Mitglied inaktiv
Guten Abend, leider wurde mir wegen einer Entzündung des Tränenkanals (die ich auch auf jeden Fall medikamentös behandeln will, um zu verhindern, dass es chronisch wird), heute das Antibiotikum Doxycyclin verschrieben. Ich sagte dem Arzt extra, dass ich stille und weiterstillen will, er meinte, ich müsste mich entscheiden, ob ich die Behandlung wolle, wenn ja, müsste ich abstillen bzw. das Stillen so lange aussetzen. (Wie einfach sich manche das immer vorstellen!). Nach der Packungsbeilage würde ich auch nicht stillen wollen, aber die Angabe bei embryotox.de relativieren es wieder und es erscheint mir weniger "gefährlich". Ich habe heute mit der Einnahme der ersten Tablette begonnen (noch nicht gestillt seitdem). Meine Tochter ist 10 Monate alt, erhält Beikost (Gemüse-Fleisch-Gläschen, Obstbrei, Milchbrei), wird aber abends zum Einschlafen, nachts gegen 2 Uhr und morgens gegen halb sieben gestillt, danach schlafen wir beide noch eine Runde. Das größte Problem sehe ich darin, nachts nicht zu stillen (die andern Male könnte man noch bewältigen denke ich), da sie sich nachts nicht beruhigen lässt auf die übliche Weise, sogar beim Herumtragen wirft sie den Kopf in den Nacken etc, nur Stillen hilft dann. Wissen Sie, ob 1 - 2 maliges tägliches Stillen unter Doxycyclin eine Gefahr für meine Tochter birgt? Vielen Dank vorab für Ihre Bemühungen Liebe Grüße Nicole
Liebe Nicole, dass eine Substanz in die Muttermilch übergeht ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer Schädigung des Kindes und in vielen Fällen wird überbewertet, was der Übertritt eines Medikamentes in die Muttermilch bedeutet und unterbewertet, was eine Stillpause oder gar das Abstillen bedeutet. Ich kann und darf keine medizinischen Ratschläge geben, zitiere Ihnen aber aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" (s.o.): „Tetrazykline Erfahrungen. Tetracycline erreichen in der Muttermilch Konzentrationen, die deutlich unter den mütterlichen Plasmawerten liegen. Das in der Muttermilch enthaltene Kalzium inaktiviert einen Teil der übergegangenen Substanz. Symptome beim Säugling sind nicht zu erwarten und auch nie berichtet worden. Insbesondere kommt es nicht zu einer Gelbfärbung der Zähne bei Exposition über die Muttermilch. Unter Doxycyclintherapie (z.B. Vibramycin, Doxy.Wolff) mit 200 mg, 24 Stunden später 100 mg, fanden sich maximal 1,4 mg/l in der Milch. Höchstens 3 bis 4 % der mütterlichen gewichtsbezogenen Dosis gelangen auf diese Weise zum Säugling. ... Empfehlung für die Praxis: Tetracycline, also auch Doxyccyclin und Minocyclin können gegeben werden, wenn von den Antibiotika der Wahl (s.o.) kein Erfolg erwartet wird." Wenn sich deine Ärztin/Arzt nicht sicher ist, was in der Stillzeit genommen werden kann, kann sie/er sich an die Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie in Berlin Tel.: 030 30308111 wenden. Das Team um Dr. Schaefer hat einen speziellen Beratungsservice für Ärzte zu Medikamentenfragen in Schwangerschaft und Stillzeit eingerichtet. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi
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