Mitglied inaktiv
Hallo Biggi! Meine Tochter ist nun fast acht Monate alt. Sie wird immer noch sehr viel von mir gestillt. Mittags isst sie jedoch etwa 100 gr Gemüse-Fleisch-Brei und abends etwa 100 gr Milchbrei mit ein bisschen Obst aus dem Gläschen. Ansonsten wird sie nach Bedarf gestillt bzw. erhält nach Bedarf abgepumpte Muttermilch, wenn ich meinem Teilzeitjob nachgehe. Nun habe ich aber eine Wirbelsäulenverkrümmung, die mir sehr zu schaffen macht. Ich habe seit etwa vier Wochen jeden Tag Schmerzen im Nacken-Schulter-Bereich, manchmal zusätzlich auch Kopfschmerzen mit Erbrechen zusätzlich. Die Schmerzen sind meist noch erträglich, aber im Moment liege ich etwa zwei halbe Tage wöchentlich - meist nachmittags und abends - fast ausschließlich im Bett, weil ich mich vor lauter Schmerzen nicht mehr bewegen kann. Dann kümmern sich mein Mann oder meine Schwiegermutter um meine Tochter. Ich bin auch schon länger in ärztlicher Behandlung. Grundsätzlich darf ich meine Tochter eigentlich nicht tragen. Sie wiegt mit ihren etwa acht Kilos ungefähr das doppelte von dem, was ich tragen darf. Ich bekomme Massagen, Fango, Krankengymnastik und Akupunktur, damit die Schmerzen weggehen. Aber es hilft alles fast nichts. Mein Arzt sagt aber, ihm seien aufgrund des Stillens die Hände gebunden. Um mich schmerzfrei für längere Zeit zu machen, müsste er mich etwa 14 Tage spritzen und mir Tabletten geben. Dabei dürfte ich aber nicht stillen. Nun komme ich zu meinem Problem. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich stille meine Tochter gerne. Aber ich möchte auch endlich mal wieder schmerzfrei sein. Besonders wenn die Schmerzen zu stark sind, würde ich am liebsten Abstillen. Wenn sie aber erträglich sind, dann kann ich mir wieder gar nicht vorstellen, abzustillen. Besonders, da ich merke, wie sehr meine Tochter das Stillen genießt. Ich habe das Gefühl, dass es egoistisch ist, wenn ich jetzt abstille, um behandelt zu werden. Und ich habe Angst, dass meine Tochter evtl später mal Allergien o. ä. bekommt, wenn ich jetzt abstille. Ich bin einfach hin- und hergerissen. Ist Abstillen in meinem Fall wirklich egoistisch??? Wie "schädlich" ist es denn, wenn ich jetzt abstille??? Liebe Grüße Verena
? Liebe Verena, ehe Du jetzt ernsthaft über das Abstillen nachdenkst, ist zunächst einmal der andere Weg angesagt: Da es gerade auch bei solchen Problemen mit der Wirbelsäule oder anderen Gelenken durchaus Medikamente gibt, die in der Stillzeit eingesetzt werden können (sowohl zur oralen Einnahme als auch in Spritzenform) sollte sich der behandelndes Arzt die Mühe machen, nachzulesen bzw. sich bei Fachleuten zu erkundigen, was hier machbar ist. Ich erlebe es immer wieder, dass lapidar zum Abstillen geraten wird, ohne dass wirklich genau überprüft wird, ob die Medikamente wirklich ein Abstillen erfordern. Die Rote Liste ist hier nicht das Fachbuch, sondern ein Buch wie „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" von Spielmann und Schaefer. Zusätzlich gibt es die Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie in Berlin (Tel.: 030-30308111), die einen speziellen Beratungsdienst für Ärzte zu Medikamentenfragen in Schwangerschaft und Stillzeit anbietet. Also: Als erstes den Arzt dazu bringen, dass er sich wirklich erkundigt (am besten darauf bestehen, dass er in deinem Beisein in Berlin anruft) und wenn er sich nicht erkundigen will, eine zweite ärztliche Meinung einholen von einem Arzt, der bereit ist, sich die notwendigen Informationen zu besorgen. Sollte dann tatsächlich feststehen, dass es keinen Weg gibt, der an einer Stillpause oder dem Abstillen vorbei führt, dann muss nach Möglichkeiten gesucht werden, wie dein Kind und Du am schonendsten entweder eine Stillpause einhaltet oder eben endgültig abstillt. Doch solange Du Phasen hast, in denen Du dir das Abstillen gar nicht vorstellen kannst, ist es sicher der richtige Weg, erst einmal alle Möglichkeiten der medikamentösen und sonstigen Behandlung auf ihre tatsächliche Stillverträglichkeit zu überprüfen, denn es gibt fast immer eine stillfreundliche Behandlungsmöglichkeit. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
liebe verena, bin medizinisch gar nicht vor- oder gar gebildet, aber eine frage: gibt es in deiner naehe einen alternativen arzt oder aehnliches? jemanden, der mit Reihki oder energiemassagen helfen kann? kannst du andere stillpositionen finden, vielleicht mit hilfe eines kissens, das das gewicht deines kindes tragen kann, zumindest zum groessten teil? die nacken- und schultermuskeln leisten viel beim stillen, aber sie kompensieren auch sehr viel, wenn dein unterer ruecken nicht gut gereiht ist. dies nur ein kleiner gedankengang. hoffe, du findest einen weg, die schmerzen zu verlieren. sanft. chrsitina
Mitglied inaktiv
Hi Christina! Was ist Reihki und was sind Energiemassagen??? Hab noch nie was davon gehört. Da muss ich mich wohl mal schlau machen. Bin heute aber leider zu müde und zu kaputt... werde mich morgen mal schlau machen. Vielen Dank für die Tipps (auch wenn sie nicht helfen sollten) Verena
Mitglied inaktiv
Verena, gibt es einen weg, dich per email anzuschreiben? ich wuerde gerne versuchen, dir was ueber Reihki etc. zu schreiben, aber es wird wahrscheinlich ziemlich lang und erst in ein paar tagen sein, weil ich sehen will, ob ich etwas mehr fundierte informationen finden kann. du kannst mir ja deine email adresse an mich mailen: chrisbeck@wanadoo.fr. hoffentlich bis bald? christina
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