Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, vor genau 4 Wochen kam mein 2. Sohn zur Welt. Bei der Geburt habe ich sehr viel Blut verloren und es mußte auch noch eine Ausschabung mit Vollnarkose gemacht werden, da die Plazenta nicht rauskam. Ich wurde nach 5 Tage "halbtot" mit einem Eisenwert von 6 entlassen. 10 Tage später erneuter Krankenhausaufenthalt, da ich hohes Fieber hatte und Unterleibsschmerzen. Wieder Ausschabung unter Vollnarkose, vor einer Woche wurde ich entlassen, wieder Eisenwert von 6. Trotz allem habe ich voll weitergestillt. Aber ich bin mit meinen Kräften am Ende. Ohne Kreislaufmedikamente und zur Zeit noch einer Haushaltshilfe würde ich den Tag nicht überstehen. Älterer Sohn wurd im April 4. Nun zu meinem Riesenproblem. Mein Kleiner hat wahnsinnige Blähungen. Es fing schon am 3. Lebenstag an, aber mittlerweile weiß ich was er ver- trägt und was nicht und mein Speiseplan ist auf 6 Lebensmittel reduziert. Kartoffeln, Nudeln, Reis, Karotten, Fenchel, Zucchini. Keine Gewürze, keine anderen Speisen. Er verträgt nichts. So halten sich seine Blähungen in Grenzen mit ca. einer Stunde Schreien abends und ein Unruhigwerden vor dem Pupsen und vor dem Stuhlgang. Esse ich etwas anderen habe ich stundenlangen, bis zu 8 Stunden langes Schreien. (rekord von abends 9 bis morgens 5). Mein Sohn tut mir so leid und ich komme bei dieser Ernährung auch nicht auf die Beine. Habe seit Geburt 16 kg abgenommen (bei 6 kg Zunahme). Jetzt habe ich mich schweren Herzens am Wochenende entschlossen, ihn abzustillen. Er hat gestern ab mittags Flasche bekommen (Nestle Sensitive für Bauchwehkinder) und hatte keine Bauchschmerzen. Und ich habe gestern abend wieder anständig essen können. Aber irgendwie tut es mir weh, ihn abzustillen. Aber ich habe alles probiert. Windeöl, Fenchel- tee, Kirschkernkissen, SABtropfen, Massage, Lycopodium und Colocynthis- Globuli. Nix hat geholfen. Liebe Biggi, ich würde ihn zumindest gerne morgens weiterstillen. Ist das möglich???? So abzustillen, das nur noch eine Mahlzeit am Morgen übrigbleibt??? Ich trinke zur Zeit Pfefferminztee, streiche aus, wenn die Brust zu voll wird und nehmr Phytolacca (oder so ähnlich) von meiner Hebamme. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Stillen dann noch nicht ganz gelaufen ist, wenn ich ihn zumindest morgens stille und ich eventuell nochmal mehr einsteigen kann, wenn ich wieder fitter bin und er aus dem Bauchwehalter herausgewachsen ist. Sorry für den langen Text. Vielen Dank Birgit
? Liebe Birgit, ich kann dir nachfühlen, dass Du dich vollkommen erschöpft und am Ende fühlst. Dennoch muss das jetzt nicht das Ende eurer Stillzeit sein, wenn Du es nicht so willst. Als allererstes kann ich dir nur dringend empfehlen, dich mit einer Stillberaterin in deiner Nähe zusammenzusetzen und dir von ihr beim Stillen zuschauen zu lassen. Auch wenn es den Anschein hat, dass deine Ernährung einen so großen Einfluss auf dein Kind hat, so erlebe ich es immer wieder, dass schon ein paar einfache Veränderungen in der Anlegetechnik und/oder eine Korrektur des Saugverhaltens wahre Wunder bei Bauchproblemen bewirken können. Die Kollegin vor Ort kann mit dir direkt auch ganz genau besprechen, wie Du am besten weiter vor gehst, um dir zumindest einen Teil der Stillbeziehung zu erhalten und möglicherweise später das Stillen wieder auszuweiten. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Und bitte: lass dir jetzt auf keinen Fall einreden (oder rede es dir gar selbst ein), dass Du irgendeine Schuld an der derzeitigen Situation trägst. Ob eine Frau eine gute Mutter ist oder nicht, lässt sich nicht allein daran festmachen, ob sie (voll) stillt oder nicht. Dir eine möglichst rasche Besserung. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Liebe Birgit, als ich deinen Beitrag gelesen habe, hast Du mir so leid getan (habe selbst einen vierjährigen und ein Baby von inzwischen schon 10 Monaten und weiß, wieviel Kraft das kostet. Zum Glück war meines kein "Schreibaby"). Was tust Du denn, um Deinen Eisenwert wieder in die Höhe zu bringen und überhaupt die Mineralstoff-/Vitaminsituation zu verbessern, damit Du wieder auf die Beine kommst? Ich möchte Dir zwei Empfehlungen geben, da ich das Baby auf dem Arm habe, nur in aller Kürze, wenn Du Interesse an mehr hast, poste hier oder im Stillforum noch mal. Während der Schwangerschaft habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Einnahme von (dunkler) Melasse gemacht. 1-2 Teelöffel pro Tag haben ausgereicht, um meinen absinkenden Eisenwert wieder in normale Höhen zu bringen. Ich empfehle dir Applefords Melasse, gibt es im Reformhaus (in Dosen). Da Eisen vom Körper hauptsächlich morgens resorbiert wird, ist die morgendliche Einnahme (egal welchen Präparats) am wichtigsten. Du darfst dann aber keinen Kaffee oder schwarzen Tee und am besten auch keine Milch trinken, weil sie (bis zu 2 Stunden) die Aufnahme von Eisen erheblich behindern. Günstig ist hingegen die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C (z.B. Obstsaft), da dies die Eisenaufnahme fördert. Solltest Du ein Nahrungsergänzungsmittel suchen, das ganz allgemein Deine Situation verbessert, kann ich Dir Spirulina platensis empfehlen. Das ist eine Süßwasseralge, die sehr leicht verdaulich ist und - neben Eisen übrigens - eine Vielzahl von Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen enthält. Es gibt sie in Tablettenform (ist ein rein pflanzliches Produkt). Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Wie gesagt, wenn Du Interesse hast, poste einfach nochmal, vielleicht mit email-Addi, dann kann ich Dir direkt antworten. Viele Grüße und gute Besserung! Ich wünsche Dir, daß Du Eure Stillzeit noch nicht beenden mußt... Oda
Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, erstmal danke für deine schnelle Antwort. Ich komme aus 64625 Bensheim an der hessischen Bergstraße. Vielen Dank Birgit
? Liebe Birgit, bitte wende dich an Frau Carol Hunter Tel.: 06257-942869. Sie kann dir genauer sagen, wer die nächstgelegene LLL-Stillberaterin ist. Nicht erschrecken, wenn sich dort am Telefon jemand auf englisch meldet, Carol ist Amerikanerin, spricht aber auch deutsch. LLLiebe Grüße Biggi
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