Holzfeind@gmx.de
Liebe Biggi! Mein Sohn ist inzwischen 15 Monate alt. Vor ca. drei Monaten hatte ich schon mal nachgefragt, aber trotz Geduld hat sich nur wenig geändert. Mein Sohn isst fast nur Gemüse(fleisch)brei. Er trinkt nun auch Wasser aus dem Becher, aber keine Milch. Milchbrei, Getreidebrei nimmt er gar nicht. Ab und zu mal 5 Löffelchen Apfelmus. Der einzige Fortschritt: Er isst weichgekochte stückige Kartoffel. Ansonsten knabbert er lustvoll Apfel und würstchen und mal laugenbrötchen und spuckt die stückchen alle wieder aus. Ich mache es jetzt so, dass ich ihm morgens, mittags und abends gemüsebrei gebe und zwischendurch und zum einschlafen stille. Nun möchte ich aber wirklich abstillen (natürlich nicht von heut auf morgen), ich fühle mich einfach nicht mehr gut dabei und bin sowieso total ausgelaugt aufgrund meiner 2 (von 3) schlecht schlafenden Kinder. Ich glaube wenigstens ein Abend für mich zum Yoga oder Ähnlichem würde da schon helfen. Was kann ich machen? Kann ich meinem Sohn tatsächlich immer, wenn er Hunger hat tagsüber den Gemüsebrei anbieten? Er ist ja schon so weit, dass er mir auf die Brust tippt um ganz klar zu sagen, was er will. Ganz abgesehen davon, dass er sich natürlich die Brust zur Beruhigung gewöhnt ist. Ablenken kann ich ihn aber schon. Vielleicht hast du ja noch mal einen Tipp. Für mich möchte ich so jedenfalls nicht weiter machen. Herzliche Grüße Martina
Kristina Wrede
Liebe Martina, ich bin zwar nicht Biggi, aber kann hoffentlich auch weiterhelfen :-) Also wenn du jetzt an dem Punkt bist, wo du nicht mehr stillen magst, dann ist es vor allem eine Frage des Durchhaltens. Deinerseits. Von heute auf morgen komplett abstillen ist für das Baby ziemlich brutal, denn es versteht ja nicht, warum das, was ihm gut tut und schmeckt plötzlich total verweigert wird von dem Menschen, dem er bisher blind vertraut hat. Komplett abstillen bedeutet für dein Kind also erst einmal einen Schock, und es wird lernen dürfen, dass die Mama trotzdem liebevoll und einfühlsam für es da ist. Empfehlenswert ist es, eine Stillzeit nach der anderen zu streichen, und dazwischen einige Tage bis 1 Woche zu warten. Das macht den Übergang meist erträglicher... Du kannst ihm durchaus immer einen Gemüsebrei anbieten, oder es mit dem Schnuller oder einer Wasserflasche (mit kleinstem Loch) probieren. Er wird trotzdem die ersten Tage lang die Brust einfordern, weil es ja nicht "nur" ums Trinken geht, nicht einmal allein um die Milch. Es geht um all das, was beim Stillen so ganz nebenbei passiert. Als wichtigster Faktor wäre hier erwähnt: Der Hautkontakt, der zu Hormonausschüttungen führt, die das Stresszentrum im Gehirn beruhigen. Wenn du konsequent beim Nein bleibst, und ihm Alternativen anbietest, dann sollte er innerhalb von 3-4 Tagen (und Nächten) die Umstellung schaffen. Wie die Alternativen aussehen können ist eine Frage des Ausprobierens - jedes Kind und jede Mama ist anders, darum gibt es nur individuelle Lösungen. Ob du mit dem Baby im Arm durch die Wohnung spazieren tanzt, oder der Papa es geduldig herumträgt, bis es sich beruhigt hat, ob du bestimmte andere Nahrungsmittel anbietest (Joghurt, Butterkäse, un- oder nur ganz leicht gesüßten Obstquark; Trauben, Gurkenscheiben, reife/weiche Avocado)... oder mit Fingerspielen, Kasperlepuppen oder sich selbst bewegenden Figuren für Abenkung sorgst... probiere einfach immer wieder etwas aus, bis du herausfindest, was funktioniert. Übrigens: Auch stillende Mütter können sich ein paar Stunden Auszeit gönnen, um zum Yoga, in die Sauna oder auf einen Plausch mit Freunden zu gehen. Wenn das Kind bei einer weiteren Bezugsperson bleibt, wird es nicht verhungern, wenn Mama mal eine Weile nicht da ist :-) Lieben Gruß und viel Erfolg!! Kristina
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