EraZa
Hi ihr lieben. Leider habe ich durch das PCO Syndrom schon Probleme mit meinen Hormonen gehabt (Gesichtsbehaarung, Gewichtsprobleme etc). Nun nach der Entbindung seit 4 Monaten habe ich Probleme mit unregelmäßigen Blutungen, mal bekomme ich Menstruations starke Blutungen, mal Schmierblutungen. Im US war alles unauffällig, mein FA tippt auf Hormonstörungen, bedingt durch die SS, Stillen, PCO alles zusammen. Meine Gesichtsbehaarung ist momentan auch viel stärker also ein pures Chaos. Ich habe die Minipille bekommen, in der Hoffnung dass die etwas regelt, die Blutung ist aber wieder gekommen, mittlerweile seit 7 Tagen. Mein FA hat nun angesprochen, wann ich vorhabe abzustillen, da er sonst nicht viel für mich tun kann.. Meine kleine wird nächste Woche 4 Monate alt und ich hätte schon gerne das ganze 1. Jahr gestillt, aber ich möchte auch nicht meinen Körper bestrafen, da ich sonst auch nicht für sie Sorgen kann. Was raten Sie mir? Ich habe überlegt es noch durchzustehen bis Beikoststart (6 Monate) & bis dahin abzupumpen und einzufrieren. Dann ab 6 Monaten Beikost und aufgetaute Muttermilch. Denken Sie das wäre machbar? Oder ist das zu umständlich? Ich denke mir nur, ich würde ihr gerne den 1. Winter Muttermilch geben, um sie mit Antikörpern zu unterstützen. Gehen die Vitamine und Antikörper beim Einfrieren und Auftauen verloren?
Liebe EraZa, die WHO und UNICEF listen eine klare Rangfolge der verschiedenen Ernährungsformen für Säuglinge auf: 1. direktes Stillen des Kindes durch die Mutter 2. abgepumpte Milch der eigenen Mutter 3. abgepumpte Milch einer Spenderin 4. künstliche Säuglingsnahrung Wie kommt es dazu, dass das direkte Stillen an der Brust zu bevorzugen ist? Dafür gibt es mehrere Gründe, von denen ich hier auf zwei eingehen will. Zum einen ist es, dass tatsächlich die Zusammensetzung der Muttermilch unterschiedlich ist, je nachdem, ob das Kind direkt an der Brust gestillt wird oder die Muttermilch abgepumpt wird. So besteht zum Beispiel ein Unterschied in der Immunantwort der Brust auf Keime. Trinkt das Kind direkt an der Brust, so kommt die Brust mit der Keimflora im Mund des Kindes in direkten Kontakt und die Antikörperbildung wird entsprechend angeregt. Auch der Fettgehalt der Milch wird mit durch das Trinkverhalten des Kindes beeinflusst. Der zweite Punkt betrifft das Saugen. Das direkte Saugen an der Brust erfordert ganze andere Muskelarbeit und ein ganz anderes Zusammenspiel der Gesichtsmuskulatur als das Trinken aus einer Flasche. So kommt es, dass die Ausbildung der Muskeln durch das Stillen optimal gefördert wird, das Gleiche gilt für den Kiefer. Stillen hat so einen ungeheuren Einfluss auch auf die spätere Sprachentwicklung. Wie du weiter vorgehen solltest, kann und darf ich die nicht sagen, ich bin kein Arzt, aber ich würde mir unbedingt eine zweite Arztmeinung einholen. Leider wird Medikamentenrisiko häufig überbewertet und die Konsequenzen, die ein plötzliches Abstillen (oder Absetzen der Medikamente) für das Kind mit sich bringen, werden häufig unterschätzt. Tatsächlich kommt es selten zu Symptomen einer gesundheitsschädigenden Wirkung von Medikamenten über die Muttermilch. Die Risikoinformationen in Beipackzetteln und Einschätzungen in Arzneibüchern sind irreführend und geben keine Hilfestellung bei der Wahl einer adäquaten Therapie. Für die meisten Erkrankungen stehen Medikamente zur Verfügung, die mit dem Stillen zu vereinbaren sind. Bei therapeutischen Empfehlungen oder der individuellen Beurteilung des Medikamentenrisikos während der Stillperiode sollten definitiv Handbücher zu diesen speziellen Thema (z.B. „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" von Schaefer und Spielmann) oder eine Beratungsstelle für Embryonaltoxikologie zum Beispiel das Institut für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie in Berlin (Tel.: 030 450-525700) hinzugezogen werden. Das Team um Dr. Schaefer in Berlin bietet einen Beratungsservice für Ärzte an und verfügt über die neuesten Informationen zum Thema Medikamente in Schwangerschaft und Stillzeit. Vielleicht kann dir Dr. Paulus aus dem Nebenforum schnell helfen oder auch Dr. Karle. Alles Gute und einen lieben Gruß Biggi
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