alessi_a
Hallo meine Tochter ist 10 Wochen und was ich schreibe, klingt wahrscheinlich ungewöhnlich. Ich ziehe in Betracht, abzustillen. Ich bin erschöpft, habe Schlafstörungen, liege nachts stundenlang wach und muss dennoch den Alltag mit Baby und Kleinkind (3 J) bewältigen. obwohl das Stillen gut klappt, die Hektik an der Brust ist weitestgehend verflogen, schleichen sich Sachen ein, die ich nicht schon wieder wollte: Mein Baby nimmt keine Flasche, keinen Schnuller und hat die Brust zum Nuckeln entdeckt. Dadurch bin ich wirklich nicht mehr ersetzbar durch den Papa. ich habe meinen Sohn 28 Monate gestillt, mit allen Hochs und Tiefs und dass ich das hier schreibe, ist für viele in meinem Bekanntenkreis verwunderlich, war ich doch die typische Langzeitstillmama. Ich konnte meinen Sohn aber bis zum Zeitpunkt des Abstillens nur mit der Brust im Bett hinlegen. Bei anderen schlief und schläft er anders ein. ich bin z.Zt. ziemlich am Anschlag durch die Umstellung auf 2 Kinder, mein Baby lebt im Tragetuch, ich habe das Gefühl, gar nicht mehr alleine zu sein und trauere der Zeit mit nur 1 Kind nach, die ich jetzt also so super einfach empfinden würde. Wie kann ich erreichen, dass mein Kind die Flasche akzeptiert? das wäre schon mal eine Hilfe, denn dadurch kann ich mich mal für 2 Stunden frei machen. Vielen Dank
Liebe alessi_a, viele Frauen erleben zwischendurch eine Phase der Stillmüdigkeit. Sie wünschen sich wieder mehr Freiraum für sich und auch wieder mehr Verfügungsrecht über Ihren Körper. Dieses Gefühl kennt vermutlich jede Frau, die längere Zeit stillt. Doch das ist letztlich nicht wirklich etwas, was sich durch Abstillen erreichen ließe, denn es ist nicht wirklich so, dass das Stillen die Frau „anbindet" und müde macht, sondern es ist die Mutterschaft. Wir alle haben irgendwann oder immer wieder einmal Sehnsucht nach dem Leben v.K. (= vor dem Kind) als „Mama noch eine Frau war". Muttersein ist einer der härtesten und anstrengendsten Berufe der Welt ist, der sieben Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr einen 24 Stunden Dienst ohne Urlaubsanspruch und Krankschreiben bedeutet. Und an dieser Tatsache ändert sich nichts, ob frau nun stillt oder nicht. Selbst wenn eine Mutter ihr Kind vorübergehend in die Betreuung durch Vater, Großmutter oder Babysitter gibt, bleibt sie die Mutter und wird das Kind nicht aus ihren Gedanken streichen können oder die Verantwortung dafür abgeben können. Abstillen gibt keiner Frau das Leben vor dem Kind wirklich zurück. Sie müssen sich bewusst sein, dass sich durch das Abstillen ihr Leben keineswegs auf wundersame Weise positiv verändern wird. Falls Sie diese Vorstellung haben sollten, könnten Sie eine herbe Enttäuschung nach dem Abstillen erleben. Vielleicht können Sie sich noch ein wenig gedulden und erst einmal wieder etwas Ruhe einkehren lassen. Ein paar Tage keinerlei Versuche mit der Flasche und einfach nur Stillen nach Bedarf auf der einen Seite und viel Erholung und Entspannung für Sie selbst auf der anderen Seite. Lassen Sie den Stress so gut es geht beiseite und unternehmen Sie etwas, was für Sie, Ihren Partner und Ihr Kind angenehm ist. Ob dies nun ein Ausflug in ein Thermalbad, ein paar gemütliche Stunden auf dem Sofa oder vielleicht auch ein gemeinsamer Ausflug von Vater und Tochter während Sie sich etwas ganz alleine für sich tun ist, können nur Sie wissen. Sobald sich dann die Situation etwas entspannt hat und wenn Sie für sich ehrlich alles Für und Wider des Abstillens abgewogen haben und sich nun sicher sind, dass Sie abstillen wollen (oder vielleicht eben doch nicht: ), überlegen Sie, wie Sie das Abstillen angehen werden. Da sich die Techniken des Trinkens an der Flasche und an der Brust deutlich unterscheiden und sich ein Flaschensauger ganz anders anfühlt als die Brust, lehnen viele Stillkinder die Flasche ab. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt „Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrößen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern Wichtig ist, dass Sie wirklich geduldig bleiben. LLLiebe Grüße Biggi
alessi_a
danke, ich werde nichts aus dem "Affekt" raus tun, ich denke, ich binn einfach überfordert und müde und trauere der Zeit vk2 (vor 2. Kind) nach, es wurde grad so einfach mit einem und jetzt kann ich mich gar nicht gut auf meinen Sohn konzentrieren, der mich auch braucht und ich ihn. Wir gehen am Samstag für 2 Wochen in die Ferien, auch wenn ich mir nicht vormache, dass es easy Ferien werden, aber es wird hoffentlich nochmal warm und Tapetenwechsel für alle. Danach ist meine Tochter schon 3 Monate, vielleicht wird auch dann schon einiges einfacher. mich "stresst" dieses Beruhigungsstillen" auf das ich schon bei meinem Sohn immer wieder zurückgegriffen habe. Flaschenkinder kennen dies nicht. da gibt man ja keine Flasche, wenn das Kind in der Nacht sich ständig meldet. Man hört ja immer, dass sie besser schlafen. Die Erleichterung im Abstillen sehe ich darin, dass nachts jemand anderes es mal übernehmen kann. Mein Sohn war unglaublich auf mich fixiert. ich werde alles gut überdenken und schauen, wo ich Entlastung im Alltag finden kann, vielleicht will mein baby schon bald nicht mehr so viel getragen werden, auch wenn es aktuell nicht danach aussieht... danke!
Liebe alessi_a, ich wünsche dir von Herzen, dass Du dich in den Ferien ein wenig erholen kannst und Du dich entspannen kannst. Du wirst sehen, Du wirst dich täglich sicherer fühlen als Mutter von zwei Kindern und auch dein Baby wird einfach werden. Ganz llliebe Grüße Biggi
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