Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Abstillen nach 18 Monaten "on-demand" stillen...

Frage: Abstillen nach 18 Monaten "on-demand" stillen...

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Hallo liebe Frau Heindel! Da Sie mir bereits wertvolle Tips gegeben haben, wende ich mich wieder einmal an Sie... Mein Kleiner ist jetzt 18 Monate alt und ich muss gestehen, dass ich langsam keine grosse Lust mehr habe zu stillen. Nachts kriegt Jacob mittlerweile keine Milch mehr, aber ab dem Aufstehen (zw. 5 und 6 Uhr morgens *gaehn*) kann er generell haben soviel er will. Wenn das nun 3-4 mal am Tag waere, aber er will eigentlich staendig und das staendige Hin und Her nervt mich mittlerweile, vor allem, weil er dabei noch so eine Show macht. Z.B. zieht er an meinem Pulli, bis ich die Brust fuer ihn freimache, in dem Moment wo er sie sieht, geht ein Grinsen ueber sein Gesicht, was mit weit geoeffnetem Mund sehr lustig aussieht und er grunzt laut und stuerzt sich dann regelrecht auf mich. Nach 2-5 Minuten hat er dann meist genug, kommt aber dafuer nach kurzer Zeit wieder an. Er trinkt Sojamilch aus der Flasche (er hat eine Milcheiweissallergie), aber das scheint mit seinem Stillverhalten Null zu tun zu haben, er stillt genausooft und lang wie ohne Flasche. Er akzeptiert sie auch nicht als Estz sondern macht es wohl nur, weil sein Bruder (3 Jahre) gern mal eine Flasche trinkt und er das nachahmen mag. Nun moechte ich halt gerne allmaehlich abstillen, aber weiss nicht wie, weil Jacob richtig boese wird und erst haut und sauer wird und spaeter bruellt wie am Spiess, wenn ich ihm die Brust mal nicht gebe. Ablenken hilft nur begrenzt und ich hab auch ehrlich gesagt nicht die Energie mit ihm ein Dauerprogramm durchzuziehen, weil mein Aelterer auch nicht grad pflegeleicht ist. Haben Sie vielleicht noch andere Moeglichkeiten, wie ich ihn -behutsam, wenn moeglich- abstillen kann? Ich haette gerne spaetestens an seinem 2. Geburtstag Schluss mit Stillen... Vielen Dank schonmal, Alexandra


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Liebe Alexandra, natürlich können Sie es über die Ablenk-Methode probieren, dh dass Sie ihm, wenn er stillen möchte, etwas "besseres" anbieten. Am besten natürlich auch etwas Gesundes... aber vorübergehend helfen sicher auch Gummibärchen oder Smarties, wenn die Not es gebietet. Ein schönes Spiel oder etwas anderes, was er unheimlich gern macht, ist eine weitere Möglichkeit fürs Ablenkmanöver. Doch ehrlich gesagt befürchte ich, es wird nicht ohne Schreien gehen. Und wenn Sie das Schreien als das anerkennen, was es ist (Protest), dann wird es Ihnen nicht mehr so schwer fallen, damit klar zu kommen. Es ist Ihr gutes Recht als Mutter zu sagen: STOP. Wo Sie dieses Stop setzen, bleibt Ihnen überlassen. Sie können Ihrem Junior anbieten, dass er nach dem Aufwachen, morgens im Bett noch trinken darf, aber nicht mehr tagsüber, oder nicht mehr unterwegs, oder oder oder. Das sagen Sie ihm und dann stehen Sie auch zu dem, was Sie gesagt haben. Sonst lernt Ihr Sohnemann nämlich genau das Falsche: Das er nur laut genug schreien muss, um doch zu bekommen, was er will. Und genau DAS soll ja nicht der Zweck der Übung sein. Sie brauchen ein "dickes Fell" und die tiefe innere Überzeugung, dass Ihr NEIN absolut ernst gemeint ist. Dann klappt es ganz bestimmt, auch wenn der kleine Mann - zu Recht und absolut verständlich - am Anfang das nicht sehr witzig finden wird. Ich drück ganz fest die Daumen! Lieben Gruß, Kristina Heindel


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