Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen Eßverhalten

Frage: Abstillen Eßverhalten

sunny160

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Guten Abend Frau Welter, ich muss aus gesundheitlichen Gründen bald meine 18 Monate alte Tochter abstillen. Jetzt mache ich mir aber sorgen da sie sehr wenig (zu fast jeder Mahlzeit nur 3-4 Teelöffel) isst und auch sehr wenig (Wasser) trinkt. Sie wird zum einschlafen gestillt, tagsüber darf die auch so oft stillen wie die möchte. Sie möchte auch nach jeder festen Mahlzeit noch stillen. Nachts stillt sie fast ununterbrochen. Natürlich nuckelt sie nachts viel aber sie trinkt auch sehr viel in der Nacht, ich würde sagen die meisten Kalorien nimmt sie in der Nacht zu sich. Sie gedeiht sehr gut. Sie ist sehr aufgeweckt und von Größe und Gewicht ganz weit oben. Nun mache ich mir aber Sorgen, das sie auch wenn wir abgestillt haben weiterhin so wenig isst und trinkt. Oder ändert sich das dann ihrer Einschätzung nach? Sie ist zwar sehr an essen interessiert, aber sie ist auch sehr wählerisch. Sie hat übrigens noch nie mehr gegessen. Bei der letzten u Untersuchung habe ich das angesprochen und der arzt meinte es wäre kein Problem, Vielen Dank Sunny


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Sunny, das kann ich dir so nicht sagen, da ich nicht weiß, warum dein Kind nicht essen mag. Ist es denn sicher, dass du abstillen musst? Möchtest du das auch? Leider wird Medikamentenrisiko häufig überbewertet und die Konsequenzen, die ein plötzliches Abstillen für das Kind mit sich bringen, werden häufig unterschätzt. Tatsächlich kommt es selten zu Symptomen einer gesundheitsschädigenden Wirkung von Medikamenten über die Muttermilch. Die Risikoinformationen in Beipackzetteln und Einschätzungen in Arzneibüchern sind irreführend und geben keine Hilfestellung bei der Wahl einer adäquaten Therapie. Für die meisten Erkrankungen stehen Medikamente zur Verfügung, die mit dem Stillen zu vereinbaren sind. Nicht jedem Arzt ist bewusst, dass im Beipackzettel oder in der "Roten Liste" in der Regel steht, dass ein Medikament in der Stillzeit nicht gegeben werden darf, obwohl es doch möglich ist. Darum kann und sollte sich dein behandelnder Arzt bei der Embryotox in Berlin gezielt beraten lassen!! Es ist dein gutes Recht, das auch von ihm abzufordern. Das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") berät Ärzte und andere Fachleute bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft). Es ist unter der Telefonnr. 030 450-525700 erreichbar, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Ansonsten musst du einfach warten und sehen, wie dein Kind reagiert. Auch das wird klappen, wenn es keine Alternative gibt, hab keine Angst! Lieben Gruß Biggi


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