Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, ich möchte meine Tochter (10 Monate) gerne abstillen, weil ich gesundheitl. Probleme habe. Vor einem Monat habe ich begonnen, weniger zu stillen: Erst nur noch morgens und abends, dann nur noch morgens und seit einer Woche nur noch jeden zweiten Morgen. Sie akzeptiert es ganz gut, weil sie ja sowieso schon den ganzen Tag Kuscheleinheiten bekommt. Leider wird die Milch nicht so richtig weniger. Trinke schon zwei Tassen Salbeitee täglich. Was kann ich noch machen? Abpumpen will ich eigentlich nicht, und das Ausstreichen klappt bei mir irgendwie nicht. Hast Du noch Tipps für mich? Ist meine Methode abzustillen überhaupt richtig?????? Und: Stimmt es, dass mit 10 Monaten 2 Milchmahlzeiten, also dann jetzt Milchbreie / Tag reichen?? Danke für Deine ANtworten. Nele
? Liebe Nele, aktives Abstillen durch die Mutter geht so vor sich, wie Du es beschreibst, allerdings ist es nicht bei allen Frauen so, dass die Milchmenge dann schnell zurückgeht. Hier braucht es manchmal etwas Geduld und Unterstützung. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Wenn Du langsam genug vorgehst, muss es nicht zu Stauungen kommen und es ist auch keine Milchpumpe notwendig, um abzustillen. Abstillen ist ein natürlicher Prozess und braucht im Normalfall weder mechanische noch medikamentöse Unterstützung. Stauungen sind ein Anzeichen dafür, dass zu schnell abgestillt wird. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche (wie Pfefferminz- und Salbeitee) und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Mit zehn bis zwölf Monaten braucht ein Kind noch mindestens zwei Milchmahlzeiten. Achte auf das Saugbedürfnis deines Kindes, Brei bietet keine Möglichkeit zum Saugen. Nach dem ersten Geburtstag benötigt ein Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Mehr sollte es dann auch nicht sein und wenn das Kind gestillt wird, kann es durchaus auch weniger sein. In diesem Alter ist dann auch ein Heranführen an Kuhmilch und Milchprodukte möglich, künstliche Säuglingsnahrung oder spezielle „Kindermilchen" sind nicht erforderlich. LLLiebe Grüße Biggi
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