kleene02
Liebe Frau Welter, liebe Frau Wrede, meine Kleine ist mittlerweile 9,5 Monate alt und ich würde so langsam Abstillen wollen. Meine Tochter wird morgens nach dem Aufstehen gestillt, bekommt dann Frühstücksbrei/Milchbrei (mit Wasser angerührt, diese Fertigbreie), Mittags Menüs, Nachmittags Getreide-Obst-Brei und ein bisschen Obst/Gemüse/Babyjogurt und Abends wieder Milchbrei (mit Vollmilch angerührt). Vorm Schlafen gehen wird sie nochmal gestillt. Nachts stille ich nicht mehr, das hat sich meine Kleine selbst abgewöhnt. Jetzt würde ich gerne das Stillen abends als erstes weglassen, da wir sie an ihr eigenes Bettchen in Ihrem Zimmer gewöhnen wollen. Jetzt wo wir beide noch in einem Zimmer nebeneinander schlafen, ist das kein Problem, stillen, ablegen, fertig, aber im Bettchen soll sie auch ohne Stillen schlafen. Ist das noch zu früh mit dem abendlichen Abstillen? Spätestens Ende August folgt dann das morgendliche Abstillen, dann ist sie fast ein Jahr alt und ich gehe dann wieder Arbeiten. Für mich war/ist Stillen eine sehr große Belastung, ich hatte ständig mit starken Schmerzen, entzündeten Brustwarzen und Milchstaus zu tun und auch der Milcheinschuss kam sehr spät, sodass ich am Anfang zu füttern musste. Im Krankenhaus bestand man aufs Stillen obwohl mir schon vor lauter Schmerzen schwindlig und schlecht wurde, bis eine Krankenschwester erbarmen hatte und mir eine Flasche brachte. Nach ca. 6 Tagen konnte ich mit dem zufüttern aufhören. Nach 3 Monaten wurde meine Kleine nicht mehr satt, weshalb ich Anfing zusätzlich abzupumpen, was aber die Milchstaus und Entzündungen förderte. Es war zum verzweifeln. Daher setzt mich Stillen enorm unter Druck und ich fühle mich nicht so wohl. Die Flasche nimmt sie nicht ab, das hatte ich immer mal wieder probiert, keine Chance. (Wunderte mich sehr, da sie in den ersten Lebenstagen die Flasche regelrecht verschlang) Demnach kommt ein weiter stillen über das Jahr hinaus nicht in Frage, ich habe mich da "durch gequält" weil es eben das Beste für mein Baby ist. Gesundheitlich merkt man das, sie ist, mit Ausnahme vom Zahnen ein Kerngesundes Baby. Danke für Ihre Hilfe! Viele Grüße
Kristina Wrede
Liebe kleene02, niemand kann sagen, ob deine Kleine es schon schafft oder nicht, das wird sich zeigen, wenn du es angehst. Rein theoretisch ist es in diesem Alter durchaus so, dass die Kleinen nachts die Nähe der Eltern brauchen - so, wie auch wir Erwachsenen oft besser schlafen, wenn wir die geliebte Person in unserer Nähe spüren können. Ein Säugling IST nicht dazu gemacht, allein zu schlafen und darum fällt manchen die Umgewöhnung schwer. Was nicht heißt, dass sie sich nicht daran gewöhnen könnten. Ich verstehe gut, warum du nicht weiterstillen möchtest. Doch Stillen muss ja auch gar nicht sein, wenn es um die Befriedigung von Grundbedürfnissen wie Nähe, Geborgenheit und Sicherheit geht. :-) Und wenn sie keine Flasche mag, dann kann sie in diesem Alter auch ihre Milch aus einem (Trinklern-)Becher bekommen, auch in der Nacht... Biete ihr immer wieder einen Schnuller an. Das natürlich Saugbedürfnis ist mit einem Jahr noch lange nicht ausreichend befriedigt. Da braucht sie also auf jeden Fall einen Ersatz. Lieben Gruß, Kristina
kleene02
Hallo Kristina, danke für deine schnelle Antwort. Nachts schläft meine Kleine durch, sie möchte gar nichts trinken, daher wird sie Abends beim Einschlafen und morgens nach dem Aufwachen gestillt. (Abends bringe ich sie erst in den Schlaf und stille sie dann, das klappt super und ich habe so ich nicht das Problem, dass sie nur beim Stillen einschläft. Morgens wenn sie wach wird trinkt sie wieder. Ich habe mich mit dem eigenen Zimmer viel beschäftigt und habe immer wieder gelesen, dass es noch vor Ende des ersten Lebensjahres Sinn macht, dass sie im eigenem Zimmer schläft, danach soll es wohl noch schwieriger werden, wegen des Fremdelns. Ich weiß auch nicht, ob es zu früh ist, darüber denke ich viel nach. An sich genieße ich auch die Nähe zu ihr, unser Problem ist nur, dass ich getrennt vom meinen Mann wegen extremen schnarchens seinerseits schlafe (schon seit Jahren). An diesem Bett indem wir schlafen gibt es keinerlei Möglichkeit, eine Bettschutzsicherung ranzubringen. Daher bin ich ans Bett gefesselt, sobald sie schläft, damit sie nicht heraus fällt, wenn sie wach wird (wenn ich sie nicht öfter fest halten würde, wäre es schon passiert) Daher muss ich nachts, wenn ich auf Toilette muss, immer meinen Mann anrufen, damit er aufpasst. Babyphone allein reicht nicht, weil sie zu schnell unterwegs ist, sobald sie ein Auge auf macht, fängt sie an zu krabbeln. Babybett hatten wir auch schon bei mir zu stehen, das nimmt sie nicht an. Daher dachten wir uns, wenn wir sie sowieso ans Bett gewöhnen müssen, dann an ihres im Zimmer. Das wir die Zimmer tauschen ist nicht möglich (Mein Mann würde uns wecken, haben wir alles versucht, danach war sie extrem launisch weil sie so früh wach und müde war, sie ist dann auch nicht wieder eingeschlafen). Ich habe also keinerlei Möglichkeit mich zurück zu ziehen, für eine Stunde mal Fernsehen, ein Bad nehmen oder irgendwie abschalten ist nicht möglich, da immer die Angst da ist, dass meine kleine aus dem Bett purzeln könnte. Mein Mann nimmt mir zwar viel ab, da er aber arbeiten muss und ich noch zu Hause bin, versuche ich ihn spät abends nicht in beschlag zu nehmen, wenn er nach 3 h Schlaf arbeiten fährt Tag ein Tag aus ist mir damit nicht geholfen. Auch ein anderes Bett ist nicht möglich (kein Platz vor allem lohnt es sich nicht mehr). Auch als Paar Zeit miteinander zu verbringen ist nicht möglich. Haushalt kann ich in ihren Schlafphasen am Nachmittag auch nicht machen, da ich neben ihr sitze. Zudem gehe ich bald wieder arbeiten, sodass ich sie dann wecken würde, wenn ich morgens deutlich früher als sie aufstehe (mein Mann muss sie in die Kita bringen, er verschiebt ab da für uns seine Arbeitszeiten). Das möchte ich ihr nicht antun, ein Kitabesuch in Vollzeit ist schon für sie anstrengend genug. Ersatzmilch nimmt sie nicht, ich habe alles probiert, Flasche, Trinklernflasche, Becher, Tasse, im Brei anrühren ist das einzige was ab und zu mit langen Zähnen Ihrerseits klappt. Habe auch verschiedene Sorten probiert, keine Chance. Ihren Nuckel liebt sie und nimmt ihn gerade nachts gut an. Hast du einen Rat? Wann empfiehlst du ein komplettes abstillen und im eigenen Zimmer schlafen? Danke und viele Grüße
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