hanan
liebe Biggi, vielleicht versuchen wir es doch schriftlich, ich versuche mich kurz zu fassen! ich stille ja seit nunmehr zwoelfeinhalb Jahren, seit dreien Zwillinge- Ich Liebe Stillen!!! und doch, ich bin mit meinen Kraeften kurz vor dem Ende. ich habe inzwischen soviele Symptome, dass ich mich entschieden habe, sie hier gar nicht alle aufzulisten. An alle gebunden ist eklatanter Schlafmangel, warum muss ich nicht naeher beschreiben. Worauf ich hinaus will, wie kann ich meinen beiden Kleinen es verbal verpacken, dass ich nachts einfach nicht mehr stillen will? und wie garantiert ist ein verbesserter Schlaf danach??? Meinen Mann kann ich da nicht einbinden, der ist jede dritte Nacht bei der Feuerwehr. ich muss da a'so allein rein und durch, mach ich aber auch gern. hast Du ein paar Ideen, Erfahrungen, Tips? ich bin fuer alles dankbar...! ganz ganz herzliche Gruesse aus milden 29 Grad...! Hanan
Liebe Hanan, ob Deine Kinder besser schlafen, wenn Du abstillst, kann ich Dir nicht versprechen - aber ein Versuch ist es immer wert ;.). Das Wichtigste überhaupt ist allerdings, dass Du fest zu deinem Entschluss stehst. Solange hier noch der geringste Zweifel besteht, werden deine Kinder diese Zweifel spüren und Du wirst weiterhin „schwach" werden. Wenn Du nicht mehr ständig stillen möchtest, wird es am besten sein, wenn du schrittweise vorgehst, z.B. in dem du zunächst eine gewisse stillfreie Zeit in der Nacht einführst. Dazu kannst du wie folgt vorgehen: Erkläre deinen Kindern schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die sie wieder erkennen können (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann dürft Ihr trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich deine Kinder dann in der Nacht beschweren, dass sie nicht trinken dürfen (und das können sie natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste sie und sprich liebevoll-beruhigend mit ihnen, und gestehe es ihnen auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinen Kindern die Brust anbieten - so lernen sie, dass sie sich auf dein Wort verlassen können . Natürlich kannst Du ihnen während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Deine Kleinen werden vermutlich schreien, toben, treten oder dich gar schlagen wollen. Ist das schlimm? Nein, es ist völlig normal, denn es ist die einzige Art, wie sie in diesem zarten Alter ihren Frust ausdrücken können. Wie kannst du damit umgehen? Lass es zu. Lass dich nicht verunsichern, denn es geht deinen Kindern ja trotzdem gut, sie bekommen kein Trauma fürs Leben, werden nicht an deiner Liebe zweifeln. Deine Babys sind sauer, und das wird auch wieder vergehen. Bleibe bei ihnen und sei du ruhig und klar, so dass deine Kleinen sich an dir orientieren können. Vielleicht wirst du sie ein wenig ablenken wollen (falls sie sich ablenken lassen), vielleicht bleibst du auch einfach nur in ihrer Nähe und versicherst ihnen, dass alles ok ist. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Nur wenn sich deine Kinder über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperren, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich werden, oder gar eine Hautreaktion zeigen, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das nun auf Deutsch erschienen ist und das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Eine Mutter in meiner Gruppe erzählte, dass ihr Baby auf einmal nicht mehr gestillt werden wollte, weil es beim großen Bruder schlafen durfte, wäre das eine Möglichkeit bei Euch? Ich hoffe, die Antwort hilft dir weiter, Du kannst aber wirklich gerne anrufen, ich würde GERNE mit Dir reden :-))). LLLiebe Grüße, Biggi
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