Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen nachts

Frage: Abstillen nachts

Gipsy-jessy

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Hallo mein Schatz ist jetzt genau 1 Jahr. Ich Stille seit kurzem nur noch morgens, zum Vormittags schläfchen (ich lege mich mit ihm zusammen hin) evt/nicht immer das selbe am Nachmittag und abends zum einschlafen. Naja und immer nachts wenn er wach wird. Er schläft so gut wie immer an der Brust ein. Nun möchte ich nachts abstillen (ich vermute das dies auch besser für die Zähne ist?). Ich möchte auch das er nicht zwangsläufig die Brust zum einschlafen braucht. Er schläft im Elternbett. Heute habe ich ihn im Bett gestillt er hat paar mal an und abgedockt, dann habe ich ihn nicht mehr an die Brust gelassen. Ich habe ihn gestreichelt und lag neben ihn. Er hat vorher schon wild gezappelt (er bekommt oben seine Zähne) war aber müde. Er hat laut protestiert und auch geweint. Schlief aber in meinem Arm dann ein (war das zu heftig? ). Er trinkt keine Kuh oder "Kindermilch" auch verschiedene Käsesorten lehnt er ab. Er ist sehr wählerisch. Wie oft sollte ich ihn mind. noch stillen damit die nötige Menge Calcium bekommt. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung was ich wie tun soll. Ich weiß stillen ist das beste... Aber mich mittags immer dazulegen zu müssen damit er nuckeln kann wird mir langsam zuviel (bin aber selbst schuld habe ihn viel nuckeln lassen und auch als kleines Baby auf mir an der Brust schlafen lassen) . Schnuller wollte er nie. Ich biete ihm auch viel Wasser an und trotzdem habe ich das Gefühl das er weniger Nasse Windeln hat seit dem ich das stillen reduziert habe. Ich glaube er kann richtig aus seiner Frinkflasche oder dem Becher trinken. Er lässt aber oft unmengen aus dem Mund laufen (das macht ihm anscheinend Freude). Ich fühle mich unter Druck gesetzt weil er nicht mehr soviele Nasse Windeln hat aber anscheinend oft nur spielt beim Trinken und ich ewig ein klatsch nasses Kind hab. Das Tuch unterm Kinn drückt er gerne weg. Er kam als SGA Baby zur Welt und mir fällt es oft noch etwas schwer konzequenz zu zeigen (schließlich ist er doch mein so kleines zartes Babychen=mit augenzwinkern denn er hat eine starke Stimme und weiß absolut was er will ). Bin mir auch oft unsicher wo diese zb beim einschlafstillen angebracht wäre. Ich will nicht das das stillen irgendwann ein Machtspiel wird wenn die Trotzphase kommt (oder bin ich beim Thema Wasser schon mittendrin?). LG


Biggi Welter

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Liebe Gipsy-jessy, Dein Baby ist gerade ein Jahr alt und diesem Alter will Dein Kind sicher noch keine Machtspiele mit Dir machen. Er fühlt sich wohl an Deiner Brust, die für ihn nicht nur Nahrung, sondern auch viel Nähe und Geborgenheit bedeutet. Er wird von ganz alleine irgendwann einschlafen können ohne Brust, wenn er die nötige Reife hat, da kannst Du sicher sein. Trotzdem ist Stillen eine Zweierbeziehung und wenn Du Dich nicht mehr wohl fühlst, dann müssen Lösungen gefunden werden. Es ist gut, wenn Du Dein Baby dann tröstest, ihm zur Seite stehst und nicht strafst, weil es traurig und entsetzt ist. Kuschle viel mit Deinem Baby und zeige ihm, dass Du ihm zwar die Brust entziehst, aber nicht Deine Liebe. nach dem ersten Geburtstag benötigt ein (ungestilltes) Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Das heißt, dass ein Kind keineswegs zwingend Milch trinken muss und es ist sogar möglich, dass sich der Mensch nach dem Abstillen ganz milchfrei ernährt. Der Mensch ist ja ohnehin das einzige Säugelebewesen, das nach dem Abstillen noch weiter Milch einer anderen Art auf seinem Speiseplan stehen hat und auch beim Menschen gibt es eine ganze Reihe von Kulturen, die milchfrei und dennoch gesund leben. Notwendig ist die Milch auch wenn das in unserer Kultur oft nicht geglaubt wird tatsächlich nicht. Es gibt eine ganze Menge an kalziumreichen Nahrungsmitteln, mit denen sich der Kalziumbedarf decken lässt. Eine Tasse (227 g) gekochter Chinakohl ist eine alternative Möglichkeit zur Kalziumversorgung und bietet 86 % des Kalziumgehaltes einer Tasse (240 ml) Milch. Eine halbe Tasse (113 g) Sesamkörner die zu Backwaren und Pfannkuchenteig hinzugefügt oder über Salat oder Getreide gestreut werden können enthält doppelt so viel Kalzium wie eine Tasse (240 ml) Milch. Weitere Kalziumlieferanten sind Melasse, mit Kalzium angereicherter Tofu, Spinat, Broccoli, Zwiebelkraut, Winterkohl, Leber, Mandeln und Paranüsse sowie Dosensardinen und Lachs (die allerdings beide mitsamt der weichen Gräten gegessen werden). LLLiebe Grüße Biggi


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