. Dazu hatte ich eine Wochenbettdepression und auch da hatte ich das Gefühl das Stillen hilft mir Kontakt zu meinem Kind aufzubauen. Ich fühle mich als würde ich ihr das jetzt mit GEwalt nehmen müssen. Vor einigen Wochen war ich für 2 Tage im Krankenhaus und mein Mann hat in der Zeit versucht die KLeine zu versorgen. Das Ergebnis war dass sie zwar gut gegessen , aber jegliche Flüssigkeit verweigert hat. Vor allem Nachts und vormittags gab es viel Geschrei und ein verzweifeltes Kind. nach dem zweiten Tag habe ich meine eigene Behandlung abgebrochen weil ich es nicht ertragen habe und zudem Sorge hatte dass es ihr schaden könnte... mein Kinderarzt ist der Meinung nach spätestens drei Tagen würde sie anfangen zu trinken und rät mir die Mahlzeiten komplett dem Papa zu überlassen - ich finde das furchtbar! Mit meinem Arzt habe ich jetzt ausgemacht dass ich mir so lange wie möglich (max 1-2 Wochen) Zeit nehme und nicht von heute auf morgen abstille. Gibt es nicht doch irgendetwas, wie ich es der kleinen leichter mache? Ich habe wirklich das Gefühl da ihr (und mir!) ein Trauma zu setzen... würde mich über eine IDee freuen...
Liebe Helen, lass dich erst einmal umarmen von mir, ich kann mir gut vorstellen, wie verzweifelt Du bist. Ein radikaler Brustentzug wird für dein Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedes Mal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute und hoffe, Euch beiden fällt der Abschied nicht allzu schwer. LLLiebe Grüße, Biggi
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