Mitglied inaktiv
Hallo, nun muss auch ich einmal an proff. Hilfe wenden, denn so langsam ist es an der Zeit, das ich nicht mehr weiter weiß. Mein Kleiner ist 26 Monate und kann ohne seine Brust nicht einschlafen. Ich stille ihn nur noch zum Mittagsschlaf bzw. abends zum einschlafen und eben in der Nacht wenn er munter wird, das kann bis zu 6 mal sein. Ich habe gestern den versuch gewagt und mit Pflaster auf die Brust geklebt. Ihm gesagt ich hätte "Aua" und er könne keine Milch trinken. Da er den ganzen Tag nicht geschlafen hatte ist er dann gegen 22.30 uhr vor müdigkeit (nach geschrei und einer ellenlangen Geschichte die ich erzählt habe) eingeschlafen. Aber Nachts ging es dann erst richtig los. Er fand einfach nicht mehr allein in den Schlaf, steigerte sich dermaßen in Gebrüll, dass ich wieder nachgegeben habe. Ich habe immer gerne gestillt und tue es immer noch, aber ich weiß auch, dass er von alleine niemals darauf verzichten wird. Was kannn ich noch tun. In der Nacht kann ich ihn ja auch nicht ablenken wie am Tag. Hoffe sie haben ein paar hilfreiche Tips für mich. Danke im Voraus. LG
Liebe anissa, wenn Sie nun abstillen wollen, dann sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass eure Stillzeit nun langsam zu Ende geht und zeigen Sie ihm, dass Sie es selbstverständlich noch genau so lieb haben wie schon immer. Sie entziehen ihm die Brust aber nicht Sie selbst und Ihre Liebe. Dazu können Sie die Stillzeiten immer weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen oder zu trinken anbieten. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt Ihnen, Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedes Mal Ihrem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Sie können Ihr Kind ja zuerst (kurz) stillen und dann Ihrem Partner übergeben. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Das kann auf verschiedene Art und Weise möglich sein. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie nicht gleich die Geduld verlieren, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Probieren Sie es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Hallo anissa! Ich habe meine Tochter auch 27 Monate gestillt. Ganz ähnlich wie Du, besonders zum Einschlafen und nachts zum Weiterschlafen. Dann wurde ich anfang letzten Jahres schwanger und hatte nach ca. 3 Monaten zunehmend schmerzende Brustwarzen wenn sie getrunken hat. Ich konnte mir vorher NIE vorstellen wie es ohne Stillen gehen könnte. Sie war ein richtiger "Still-Junkie". Aber dann konnte ich einfach nicht mehr weitermachen, es tat zu weh. Und als ich hart bleiben MUSSTE und sie auch merkte, daß diese Entscheidung entgültig war, ging es innerhalb weniger Tage sehr gut. Ich habe sie halt getröstet wenn sie nachts geweint hat, habe sie gehalten und mit ihr gesungen und gewiegt. Nach kurzer Zeit hat sie dann tatsächlich angefangen durchzuschlafen, was sie vorher noch NIE getan hatte. Ohne meine Schwangerschaft hätte ich es vermutlich auch nie geschafft sie abzustillen, aber es hat mir gezeigt, daß es geht, wenn man hinter der Entscheidung steht. Was sie nach wie vor tagsüber noch durfte, war, die Brust anfassen. Vielleicht schaffst Du es ja, die Tage der Entwöhnung durchzustehen, Daumendrücken und lieber Gruß, Birgit
Mitglied inaktiv
Hallo Anissa! Ich habe meine Kinder auch beide über zwei jahre gestillt - auch nur zum einschlafen.Und sie haben beide irgendwann keine Lust mehr gehabt, die Große hatte die Mundfäule und wollte nicht mehr, das habe ich dann zum endgültigen Abstillen genutzt und die jüngere hatte einfach keine Lust mehr und hat mehr gespielt und gebissen. Und völlig wider Erwarten war das mit dem Einschlafen kein Problem - plötzlich war auch das auf dem Arm halten ohne Trinken genug. Ich würde mir jetzt keine Sorgen um später machen, wenn euch das Stillen beiden noch gefällt - ist doch eh toll! Das geht dann schon irgendwann ohne, wenn einer von euch echt genug hat. Da bin ich mir ganz sicher! Alles Gute
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